- Fahrradspiegel sind in Deutschland für Radler zwar nicht verpflichtend, allerdings sind sie ein wichtiges Fahrradzubehör, mit dem die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden kann.
- Unterscheiden lassen sich Rückspiegel für Fahrräder am besten bei der Art der Montage: So gibt es einerseits Einschraubspiegel, die am Lenkerende befestigt werden und Aufsteckspiegel, die direkt auf den Lenker geschraubt oder aufgesteckt werden.
- Einige Spiegel für Fahrräder verfügen über bestimmte Besonderheiten wie bspw. konvexe Oberflächenwölbungen. Diese ermöglichen ein größeres Sichtfeld, verzerren mitunter aber auch, sodass Entfernungen schlechter eingeschätzt werden können.

Schnell noch einen Blick zurückwerfen und prüfen, ob auch gerade kein Auto von links überholen will und dann ab auf die andere Spur. Doch Vorsicht: Auf keinen Fall den Fußgänger übersehen, der sich exakt in diesem Moment nur wenige Meter vor dem eigenen Rad auf die Straße wagt – wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt solche Szenen und dieses unsichere Gefühl, das sich bei der Fortbewegung im dichten Stadtverkehr zwischen Autos, Motorrädern, Bussen und Fußgängern einstellt. Nicht zufällig fühlen sich einer Umfrage des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) zufolge 48 Prozent aller deutschen Radfahrer eher nicht oder sogar überhaupt nicht sicher im Straßenverkehr.

Um die Sicherheit dennoch so gut wie möglich zu gewährleisten, kann zusätzlich zu Fahrradhelm, Klingel, funktionsfähiger Fahrradbeleuchtung und gut eingestellten Bremsen auf einen Rückspiegel fürs Fahrrad zurückgegriffen werden. Dieser ermöglicht den schnellen Blick nach hinten, ohne dabei den vorausfahrenden Verkehr aus den Augen zu verlieren.
Sollten auch Sie der verbesserten Sicherheit wegen auf der Suche nach dem besten Fahrradspiegel sein, empfehlen wir Ihnen einen Blick in unseren Fahrradspiegel-Vergleich 2025. Hier stellen wir unabhängig von Marken und Herstellern die wichtigsten Arten für Sie vor und sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf dringend achten sollten.
- Zum Vergleich der Fahrradbeleuchtungen
- Zum Vergleich der Bremsbeläge fürs Fahrrad
- Zum Vergleich der Bügelschlösser
1. Fahrradspiegel erhöhen die Sicherheit
Konvexspiegel
Einige Rückspiegel fürs Rad sind mit einer konvexen Oberflächenwölbung ausgestattet. Diese Wölbung verursacht einen Weitwinkeleffekt, der dazu führt, dass sich das über den Weitwinkelspiegel wahrgenommene rückwärtige Sichtfeld vergrößert. Nachteilig dabei ist allerdings, dass durch die damit zusammenhängende Verzerrung Entfernungen schlechter abgeschätzt werden können.
Als nützliches Fahrradzubehör erhöhen am Lenker montierte Fahrradspiegel die Verkehrssicherheit, da beim Überholen nicht mehr über die Schulter gespäht werden muss, sondern der zurückliegende Verkehr leicht mit einem kurzen Blick in den Spiegel überschaut werden kann. Das ist vor allem deshalb sinnvoll, da bereits ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, wie er beispielsweise durch den Schulterblick zustande kommt, gegenüber dem vorausfahrenden Verkehr ausreichen kann, um einen Unfall mit einem anderen Fahrzeug oder Passanten herbeizuführen.
Obwohl sie somit dazu beitragen, Fahrräder verkehrssicher zu machen, sind Rückspiegel für Fahrräder in Deutschland bisher keine Pflicht. Als einzige Ausnahme sind in diesem Zusammenhang Fahrradspiegel für E-Bikes zu nennen, die mindestens 50 Quadratzentimeter groß sein müssen. Allerdings gilt diese Regelung nur fürs Elektrorad, wenn dieses schneller als 25 km/h fahren kann.
2. Fahrradspiegel-Typen im Überblick
In einem Fahrradspiegel-Test können Rückspiegel für Zweiräder, abhängig von der Art der Montage, in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. In unserem Fahrradspiegel-Vergleich haben wir uns sogar für die Einteilung in drei verschiedene Typen entschieden, obgleich Schwanenhals-Spiegel sich von Aufsteckspiegeln nur bei der Optik und Funktionalität, nicht aber bei der Montage voneinander unterscheiden.
| Einschraubspiegel | Aufsteckspiegel | Schwanenhals-Spiegel |
|---|---|---|
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3. Kaufberatung für Fahrradspiegel: Darauf müssen Sie achten!
Fahrradspiegel-Testsieger sollten leicht zu montieren sein und einen möglichst weiträumigen Überblick zum rückwärtigen Verkehr garantieren. Insbesondere beim letztgenannten Punkt spielen verschiedene Kriterien eine Rolle, die Sie beachten sollten, wenn Sie einen guten Fahrradspiegel kaufen möchten.
3.1. Material – Glas oder Kunststoff?

Günstige Fahrradspiegel sind häufig aus Kunststoff gefertigt. Dies klingt zunächst nach billiger Verarbeitung, muss aber nicht zwangsläufig ein Nachteil sein, da Kunststoffspiegel bruchsicher und in der Regel sehr robust sind. Glasspiegel sind hingegen teurer, aber auch empfindlicher. Sie können bereits nach dem einmaligen Umfallen des Fahrrads brechen. Allerdings haben sie dafür den Vorteil, dass Glas weniger verzerrt, wodurch der rückwärtige Verkehr klarer erkennbar wird.
» Mehr Informationen3.2. Montage und Flexibilität
Einen Fahrradspiegel zu montieren ist verhältnismäßig einfach. Wie bereits in obiger Tabelle dargestellt, lassen sich Einschraub- und Aufsteckspiegel voneinander unterscheiden.
Einschraubspiegel werden am Lenkerende befestigt. Dabei muss in der Regel die Kappe des Griffendes entfernt werden und der Spiegel mittels eines Sechskant- oder Schraubenschlüssels mit dem Lenkerende verschraubt werden. Ein großer Nachteil dieser Art der Befestigung ist die nicht ideale Position des Spiegels, der kaum wesentlich verändert werden und beim Fahren durch den Unterarm verdeckt sein kann.
Wichtig: Bedenken Sie hierbei außerdem, dass Einschraubspiegel sich meist nicht für gebogene, sondern fast ausschließlich für gerade Lenker eignen.

Aufsteckspiegel besitzen hingegen eine spezielle Schraubvorrichtung, mit der sie ähnlich wie eine Fahrradlampe zum Aufstecken mit einem Schraubendreher auf den Lenker geschraubt werden können. Besonders praktisch ist, dass Aufsteckspiegel an verschiedenen Positionen am Lenker angebracht werden können, sodass es leichter ist, eine auf den Radler perfekt zugeschnittene Position zu finden. Darüber hinaus gibt es sogar Modelle, die komplett ohne Werkzeug montiert werden können.
Wichtig: Wenn Sie einen Aufsteck-Fahrradspiegel montieren möchten, werden Sie damit keine Probleme haben. Diese Modelle sind nämlich für fast alle Lenker-Arten ideal geeignet.
Bei der Flexibilität sind eindeutig Schwanenhals-Aufsteckspiegel im Vorteil. Durch den beweglichen Hals können sie in die ideale Position gebracht werden, damit Sie das Motorrad oder Auto hinter Ihnen ideal im Blick haben.
3.3. Besonderheiten: Konvexe Wölbung, Dreh- und Klappbarkeit

Es gibt Spiegel fürs Fahrrad, die eine 360-Grad-Drehung erlauben, was allerdings in den meisten Fällen nicht zwingend notwendig ist, da das volle Maß an Flexibilität in der Praxis nicht ausgeschöpft wird. Hier reichen in der Regel Spiegel mit einem beweglichen Gelenk, die um einige Grad nach oben oder unten verstellt werden können, wobei die Möglichkeit einer 360-Grad-Drehung natürlich nicht als Nachteil anzusehen ist.
Besonders praktisch ist es hingegen, wenn Ihr Fahrradspiegel klappbar ist. Da Rückspiegel fürs Fahrrad sehr empfindlich sind und beim Umstürzen des Rades schnell abbrechen, sollten Sie Spiegel bevorzugen, die nicht starr sind, sondern beim Abstellen einfach eingeklappt werden können.
Zuletzt spielt auch die Frage, ob Sie einen Fahrradspiegel mit konvexer Wölbung oder ein flaches Modell erwerben sollten, eine gewissen Rolle. Konvexe Verkehrsspiegel ermöglichen ein größeres Blickfeld, sodass Sie den Großteil des Geschehens hinter Ihnen stets im Auge haben. Nachteilig ist allerdings, dass durch die auftretenden Verzerrungen, Entfernungen von Verkehrsteilnehmern und Verkehrssituation nicht immer richtig eingeschätzt werden können.
Spiegelgröße bei E-Bikes: Grundsätzlich haben Größe und Maße eines Radspiegels in erster Linie etwas mit dem Geschmack zu tun; nicht aber, wenn ein Fahrradspiegel fürs E-Bike oder Pedelec benötigt wird. Ist dies der Fall, muss der Rückspiegel fürs Fahrrad eine Spiegelfläche von mindestens 50 Quadratzentimeter aufweisen.
Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 07/2016 sogar einen E-Bike-Test durchgeführt, bei dem von insgesamt 15 Modellen sieben mit der Note „gut“ aber auch fünf mit „mangelhaft“ bewertet worden sind.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Fahrradspiegel
Sind Fragen offen geblieben? Vielleicht finden Sie die Antworten im abschließenden Kapitel unseres Fahrradspiegel-Vergleichs.
4.1. Welche wichtigen Marken und Hersteller gibt es?

In einem guten Fahrradspiegel-Test tauchen häufig Modelle bestimmter Marken und Hersteller auf, die sich auf dem Markt für Fahrradzubehör einen Namen gemacht haben. Hierzu gehören vor allem das französische Unternehmen Zéfal, das neben Fahrradspiegeln u. a. für die Produktion von Fahrradluftpumpen, Pedalen oder Klingeln bekannt ist, aber auch die deutsche Firma Busch & Müller, die vor allem mit Dynamo-Scheinwerfern und Fahrradbeleuchtung auf sich aufmerksam gemacht hat. Weitere wichtige Hersteller finden Sie in nachfolgender Übersicht:
- Blackburn
- Boomwave
- Busch & Müller
- CatEye
- Combike
- Diverse
- Humpert
- Krampe
- Mirrycle
- Profex
- Proline
- SunLite
- TecGadgets
- Third Eye
- XLC
- Zéfal
4.2. Was kosten Fahrradspiegel?
Die meisten Fahrradspiegel bewegen sich in einem Bereich von einigen wenigen bis hin zu ca. 30 Euro. Es gibt aber auch Modelle, die bis zu 80 Euro kosten können. Für einen guten Rückspiegel aus Glas sollten Sie jedoch in der Regel nicht mehr als 30 Euro ausgeben.
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