Werkbänke & Arbeitsplatten

Frästisch selber bauen

fraestisch-1-1Wer viel mit Holz arbeitet und sich wenigstens einmal mit einer Oberfräse beschäftigt hat, wird diese zu schätzen wissen und sie ganz sicher nicht mehr missen wollen. Schnell sind Kanten geglättet, verrundet oder gefast und mit einem Fräszirkel lassen sich exakte Radien fräsen. Bereits mit solch kleinen Aufgaben ist eine Oberfräse ein unverzichtbares Hilfsmittel. Mit den Ansprüchen wachsen natürlich auch die Anforderungen und das Fräsen von Zinkenverbindungen oder Schwalbenschwanzführungen erweitern das Arbeitsgebiet.

So praktisch, wie eine Oberfräse auch ist, sie kennt bei unterschiedlichen Werkstückgrößen ihre Grenzen und lässt sich nur sehr schwer und mit erhöhtem Unfallrisiko für kleine Werkstücke nutzen. Hier ist ein Frästisch enorm von Vorteil. Auf ihn lassen sich auch kleine Werkstücke auflegen, Leisten auf Maß fräsen oder sich ein Anschlag für ein exaktes Nuten einrichten. Ein Frästisch erweitert damit den Arbeitsbereich und erhöht die Arbeitssicherheit. Gute Frästische mit einem großen Arbeitstisch sind jedoch nicht gerade günstig, sodass sich der Selbstbau lohnt.

Was wird zum Bau eines Frästisches benötigt?

Der Bau eines Frästisches kann sehr individuell erfolgen. Daher beschränkt sich diese Anleitung auf den Einbau eines fertigen Frästisches in eine bestehende Arbeitsplatte und die hierfür benötigten Werkzeuge.

  • Anreiß- und Messmittel (Stahlmaß, Zollstock, Tiefenmaß, Bleistift)
  • Oberfräse mit unterschiedlichen Fräsern
  • Führungsschiene, Richtscheit oder gerade Holzleisten
  • Schraubzwingen
  • Akkuschrauber oder Bohrmaschine
  • Stichsäge
  • Schraubendreher

Das Einsetzen und Befestigen des Frästisches kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Wir stellen eine Variante mit Silikon als Kleber und 2K-Füllspachtel vor.

  • Silikon
  • Prüfschiene, Winkel oder Haarlineal
  • Spachtelmasse
  • breiter stabiler Spachtel
  • Schwingschleifer

Welcher Frästisch eignet sich zum Einbau und warum keine Fräsplatte?

fraestisch-1-2Wer sich im Netz auf die Suche nach selbst gebauten Frästischen begibt, wird immer wieder auf sogenannte Fräsplatten treffen. Diese sind rund oder eckig und besitzen mittig ein Loch für die Durchführung des Fräsers. Mit einigen Befestigungslöchern schlagen sie im günstigen Fall mit 60 € zu Buche. Der Preis nach oben ist natürlich offen. Eine solche Fräsplatte lässt sich relativ einfach in die Werkbank einlassen und an ihr die Fräse befestigen. Für einen funktionierenden Frästisch wird jedoch noch ein Anschlag, eine Absaugung und ganz wichtig ein Sicherheitsschalter (mit Anlaufschutz nach Strumunterbrechung) benötigt. Dieses Zubehör muss zusätzlich erworben und gebaut werden. Alles in allem eine einfache aber sehr kostspielige Angelegenheit, die 100 € leicht überschreiten kann.

Von echten Holzwerkern eher verpönt, sind fertige Frästische für Oberfräsen, die aus einer Aluminium-Druckguss-Platte, Füßen und Tischverbreiterungen bestehen. Die Füße und seitlichen Verbreiterungen sind tatsächlich meist sehr zierlich und selten in guter Qualität ausgeprägt. Die Fräsplatte ist jedoch sehr stabil, in vielen Fälle ausreichend gerade und bietet alles, was ein Frästisch benötigt. An ihr lässt sich die Oberfräse befestigen; sie bietet einen verstellbaren Anschlag mit Fräserschutz, einen Sicherheitsschalter und sogar die Absaugung kann angeschlossen werden.

Lediglich der Einbau ist etwas komplizierter. Die letzte Überzeugung liefert jedoch der Preis. Je nach Anbieter kosten solche Frästische keine 100 € und sind mit etwas Glück sogar für unter 50 € zu finden. Das verwendete Modell kostete 42 € inklusive Versand. Wird noch etwas Geld draufgelegt, sind Frästische inklusive Oberfräse sogar für 120 € zu haben. Besonders gut bedienbar, handlich oder leicht muss die genutzte Oberfräse nicht sein, da sie später unter dem Frästisch verbaut wird. Ganz im Gegenteil, gerade ältere oder günstigere Modelle besitzen noch einen Feststellschalter, der bei der Verwendung in einem Frästisch benötigt wird. Markenhersteller setzen häufig auf Sicherheit und der Bedienschalter muss bei der Bearbeitung dauerhaft gedrückt werden. Unter dem Frästisch kaum möglich.

fraestisch-1-3Die Fragen "Muss es ein bestimmter Frästisch sein?" oder "Gibt es Qualitätsunterschiede?" könnten leicht mit einem Nein beantwortet werden. Natürlich heben sich immer einige Hersteller ab und bieten eine bessere Qualität oder einen erhöhten Funktionsumfang. Betrachtet man sich jedoch die günstigeren Modelle (von 40 - 100 €), so fällt auf, dass sie sich alle mehr als ähnlich sehen und nur einen anderen Firmenschriftzug tragen. Es möchte natürlich niemand unterstellen, die Frästische kämen von einem Anbieter und werden nur passend geprägt. Qualitativ und optisch unterscheiden sie sich jedoch kaum. Hier kann man Glück oder Pech haben. Ein vor geraumer Zeit gekauftes Modell war perfekt gerade, wogegen das in der Bauanleitung verwendete mittig bis zu 2 mm abfiel. Preislich oder optisch unterschieden sie sich nicht.

Schritt 1 – Maße anzeichnen

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Den Fästisch mittig oder nach Bedarf ausrichten

Für den geplanten Frästisch wird in erster Linie eine geeignete Tischplatte benötigt. Diese sollte stabil, gerade und mehr als 30 mm dick sein. Gut geeignet sind Küchenarbeitsplatten. Mit 60 cm in der Tiefe und einer fast unbegrenzten Länge, bieten sie eine große und glatte Auflagefläche. Sie lassen sich als Werkbank nutzen (Beispiel: Werkbank selber bauen) und der Frästisch sich somit sogar in die Werkbank integrieren.

Mit der geeigneten Tischplatte kann der unaufgebaute Frästisch darauf ausgerichtet werden. Dieses muss nicht zwingend mittig erfolgen, es sollte jedoch an der vorderen und hinteren Kante noch genügend Material stehen bleiben, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten.

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Zum Anzeichnen gegen ein Verrutschen sichern

Mit einem Gewicht beschwert oder auch mit Schrauben fixiert (Schraublöcher sind später nicht zu sehen), kann der Umfang des Frästisches angezeichnet werden. Ist der Rand sehr uneben oder wellig, so ist der jeweils äußerste Punkt an jeder Seite für die spätere Fräsung ausschlaggebend. Dieser kann auch – statt den Frästisch zu umzeichnen – als Linie angezeichnet werden. Auf der Tischplatte muss demnach ein angezeichnetes Rechteck mit dem Größtmaß des Frästisches entstehen. Die Aussparung der hinteren Seite sollte ebenfalls sorgfältig angezeichnet werden, um dem Frästisch ausreichend Stabilität zu geben.

Schritt 2 – Oberfräse vorbereiten und Fräser ausrichten

Ehe die äußere Nut zum Einsetzen des Frästisches gefräst werden kann, ist das Einrichten der Oberfräse erforderlich. Hierzu muss die benötigte Frästiefe und der erforderliche Fräserdurchmesser ermittelt werden.

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Maximale Frästiefe ermitteln

Die benötigte Frästiefe lässt sich ermitteln, indem der Frästisch auf eine gerade Fläche gelegt und die Höhe gemessen wird. Zur Kontrolle wird die Oberfräse auf den Frästisch gestellt, wobei der Fräser in der tiefsten Position den Untergrund erreichen muss – siehe Bild. Mitunter ist es nötig, auf extra lange Fräser zurückzugreifen, da nicht jeder die benötige Frästiefe von mindestens 30 mm erreicht. Gegebenenfalls kann es auch nötig sein, ohne Absaugung zu arbeiten, falls diese den Hub der Oberfräse begrenzt. Um nicht ganz auf eine Absaugung verzichten zu müssen, ist es auch möglich, die ersten Fräsungen mit Absaugung durchzuführen und diese erst zu entfernen, wenn sie hinderlich wird. Der An- und Abbau ist zwar etwas umständlich, sorgt aber für ein sauberes Arbeiten.

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Wandstärke grob messen

Der Fräserdurchmesser wird durch die Wandstärke des Frästisches bestimmt, die sich leicht mit einem Messschieber bestimmen lässt. Zu beachten ist, dass die Wandung zumeist schräg steht und daher nicht direkt gemessen werden kann. Zum Maßnehmen muss der Messschieber gerade gehalten werden, wodurch er in den meisten Fällen innen im unteren Bereich anliegt und außen an der oberen Kante (Bild 2).

Wird ein sehr langer Fräser genutzt, kann dieser dem gemessenen Maß (zur Sicherheit etwas größer) entsprechen. In vielen Fällen besitzen schmale Fräser jedoch nur im unteren Bereich einen kleinen Durchmesser, sodass nur begrenzt eingetaucht werden kann. Daher ist es empfehlenswert, einen Fräserdurchmesser zu nutzen, der mindestens dem Schaftdurchmesser des Fräsers entspricht. Etwas größer bietet er natürlich mehr Spielraum und schleift auch bei voller Eintauchtiefe nicht am oberen Rand. Da nur der äußere Rand der Fräsung entscheidend ist, spielt der Fräserdurchmesser nur eine untergeordnete Rolle.

Schritt 3 – Anschläge und Führung zum Fräsen einrichten

Sind alle Maße angerissen und ist die Oberfräse vorbereitet, können die Nuten gefräst werden. Das einrichten der Anschläge ist zwar etwas aufwändig, sorgt aber für ein sauberes Fräsergebnis.

  1. Zur leichteren Einstellung wird im ersten Schritt der Abstand des Fräsers zur Führungskante gemessen.
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    1. Abstand messen
  2. Mit dem gemessenen Maß kann nachfolgend die Führungsschiene (Wasserwaage, Richtscheit oder gerade Holzleiste) auf die Arbeitsplatte gespannt werden.
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    2. Führung einstellen
  3. Um seitlich nicht zu weit zu fräsen, sollten auch hier Anschläge angebracht werden. Da diese nur als Anschlag und nicht als Führung dienen, müssen sie nicht gerade sein und es kann verwendet werden, was gerade griffbereit ist.
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    3. Anschläge ausrichten
  4. Bei der Kontrolle der Anschlagposition ist es wichtig, die Fräserschneiden in Richtung des Anschlages zu drehen, da sie später die äußere Fräskante bilden.
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    4. Fräserstellung beachten

Schritt 4 – Rahmen fräsen

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Entlang der Führung fräsen

Schrittweise kann nun die erste Nut gefräst werden. Optimal ist hierbei natürlich eine Absaugung, da sich gerade in der schmalen und tiefen Nut viele Späne ansammeln, die nicht entweichen können.

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Anschläge begrenzen die Nut

Reicht der Hub der Oberfräse nur knapp aus und muss für die letzten Durchgänge die Absaugung entfernt werden, ist eine dritte Hand hilfreich, die den Saugschlauch manuell führt und so für eine spanfreie Arbeitsfläche sorgt.

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Stets eine Führung einrichten

Etwas aufwändig ist sicherlich das Ausrichten der Führung und Anschläge für jede einzelne Seite und erst recht, für den Absatz an der hinteren Fläche. Jedoch werden nur so alle Nuten gerade und der Frästisch sitzt anschließend exakt in der gewünschten Position. Die Frästiefe sollte etwa 1 mm tiefer als der Frästisch sein. Komplett lässt er sich jetzt jedoch noch nicht versenken, da Streben unterhalb des Tisches noch auf der Arbeitsplatte aufliegen.

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Fertig gefräst
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Platzbedarf ausmessen

Schritt 5 – Ausschnitt sägen und restliche Fläche absenken

Ehe der restliche Bereich abgefräst wird, um Platz für die Verstrebungen unterhalb des Frästisches zu schaffen, wird der benötigte Platz zum Einsetzen der Oberfräse ausgesägt.

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Ausschnitt anzeichnen

Hierzu wird der Frästisch umgedreht und ausgemessen.

  • Welche Bohrungen werden weiterhin benötigt?
  • Welchen Platz nimmt die Befestigung der Oberfräse in Anspruch?
  • Wo besteht Bedarf an Bewegungsfreiheit?
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Nach Anriss aussägen

Zur Sicherheit sollte die Oberfräse, welche später unter dem Frästisch ihre Arbeit verrichten soll, kurz positioniert und leicht befestigt werden. Jetzt lässt sich vom Rand ausmessen, welcher Platz benötigt wird.

Im Prinzip kann hier sehr großzügig gearbeitet werden und fast der gesamte Bereich unter dem Frästisch ausgeschnitten werden. Jedes ausgesägte Stück bedeutet jedoch auch Verlust an Stabilität. Daher sollte ein gesunder Mittelweg zwischen Platzbedarf und Stabilität gefunden werden.

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Oberfläche absenken

Mit der Stichsäge wird anschließend der angezeichnete Bereich ausgesägt und es kann begonnen werden, die restliche Oberfläche mit der Oberfräse abzutragen. Die Tiefe bestimmen die Stege unterhalb des Frästisches.

Eine besondere Sorgfalt, exaktes Arbeiten oder Führungsschienen werden nicht benötigt, da es sich nur um eine Freifräsung handelt, die innen ausläuft und außen durch die vorhandene Nut begrenzt wird.

Schritt 6 – Frästisch einsetzen und mit Silikon verkleben

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Großzügig Silikon einbringen

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und der Frästisch kann nach einem Test endgültig in die Arbeitsplatte eingesetzt werden.

  1. Für einen sicheren Halt wird der Frästisch mit Silikon oder Montagekleber in die Arbeitsplatte geklebt. Hierfür wird eine dicke Spur Silikon in die gefräste Nut gelegt. Die Spur sollte mindestens 5 mm dick sein, damit der Frästisch nicht von alleine zu tief versinkt. Das Ausrichten des Frästisches kann mit einem Winkel oder einer geraden Schiene erfolgen, mit der der Frästisch so tief eingedrückt wird, bis die Schiene links und rechts auf dem Holz der Arbeitsplatte aufliegt. Hierbei den Frästisch nie zu tief drücken, da er nur schwer wieder angehoben werden kann.
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    Arbeitsplatte mit Frästisch umdrehen und beschweren
  2. Ein besonders gleichmäßiges Ergebnis wird erreicht, wenn die Arbeitsplatte anschließend mit dem eingesetzten Frästisch umgedreht und auf auf eine gerade Fläche gelegt wird. Anschließend wird die Arbeitsplatte mit Schraubzwingen auf den Untergrund gepresst und der eingesetzte Frästisch von unten beschwert, damit auch dieser plan auf dem Untergrund aufliegt. Vorteilhaft ist es, so viele Punkte wie möglich, gleichmäßig zu belasten.

Schritt 7 – Frästisch mit 2K-Spachtelmasse spachteln und Unebenheiten beseitigen

Nach einer ausgiebigen Trocknungszeit – optimal über Nacht oder 12 Stunden – kann der neue Frästisch angehoben und weiter bearbeitet werden. Ist der Frästisch von guter Qualität und absolut plan, könnte bereits jetzt die Arbeit abgeschlossen sein.

  1. Für einen guten Übergang zwischen Arbeitsplatte und Frästisch würde es reichen, den Rand des Frästisches zu spachteln. Sitzt dieser sehr passgenau, kann sogar darauf verzichtet werden. Das gekaufte Model erwies sich jedoch von minderer Qualität. Während der Rand passgenau dieselbe Höhe, wie die Arbeitsplatte hinwies, fiel der Tisch in sich mittig um etwa 2 mm ab.
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    1. Frästisch fertig eingeklebt
  2. Um die Unebenheit auszugleichen, wurden alle später benötigten Löcher von unten mit Klebeband versehen, die Fräse eingesetzt, um späteres verziehen zu vermeiden und die gesamte Fläche gespachtelt. Genutzt wird hierfür 2K-Spachtel, der in jedem Baumarkt oder auf Amazon erhältlich ist. Der Preis für eine 1 kg Dose liegt bei etwa 10 €. Zum Aufziehen der Spachtelmasse wird eine gerade Schiene (Winkel) verwendet, die links und rechts auf der Arbeitsplatte aufliegt. So wird eine fast ebene Fläche erreicht. Kleine Unebenheiten und Löcher können an diesem Punkt noch vernachlässigt werden.
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    2. Spachtelmasse großflächig aufziehen
  3. Nach der Trocknungszeit (je nach Raumtemperatur zwischen 10 Minuten und einer Stunde), kann die Fläche das erste mal geschliffen werden. Hierbei wird der Schwingschleifer leicht auf der Arbeitsplatte aufgesetzt und rundherum nach innen in die Spachtelmasse gearbeitet.
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    3. Spachtelmasse schleifen
  4. Die Prüfung mit dem Winkel zeigt, dass die Spachtelmasse beim Trocknen ein wenig einfällt. Das ist normal und erfordert eine Wiederholung der Vorgänge von Spachteln und Schleifen.
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    4. Prüfen mit dem Winkel
  5. Der Auftrag der zweiten und eventuellen dritten oder vierten Spachtelschicht erfolgt mit einem breiten und flexiblen Japan-Spachtel. Da die gesamte Fläche bereits relativ gerade sein sollte, müssen nur noch Unebenheiten ausgeglichen werden.
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    5. Unebenheiten spachteln
  6. Mit der fertig gespachtelten und geschliffenen Fläche, wird die Unebenheit des gekauften Frästisches deutlich. Am Rand sind die Aluminiumstreben sichtbar und mittig komplett mit Spachtelmasse überzogen.
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    6. Fertig geschliffen

Schritt 8 – gespachtelte Löcher aufbohren

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Löcher von unten vorbohren

Die mit Spachtemasse verschlossenen Löcher müssen nach einer guten Trocknung wieder aufgebohrt werden, wobei sehr vorsichtig vorgegangen werden muss, um ein Ausplatzen der Ränder zu vermeiden.

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Fräsloch aufarbeiten

Gut eignet sich ein Holzbohrer, der von der Sichtfläche aus angesetzt wird. Dieser besitzt eine Zentrierspitze und äußere Schneiden, die den Durchmesser sauber anreißen und ausbohren. Da die benötigten Löcher von oben jedoch nicht sichtbar sind, werden sie im ersten Schritt von unten mit einem dünnen Bohrer vorgebohrt.

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Den größten Fräser einsetzen

Dieser sollte nicht größer als die Zentrierspitze des Holzbohrers sein. Wird das Loch so von unten gekennzeichnet (Bild 1), kann es anschließend von oben mit dem Holzbohrer auf das fertige Maß gebracht werden.

Auch beim Ausbohren der Fräsöffnung sollte sehr vorsichtig vorgegangen werden. Da die Fläche komplett gespachtelt wurde, sind die Reduzierringe später nicht mehr austauschbar und die Spachtelmasse bildet den fertigen Abschluss.

Mit der eingebauten Fräse lässt sich das Fräsloch jedoch langsam, mit immer größeren Fräsern sehr gleichmäßig aufbohren. Als letztes wird der größte vorhandene Fräser genutzt und das Fräsloch auf Maß gebracht.

Mit dem Abschluss der Arbeit ist der Frästisch einsatzbereit und kann bereits genutzt werden.

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Einsatzbereiter Frästisch

 

Schritt 9 – Oberfläche mit Lack oder Klebefolie beschichten

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Gespachtelte Fläche unbedingt grundieren

Zwar ist der Frästisch so weit fertig und nutzbar, sieht jedoch nicht sehr ansprechend aus. Für eine ansprechende Optik kann abschließend noch eine Beschichtung nach eigenen Vorstellungen erfolgen. Diese kann aus Lackfarbe oder Klebefolie bestehen.

Wichtig ist bei beiden Varianten, dass der Untergrund mit einem Haftgrund beschichtet wird. Zwar fühlt sich die Oberfläche sehr glatt an, Klebefolie hält jedoch nicht. Mittels einem Stück Klebeband lasst sich das sehr leicht prüfen. Dieses lässt sich ohne spürbaren Widerstand wieder abziehen.

Da die Oberflächenbearbeitung nach eigenen Vorstellungen erfolgen kann, beschränken wir uns auf das gezeigte Beispiel mit Klebefolie.

In einer weiteren Bauanleitung folgt der Einbau des Fräserlifts mittels Hubmotor (Linearmotor, Axialmotor).

 

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Kommentare
  • super anleitung - macht echt spass
    Max Mustermann 11.05.2017 11:53:50 antworten
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