Kaufberatung zum Rückfahrkamera Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Blickwinkel ist ein entscheidender Faktor, der zeigt, wie zuverlässig und sicher eine Rückfahrkamera ist. Je größer der Winkel ist, in dem die Kamera etwaige Hindernisse erfassen kann, desto sicherer ist die Rückfahrkamera.
  • Nutzer raten in diversen Rückfahrkamera-Tests im Internet dazu, auf diese Kaufkriterien zu achten: Das Display sollte 3,5 bis 7 Zoll haben und mindestens eine Auflösung von 320 x 240 Pixel. Wifi sorgt für eine stabile Übertragung per Funk; Bluetooth funktioniert mit Einschränkungen.
  • Besonders komfortabel sind Rückfahrkameras, die über eine Nachtsichtfunktion verfügen und die Distanz zum Hindernis möglichst eindeutig angeben, ohne dass dies den Fahrer irritiert.

rueckfahrkamera-test

Viele Autofahrer haben so ihre Probleme beim Rückwärtsfahren. Insbesondere wenn das Auto sehr groß ist, wie beispielsweise ein Mini-Van oder ein SUV. Dann fällt es mitunter schwer, Entfernungen hinten am Auto und beim Rückwärtsfahren richtig einzuschätzen. Nur der Schulterblick ist dabei meistens nicht ausreichend. Hier sind Rückfahrkameras eine große Hilfe. Moderne Fahrzeuge haben die Rückfahrkamera als Sonderausstattung eingebaut. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein Fahrzeug mit einer Rückfahrkamera nachzurüsten. Das nachträgliche Einbauen einer Rückfahrkamera gestaltet sich besonders einfach, wenn die Rückfahrkamera kabellos ist. Mit einer guten Kamera lassen sich Unfälle beim Parken oder Rückwärtsfahren vermeiden.

In diversen Rückfahrkamera-Tests im Internet zählen Nutzer folgende relevante Kriterien auf, die zu überprüfen sind, bevor Sie eine Rückfahrkamera kaufen: den Kamerasichtwinkel in Grad, die Übertragung in Ghz, die Auflösung in Pixel, das Prüfzeichen, die Warnsignal-Lautstärke, den Einbauort sowie Maße (Größe in cm, Gewicht in g), Farbe und Preis in Euro. Auf welche Daten es dabei zu achten gilt, hat die Redaktion von Heimwerker.de in der folgenden Kaufberatung 2021 für Sie zusammengefasst.

1. Welche Arten von Rückfahrkameras werden in Tests im Internet unterschieden?

Grundsätzlich wird in der Kategorie der Rückfahrkameras in zwei Varianten unterschieden – in kabelgebundene Geräte und kabellose. Das unterscheidet die Modelle:

Rückfahrkamera-Typ Eigenschaften
Batteriebetriebene Funk-Rückfahrkamera

rueckfahrkamera-kabellos

  • Anschließen der Rückfahrkamera ist sehr einfach
  • kein Kabel notwendig
  • für alle Fahrzeuge geeignet
  • einige Modelle übertragen das Signal über weite Distanzen
  • Datenübertragung erfolgt bei den meisten Modellen mit 2,4 Ghz
Kabelgebundene Rückfahrkamera

rueckfahrkamera-mit-monitor

  • Einbau für Laien schwierig
  • hohe Anschaffungskosten
  • braucht weder Akkus noch Batterien und ist daher immer einsatzbereit

Wer ungeübt bei Nachrüstarbeiten im Fahrzeug ist, kann sich eine Funk-Rückfahrkamera anschaffen. Allerdings sollten im Vorfeld diverse Tipps aus Rückfahrkamera-Tests im Internet berücksichtigt werden. Beim Kauf einer kabellosen Rückfahrkamera sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Reichweite für die Fahrzeuglänge geeignet ist. Bei großen Autos ist es empfehlenswert, eine Rückfahrkamera für Wohnmobile zu kaufen. Sie hat eine größere Reichweite.

Das sind die Vor- und Nachteile einer Funk-Rückfahrkamera im Überblick:

    Vorteile
  • lässt sich sehr einfach installieren
  • eignet sich für Wohnwagen, LKWs und Autos
  • ist auch als Rückfahrkamera für Anhänger geeignet
    Nachteile
  • Funkverbindung kann störanfällig sein
  • bei den günstigeren Modellen ist die Reichweite mangelhaft
  • teuer

Wichtiger Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Bei Funk-Rückfahrkameras kann es passieren, dass das übertragene Bild einfriert. Deshalb ist in jedem Fall der zusätzliche Schulterblick obligatorisch. Auch die Stiftung Warentest warnt nachdrücklich, statt einen Rückfahrkamera-Testsieger auszuloben. Auch wenn die beste Rückfahrkamera verbaut wird, entbinde diese Technik nicht vom Hinsehen, heißt es seitens der Verbraucherschützer.

2. Worauf ist beim Kauf einer Rückfahrkamera zu achten?

Wer sich eine Rückfahrkamera für sein Auto kauft, sollte nicht nur den Aufnahmewinkel oder die Verbindung mit dem Ausgabegerät bedenken. Es gibt noch weitere wichtige Kriterien.

  • rueckfahrkamera-mit-monitor

    Die Displaygröße hat einen entscheidenden Einfluss auf die Übersicht hinter dem Fahrzeug. Ein Display sollte zwischen 3,5 und 7 Zoll in der Diagonale messen.

    Mit der IP-Schutzklasse geben die Hersteller an, wie gut ein Gerät geschützt ist gegenüber äußeren Einflüssen. Die erste Ziffer gibt Auskunft über den Schutz gegen Staub, die zweite über den Schutz gegen Wasser. Je höher die Zahl ist, umso besser ist der Schutz. Die meisten Kameras haben die Schutzklasse IP 68. Das bedeutet, dass sie in hohem Maß Schutz gegen Staub bieten und bis zu einer halben Stunde in 1 m tiefem Wasser noch vollfunktionsfähig bleiben.

  • Rückfahrkameras sind ständig der Witterung und damit auch Temperaturschwankungen ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass sie sowohl bei großer Hitze wie auch bei starker Kälte einwandfrei funktionieren. Robuste Kameras halten einem Temperaturbereich von -25 bis +60 °C Stand, ohne sich zu verformen oder aus dem Gehäuse zu fallen.
  • Die Größenangabe für Displays von Rückfahrkameras erfolgt in Zoll und gibt die Länge der Bildschirmdiagonale an. Allerdings nutzt ein großes Display überhaupt nichts, wenn die Bildschirmauflösung nicht darauf abgestimmt ist. Die meisten Displays sind zwischen 3,5 und 7 Zoll groß. Wichtig ist, dass die Auflösung zur Monitorgröße passt. Sie sollte mindestens 320 x 240 Pixel betragen. Im besten Fall sind die Aufnahmen in Farbe.

2.1. Was bedeutet der Kamerasichtwinkel, der in Grad angegeben ist?

Prüfzeichen

Hat die Kamera kein ECE-Prüfzeichen, kann es zu Problemen mit dem TÜV kommen.

Der Kamerasichtwinkel beeinflusst, was tatsächlich auf dem Bildschirm zu sehen ist. Für eine normale Rückfahrkamera sind 120° ausreichend. Doch ein größerer Winkel hat eine bessere Sicht zur Folge, weshalb Kameras mit einem Winkel von 160 bis 170° zu bevorzugen sind. Das gilt ganz besonders für große Fahrzeuge, beispielsweise bei einer Rückfahrkamera für die Landwirtschaft.

Ausgehend von einem Auto mit einer Breite von 180 cm, ist der Zusammenhang zwischen Aufnahmewinkel und Entfernung zur Kamera für ein vollständiges Bild in der folgenden Tabelle dargestellt:

Aufnahmewinkel Entfernung zur Kamera
90° 90 cm
100° 76 cm
110° 63 cm
120° 52 cm
130° 42 cm
140° 33 cm
150° 24 cm
160° 16 cm
170° 8 cm

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Aus den Daten der Tabelle lässt sich leicht herauslesen, warum ein größerer Kamerawinkel vorteilhaft ist. Die Kamera erfasst damit einen viel größeren Bereich, kann ganz nah am Objekt sein und bildet dennoch ein vollständiges Bild ab.

2.2. Wie ist die Stromversorgung der Rückfahrkameras und wie funktioniert die Datenübertragung?

Die kabellosen Rückfahrkameras funktionieren mit Batterien oder Akkus. Einige Rückfahrkameras funktionieren mit Solar. Diese Solar-Rückfahrkameras haben Solarmodule, mit denen sich die Akkus selbst aufladen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, diese Geräte mit einem USB-Kabel aufzuladen.

rueckfahrkamera-wohnmobil

Achtung: Hier besteht Verwechslungsgefahr! Eine Rückfahrkamera ist keine Parkhilfe, die die Lücke automatisch erkennt und darin einparkt.

Die kabelgebundenen Versionen werden normalerweise an das Rücklicht des Fahrzeugs angeschlossen. Damit es hier nicht zu Beeinträchtigungen der Rücklichter kommt, ist es wichtig, dass ein Fachmann die Installation vornimmt.

Damit die Daten per Funk übertragen werden können, sind die Rückfahrkameras mit Bluetooth ausgestattet oder sie besitzen WiFi. Bei der Rückfahrkamera mit Bluetooth ist es wichtig zu wissen, dass die Reichweite nicht sehr hoch ist. Zudem können Hindernisse im Auto die Rückfahrkamera mit Bluetooth beeinträchtigen.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Manchmal ist einfach kein Platz für einen zusätzlichen Monitor, beispielsweise in Landmaschinen. Hier kann eine Wifi-Rückfahrkamera eine Lösung sein. Sie überträgt die Daten an ein Smartphone, das dann als Monitor dienen kann. Diese Rückfahrkamera ist ans Handy gekoppelt. Hier gibt es Rückfahrkameras für Android und auch Rückfahrkameras für das iPhone.

2.3. Was kostet eine Rückfahrkamera?

Für eine Funk-Rückfahrkamera müssen Sie zwischen 70 und 270 Euro einkalkulieren. Allerdings sollte nicht ausschließlich der Preis die Kaufentscheidung beeinflussen. Auch die Produkteigenschaften sind sehr wichtig. Deshalb raten wir Ihnen davon ab, günstige Rückfahrkameras bei Aldi oder Lidl zu kaufen. Prüfen Sie besser ausgiebig, welche technischen Daten das Gerät hat und ob es Ihren Vorstellungen entspricht.
Rückfahrkameras gibt es von vielen verschiedenen Herstellern, teilweise verbergen sich hinter den Marken bekannte Hersteller. Sehr beliebt sind Rückfahrkameras von Alpine, Eufab, Kenwood, Pioneer und Zenec.

rueckfahrkamera-einbauen

Eine Rückfahrkamera erleichtert das Einparken deutlich. Dennoch gilt: Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Technik. Der Schulterblick ist nach wie vor Pflicht.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Rückfahrkamera-Vergleich

3.1. Was ist eine akustische Einparkhilfe?

Zusätzlich zur Rückfahrkamera gibt es akustische Einparkhilfen, die mit Entfernungssensoren funktionieren. Sie befinden sich an der Stoßstange und geben ein Warnsignal ab, wenn das Auto auf ein Hindernis zufährt. Die Pieptöne sind unterschiedlich lang und unterschiedlich laut, je nach Entfernung zum Hindernis. Eine Kombination aus Warnsignal und Rückfahrkamera ist ideal.

3.2. Ist es sinnvoll eine Rückfahrkamera im Set zu kaufen?

Wenn es im Auto bereits einen Monitor gibt, ist der Kauf einer einzelnen Rückfahrkamera zu empfehlen. Doch bei einer Neueinrichtung ist ein Rückfahrkamera-Set ideal. Es besteht aus einer Rückfahrkamera mit Monitor und den notwendigen Anschlussmaterialien. So ist sichergestellt, dass die Geräte kompatibel sind. Wenn das Fahrzeug bereits einen Monitor besitzt, brauchen sie keine Rückfahrkamera mit Monitor zu kaufen. Die Kamera lässt sich mithilfe eines Adapters an den vorhandenen Monitor anschließen.

rueckfahrkamera-handy

Gibt es bereits einen Monitor im Fahrzeug, ist es meist möglich, lediglich die Rückfahrkamera anzustecken. Achten Sie darauf, dass die Hersteller kompatibel sind.

3.3. Wie groß ist der Montageaufwand für eine Rückfahrkamera?

Die Installation ist je nach Modell unterschiedlich aufwendig. Für die Selbstmontage eignen sich kabellose Geräte am besten. Der Einbau vom Fachmann kann im Preis variieren. Wie hoch er ausfällt, hängt vom Fahrzeugmodell und auch vom System der Kamera ab. Je nach Aufwand kostet die Nachrüstung ab circa 200 Euro. Ausgeklügelte Systeme sind meist teurer. Hier muss man schnell mal bis zu 500 Euro oder mehr berappen.

3.4. Wie funktioniert die Rückfahrkamera im Spiegel?

Es gibt Rückfahrkameras mit einem sogenannten Spiegelmonitor. Dabei ist der Monitor der Rückfahrkamera im Spiegel integriert. Viele Herstellern liefern bei dieser Variante einen neuen Rückspiegel mit, der dann den alten Spiegel ersetzt. Die Fläche des Spiegels dient dann zu 25 bis 50 Prozent als Monitor.

3.5. Sind Rückfahrkameras immer am Kennzeichenhalter befestigt?

Die meisten Rückfahrkameras sind am Kennzeichenhalter befestigt. Einige Modelle eignen sich für die Montage an der Stoßstange. Dabei ist die Kamera so klein, dass sie fast nicht auffällt.

3.6. Eignen sich Rückfahrkameras auch für Fahrten im Dunkeln?

Wer viel im Dunkeln unterwegs ist, sollte sich eine Rückfahrkamera kaufen, die auch im Dunkeln gute Aufnahmen macht und beispielsweise mit LED-Leuchten ausgestattet ist.

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