Kaufberatung zum Switch Test bzw. Vergleich 2019

  • Indem Sie einen Switch-Verteiler verwenden, können Sie Ihren WLAN-Router um zusätzliche LAN-Steckplätze ergänzen.
  • Viele Switch-Geräte verfügen über eine automatische Kabelerkennung und lassen sich daher auch von Laien einfach einrichten.
  • Für den Heimgebrauch ist ein einfacher, unmanaged Switch ohne eine große Vielfalt an individuellen Netzwerkeinstellungen ausreichend. Business-Nutzer werden sich jedoch für einen managed Switch inklusive vieler Konfigurationsmöglichkeiten samt der Fernwartung entscheiden.

switch-test

Ihr Router verfügt nicht über ausreichend Ports für Ihre LAN-Party? Sie wollen Ihren Fernseher, Ihren PC und Ihre Spielekonsole sowie weitere Geräte kabelgebunden mit Ihrem Internetnetzwerk connecten?

Dann kann Ihnen ein Switch sehr gute Dienste leisten, da Sie Ihren WLAN-Router auf diesem Weg um weitere LAN-Ports ergänzen. Dies ist beim Heimgebrauch sowie bei der Office-Nutzung von erheblichem Vorteil.

Benötigen Sie einen managed oder einen unmanaged Switch? Was ist überhaupt der Unterschied? Damit Sie auch als Technik-Laie den passenden Switch finden, steht die nachfolgende Kaufberatung mit vielen nützlichen Tipps für Sie bereit.

1. Switch: intelligentere Verteiler im Vergleich zu Hubs

Router und Switches auf einem Regal.
Mithilfe eines Switches fügen Sie Ihrem Router zusätzliche LAN-Steckplätze hinzu.

Bei einem Switch handelt es sich um ein Netzwerkgerät, welches die Verbindung zwischen verschiedenen Netzwerk-Elementen herstellt. In der Vergangenheit kamen die sogenannten Hubs zu diesem Zweck zum Einsatz.

Allerdings gehen Switches mit einem entscheidenden Vorteil einher, da sie quasi dazulernen. Denn von einem Hub aus werden die Daten überall im Netzwerk weitergeleitet, sodass es zu einem sehr großen, teilweise unnötigen Traffic-Volumen kommt.

Ein Switch kennt hingegen die Empfänger, die mit den verschiedenen Netzwerkanschlüssen gekoppelt sind. Das bedeutet, dass die jeweils adressierten Daten nur bei dem gewünschten Empfänger und nicht überall im Network ankommen.

Unnötiger Traffic, der das Netzwerk überlasten könnte, bleibt somit aus. Aus diesem Grund sind die Hub-Verteiler der Vergangenheit nur noch selten im Einsatz.

2. Managed oder unmanaged Switch?

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen einem managed und einem unmanaged Switch. Warum sich letzterer Gerätetyp für den Heimgebrauch und Durchschnittsnutzer besser eignet, dürfte anhand der nachfolgenden Informationen ersichtlich werden:

Switch-Typ Kurzbeschreibung

unmanaged

Unmanaged Switch.

  • günstiger in der Anschaffung als ein Modell mit Management
  • für den Hausgebrauch zu empfehlen
  • vielseitige Nutzungsmöglichkeiten: für VoIP-Telefonie und Streaming von Musik und Filmen
  • keine oder wenig individuelle Einstellungsmöglichkeiten und daher leichter zu bedienen
  • für LAN-Partys geeignet

managed

Managed Switch.

  • über Ihren Webbrowser unter der Switch-IP-Adresse aufrufbar
  • häufig mit mehr LAN-Ports für Unternehmen – wie zum Beispiel als 48-Port-Switch erhältlich
  • große Funktionsvielfalt von WLAN-Netzwerken bis hin zu einer automatischen DoS-Attacken-Erkennung

Demnach geht eine managed Switch nur dann mit zahlreichen Vorteilen einher, wenn Sie sich mit der Konfiguration dieser Geräte ausreichend auskennen. Die wichtigsten Vor- und Nachteile dieses Gerätetyps fasst die folgende Übersicht für Sie zusammen:

  • Fernwartung möglich
  • extrem viele Konfigurationsmöglichkeiten verfügbar
  • für größere Netzwerke, die in Unternehmen häufig im Einsatz sind, geeignet
  • höherer Preis als für einen unmanaged Switch
  • viel Fachwissen erforderlich, um alle Features auskosten zu können

3. Switch kaufen: vom Management bis zum Kensington Lock

Auf Heimwerker.de erfahren Sie, was diese Hardware alles mitbringen sollte. Beim Kauf der verschiedenen Switch-Geräte ist eine automatische Erkennung des Kabeltyps wünschenswert. Das erleichtert gerade Laien das Einrichten des Switches. Sind die benötigten Kabel mit dabei, können Sie sofort starten.

Eine Wandhalterung ist beim Kauf wünschenswert. Somit lässt sich Ihr WLAN-Switch platzsparend verstauen, während die erforderliche Luftzirkulation sichergestellt ist. In Kombination mit einem Kabelkanal sorgt solch eine Halterung für mehr Ordnung in Ihrem Büro.

Power over Ethernet für weniger Kabelsalat

Power over Ethernet (PoE) bedeutet, dass das Gerät, welches mittels eines Ethernet-Kabels angeschlossen wird, seine Stromversorgung über dieses Kabel bezieht. Somit ist kein zusätzlicher Steckdosen-Steckplatz erforderlich. Bei vielen Switches funktioniert die Stromversorgung auf genau diese Art und Weise, was für weniger Kabelsalat sorgt.

Mindestens ebenso wichtig: die Anzahl der Anschlüsse. Ob Sie Ihre Spielekonsole von Nintendo, Ihren Fernseher, Ihren PC oder weitere Geräte mit dem Switch koppeln wollen, stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass die Kombination aus Switch und Router über genügend WLAN-Ports verfügt. Das ist vor allem bei der Office-Nutzung entscheidend.

Zwischen fünf und acht Buchsen sollten für den Heimgebrauch ausreichend sein. Allerdings gilt es zu bedenken, dass einer dieser Anschlüsse im Switch-Netzwerk für die Verbindung zwischen Switch und Router von Nöten ist. Bei einem Internet-Switch mit fünf Ports gewinnen Sie demnach nur vier Ports zur freien Nutzung hinzu.

Umweltbewusste User achten zudem auf den Stromverbrauch ihres neuen Switches. Ein PoE-Switch hat sich als eine stromsparende Alternative im Vergleich zu einem 8-Port-Switch oder einem 16-Port-Switch mit Kabel herausgestellt. Falls ein Switch-Ladekabel bei Ihrem Gerät dabei ist, lohnt ein Blick auf die Kabellänge, die möglichst lang bemessen sein sollte.

Inwiefern ein Management bei Ihrem Switch-Netzwerk möglich ist, ist immer dann, wenn ein Switch gebraucht wird, ebenso von Bedeutung. Ob Sie sich für einen Media-Markt-Switch oder ein Gerät einer anderen Marke mit jeder Menge anderem Switch-Zubehör entscheiden, diese Management-Funktionen sind denkbar:

  • Port-Mirroring
  • RADIUS-Authentifizierung
  • Port-Sperrung
  • Bandbreitenbeschränkung
  • DoS-Erkennung
  • MAC-Adress-Filterung

Diese Features sind im Heimgebrauch nur für fortgeschrittene Anwender von Bedeutung. Das Port-Mirroring ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie sich für eine Überwachung und Analyse des WLAN-Switch-Netzwerks interessieren. Die RADIUS-Authentifizierung dient dazu, einzelnen Nutzern spezifische Rechte zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzlich lassen sich bei vielen Switch-in-C-Geräten virtuelle Unternetzwerke einrichten. Für einen derartigen Media-Markt-Switch werden sich nur fortgeschrittene Anwender entscheiden. Dass ein Switch gebraucht wird, der über ein Kensington Lock verfügt, ist häufiger der Fall.

Achtung: Falls Sie Ihren Switch auch in öffentlichen Einrichtungen nutzen möchten, ist ein Kensington Lock unerlässlich. Hierbei handelt es sich um eine gängige Schlossart, die bei öffentlich genutzten Beamern sowie Notebooks oft im Einsatz ist.

Gestapelte Switches.
Viele Switch-Geräte verfügen über eine automatische Kabelerkennung.

Im Sinne eines möglichst hohen Anwenderkomforts sollte Ihr Bluetooth-Switch in der Kategorie „LED-Information“ ebenfalls überzeugen. Damit sind die LED-Lämpchen an Ihrem Switch gemeint, die Ihnen zum Beispiel über diese wichtigen Details Auskunft geben:

  • Modus
  • Verbindungsgeschwindigkeit

Das Abspielen von Filmen wird im Übrigen von einem Gigabit-Switch unterstützt. Die hohe Bandbreite dieser Switches bietet sich außerdem für das Streamen oder den Transfer großer Datenmengen an.

Damit Ihnen Ihr Switch über einen möglichst langen Zeitraum gute Dienste leistet, stellt sich auch die Frage, wie das Firmware-Update bei diesem Gerät erfolgt. Zum Teil kommt eine Switch-App zum Einsatz.

Der Verzicht auf eine Switch-App ist möglich, wenn das Gerät anstatt dessen auf eine Switch-SD-Karte setzt. Bei einem Switch mit SD-Karte können Sie die neue Firmware somit einfach auf dieses Switch-Zubehör aufspielen.

Von einem mitgelieferten Switch-LAN-Adapter über die Größe und Abmessungen des Switches bis hin zu dessen Gewicht zählen auch diese Kaufkriterien. Sofern Ihnen acht oder 16 Ports nicht ausreichen, bieten sich stapelbare Switches an. Somit haben Sie die Möglichkeit, die kompakten Geräte platzsparend zu stapeln, um mehr Ports auf kleinem Raum dazuzugewinnen.

4. Sicherheitstipps: für eine funktionierende Luftzirkulation sorgen

Bevor Sie Ihren Favoriten aus Ihrem persönlichen LAN-Switch-Test bei sich zuhause aufstellen, gilt es, den Aufstellungsort mit Bedacht auszuwählen. Sowohl Ihr Switch als auch Ihr DSL-Router verfügt über Lüftungsschlitze. Stellen Sie sicher, dass diese Schlitze nicht blockiert oder abgedeckt werden.

Eine funktionierende Luftzirkulation ist ein Muss, damit die Geräte nicht überhitzen. Nur so kann eine möglichst hohe Langlebigkeit sichergestellt werden. Wenn Ihr Switch überhitzt, wirkt sich dies negativ auf die Übertragungsrate aus, die sich reduziert.

Ebenso tun Sie gut daran, sich nur dann für einen managed Switch zu entscheiden, wenn Sie das entsprechende Know-how mitbringen. Wenn Sie bei solch einem Switch nicht wissen, was Sie tun, wählen Sie allzu leicht falsche Einstellungen für Ihren Anwendungszweck aus.

5. Switch-Test: Überblick über die führenden Hersteller

Welche Switches im Test Ihrer Meinung nach besonders gut abschneiden, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen inklusive der Anzahl der benötigten LAN-Ports ab. Bevor Sie einen Switch günstig kaufen, können Sie sich hier einen Überblick über die verfügbare Topmarkenvielfalt verschaffen:

  • Netgear
  • D-Link
  • TP-Link
  • Zyxel
  • Ubiquiti
  • ASUS
  • Digitus

6. Switch-Vergleich unabhängiger Prüfinstitute

Auf der Suche nach einem neuen Switch-Hub interessiert Sie mit Sicherheit nicht nur die Kaufberatung 2019 auf Heimwerker.de. Wer als Verbraucher bestens informiert einkaufen will, wird sich für die Switch-Testsieger der Stiftung Warentest sowie von Öko-Test interessieren. Leider haben beide unabhängige Testinstitute den Titel „Bester Switch“ bisher nicht vergehen, sodass Sie am besten Ihren eigenen Switch-Test anhand der Informationen auf Heimwerker.de durchführen.

7. Wichtige Fragen und Antworten zum Thema Switches

7.1. Wie Switch an Router anschließen?

Switch mit mehreren LAN-Anschlüssen.
Ein unmanaged Switch eignet sich für Privathaushalte, ein managed Switch für Business-Nutzer.

Für welche Marke Sie sich auch bei Ihrem Switch entschieden haben, Sie sollten Ihren Smart Switch über ein Kabel auch als Laie einfach mit Ihrem Router verbinden können. Das benötigte Kabel heißt Patchkabel.

Ein Ende des Kabels stecken Sie in einen beliebigen Port Ihres DSL-Routers. Das andere Ende gehört in den LAN- oder Ethernet-Port Ihres Switch-Modells. Mehr müssen Sie nicht tun, da Ihr Switch den Router automatisch erkennt und das DSL-Signal bei allen seinen Ports für Ihre verschiedenen Geräte zur Verfügung stellt.

7.2. Wie funktioniert ein LAN-Switch?

Ein Switch setzt sich aus mehreren Ethernet-Ports, die auch als LAN-Ports bekannt sind, zusammen. Zwischen vier und 48 Ports kann die Anzahl der LAN-Ports abhängig von dem jeweiligen Switch-Typ variieren.

Dabei funktioniert ein Switch wie eine Art Verteiler. Sie schließen den Switch an Ihren Router an. Anschließend kann das Signal vom Router auf eine größere Anzahl an LAN-Ports übertragen werden, als dies bei Ihrem bisherigen Router möglich war.

Der Port für die Kopplung mit Ihrem DSL-Router ist als Uplink-Port bekannt und verfügt über eine spezielle Kennzeichnung. Bei vielen Geräten ist eine Auto-Uplink-Funktion vorhanden. Das bedeutet, dass Sie einen beliebigen Port für die Router-Verbindung nutzen können, während der LAN-Switch diesen Umstand automatisch erkennt.