Kaufberatung zum Atemschutzmaske FFP3 Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP3 verfügen über eine Gesamtleckage von maximal 5% und einem erforderlichen Schutz von mindestens 99% vor Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 ?m. Damit sind sie auch in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern.
  • Soll eine Atemschutzmaske der Schutzstufe FFP3 nur einmal eingesetzt werden, muss auf dieser Maske „FFP3 NR“ stehen. Wiederverwendbare FFP3-Atemschutzmasken (z.B. von 3M) sind hingegen mit „FFP3 R“ gekennzeichnet.
  • FFP3-Atemschutzmasken mit Filter-Ventil filtern ausschließlich die eingeatmete Luft. Die ausgeatmete Luft dringt hingegen ungefiltert nach außen.

atemschutzmaske-ffp3-test

Gerade in Zeiten von Corona sind immer mehr Verbraucher auf der Suche nach sicheren Atemschutzmasken. Diese filtern die Atemluft aus und sorgen dafür, dass auch feinste Partikel nicht in die Lunge geraten. Und auch am Arbeitsplatz kann es durchaus zu Situationen kommen, die sich schädlich auf Ihre Atemwege und somit auch auf Ihre Gesundheit auswirken können.

Laut einem Atemschutzmasken-FFP3-Test der Stiftung Warentest bieten Masken mit der Schutzklasse FFP3 den größtmöglichen Schutz vor Belastungen der Atemluft. In dieser Kaufberatung zum Heimwerker.de Atemschutzmasken-FFP3-Vergleich 2021 erhalten Sie wichtige Information. Beispielsweise, wann die Anschaffung einer Atemschutzmaske-FFP3 wirklich sinnvoll ist und auch auf welche Kriterien Sie dabei unbedingt achten müssen.

1. Welche unterschiedlichen Arten von Atemschutzmasken gibt es?

FFP3-Atemschutzmaske mit Filter

Partikel-filtrierende Halbmasken (FFP-Masken) gibt es in unterschiedlicher Ausstattung mit oder ohne Filter-Ventil.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen und medizinischen Schutzmasken. Letztere werden überwiegend von Ärzten und medizinischem Personal getragen, aber auch im Pflegebereich sind sie häufig anzutreffen.

Darüber hinaus existiert mit den filtrierenden Halbmasken noch eine dritte Gruppe, die vor allem als Sicherheitsausrüstung bei der Arbeit verwendet wird. Wie verschiedene Atemschutzmasken-FFP3-Tests im Internet zeigen, bieten diese auch den größtmöglichen Schutz vor dem Corona-Virus.

1.1. Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Masken)

Mund-Nasen-Bedeckungen bestehen für gewöhnlich aus handelsüblichen Stoffen und sind in erster Linie für den privaten Gebrauch im Alltag bestimmt. Neben einfache textilen Masken, für die es im Internet inzwischen auch zahlreiche DIY-Anleitungen gibt, erfreuen sich auch medizinische und nicht medizinische Einwegmasken großer Beliebtheit.

Diese bestehen zumeist aus einem Vliesgewebe und sind, wie der Name schon sagt, nur für den Einmalgebrauch bestimmt.

Heimwerker.de-Tipp: Im Gegensatz zu Einwegmasken können Sie selbst genähte Atemschutzmasken ganz einfach mit der Kochwäsche waschen und somit immer wieder verwenden.

Mund-Nasen-Bedeckungen schützen andere Menschen vor feinen Tröpfchen und Partikeln, die beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Ein Eigenschutz für den/die Träger/in konnte bisher nicht wissenschaftlich belegt werden. Daher können MNBs andere Schutzmaßnahmen (z.B. Hygiene und Abstandhalten) nicht ersetzen, sondern dienen ausschließlich als Ergänzung. Das Tragen einer Vollmaske oder eines Visiers sehen Experten jedoch nicht als gleichwertige Alternative zum Mund-Nasen-Schutz an.

Gibt es auch FFP3-Atemschutzmasken für Kinder?

Die meisten Atemschutzmasken eignen sich zwar aufgrund Ihrer Größe nur für Erwachsene, einige Hersteller haben sich aber auch auf FFP3-Atemschutzmasken für Kinder und sogar Babys spezialisiert. Diese filtrierenden Halbmasken bzw. Vollmasken sind speziell für das kleinere Gesichtsfeld von Kindern konzipiert und passen dadurch besser.

1.2. Partikel-filtrierende Halbmasken (FFP-Masken)

FFP-Masken liegen dicht am Gesicht an und filtern auch kleinste Tröpfchen, Partikel und Aerosole aus der Atemluft. Damit schützen Sie den Träger zuverlässig vor Viren. Sie sind als Varianten mit und ohne Filterventil verfügbar.

  • FFP3-Atemschutzmasken ohne Filter-Ventil sind zwar primär für den Eigenschutz ausgelegt. Da sie aber sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft filtern bieten sie überdies auch einen Fremdschutz. Diese Art der FFP3-Atemschutzmasken bietet den größten Virenschutz.
  • FFP3-Atemschutzmasken mit Filter-Ventil filtern lediglich die eingeatmete Luft und bieten daher keinen Fremdschutz, dafür aber einen höheren Tragekomfort. Sie sind ausschließlich für einige wenige Anwendungsgebiete im medizinischen Bereich vorgesehen.

FFP-Atemschutzmasken werden wiederum in drei Schutzklassen eingeteilt, die sich hauptsächlich durch in Hinblick auf die Gesamtleckage (Undichtigkeit) unterscheiden:

Art der Schutzklasse Beschreibung
FFP1
  • Masken vom Typ FFP1 besitzen eine Gesamtleckage von höchstens 25 Prozent und schützen vor ungiftigen, nicht-fibrogenen Stäuben. (Fibrogen = Krankhafte Schädigung des der Lunge durch Gewebeänderung).
  • Sie filtern 80% der Partikel in der Luft und sind für eine 4-fache Überschreitung des AGW (Arbeitsplatzgrenzwertes) zugelassen.
  • FFP1-Masken bieten jedoch keinen vollständigen Schutz gegen Bakterien, Viren oder andere schädliche Partikel (z.B. Pilzsporen) und eignen sich daher nur als gewöhnlicher Arbeitsschutz.
FFP2
  • Masken der Schutzklasse FFP2 besitzen eine Gesamtleckage von höchstens 11 Prozent und schützen vor Stäuben (fest und flüssig) sowie Partikeln.
  • Sie filtern mindestens 94% der Partikel in der Luft und sind sind für eine 10-fache Überschreitung des AGW (Arbeitsplatzgrenzwertes) zugelassen.
  • FFP2-Masken werden auch im medizinischen Bereich eingesetzt.
FFP3
  • Masken der Kategorie FFP3 besitzen eine Gesamtleckage von höchstens 5 Prozent und schützen vor giftigen Stäuben und gesundheitsgefährdenden Schadstoffen und Partikeln.
  • Sie filtern 99% der Partikel in der Luft und sind sind für eine bis zu 30-fache Überschreitung des AGW (Arbeitsplatzgrenzwertes) zugelassen.
  • FFP3-Atemschutzmasken schützen am Besten gegen Viren, Bakterien und Pilzsporen und sind auch in der Lage, giftige, krebserregende und radioaktive Partikel zu filtern. So können Sie sich beispielsweise auch bei der Arbeit mit Asbest durch eine FFP3-Atemschutzmaske schützen.

Hinweis: In § 3 der alten Gefahrstoffverordnung wurde die maximal zulässige Konzentration respektive Menge eines Stoffes (als Gas, Dampf oder Schwebstoff) in der Luft am Arbeitsplatz durch den sogenannten „MAK-Wert“ (Maximale Arbeitsplatz Konzentration) definiert. Mit dem Inkrafttreten der neuen Gefahrstoffverordnung am 1. Januar 2005 wurde der MAK-Wert durch den AGW (Arbeitsplatzgrenzwert) ersetzt.

Vor- und Nachteile von FFP3-Atemschutzmasken im Vergleich zur MNB

    Vorteile
  • besserer Schutz
  • langer haltbar (bis zu 8 Stunden, abhängig vom Einsatz)
  • filtert auch giftige, krebserregende und radioaktive Partikel
  • fester am Kopf justierbar
    Nachteile
  • deutlich teuer als einfacher Mund-Nasen-Schutz
  • FFP3-Atemschutzmasken mit Filter-Ventil funktionieren nur in eine Richtung
  • nicht faltbar
  • Apotheken führen FFP3-Atemschutzmasken in der Regel nicht

2. FFP3-Atemschutzmasken im Test: Wie werden die Partikel in einer FFP3-Atemschutzmaske gefiltert?

Atemschutzmaske-FFP3-Test: Verschiedene Schutzmasken

Im Gegensatz zu herkömmlichen Einwegmasken bestehen FFP3-Atemschutzmasken üblicherweise aus mehreren Lagen Filtermaterial.

Partikel-filtrierenden Atemschutzmasken schützen zwar vor Partikeln und Stäuben, nicht aber vor Gasen und Dämpfen. Die Testsieger der meisten FFP3-Atemschutzmasken-Tests im Internet bestehen aus mehreren Lagen Filtermaterial (und einem optionalen Ventil), die der Optik, Haptik, Formstabilität, Reißfestigkeit und natürlich zur Filterung dienen.

Eines der wichtigsten Kriterien ist dabei der Atemwiderstand, den der Träger beim Ein- und Ausatmen spürt und der ihn dabei hemmt. Um den Widerstand möglichst gering zu halten, muss das verwendetet Filtermaterial auf der einen Seite luftdurchlässig sein, auf der anderen die Partikel aber auch filtern. Zu diesem Zweck wird es mit einer elektrostatischen Ladung versehen, die dafür sorgt, dass auch kleinste Partikel daran haften bleiben.

Der Effekt lässt sich am besten am Beispiel eines Luftballons veranschaulichen: Reiben Sie diesen an einem Stück Stoff, so lädt er sich elektrostatisch auf. Bringen Sie ihn nun in die Nähe Ihres Kopfes, stehen Ihnen bereits im einem Abstand von mehreren Zentimetern „die Haare zu Berge“. Genau dieser Effekt sorgt dafür, dass die Atemluft bei einer FFP3-Atemschutzmaske durchströmen kann, während gleichzeitig Partikel, Tröpfchen oder Stäube hängenbleiben.

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Atemschutzmasken-FFP3 aus der Heimwerker.de-Redaktion

3.1. Welche Marken und Hersteller bieten FFP3-Atemschutzmasken an?

Zu den größten und bekanntesten Herstellern von FFP3-Atemschutzmasken gehören u.a.:

  • 3M
  • Dräger
  • Panther
  • MSA
  • DACH
  • Uvex
  • Nasum
  • Moldex

3.2. Schützen FFP3-Atemschutzmasken tatsächlich vor dem Corona-Virus?

Zum ausreichenden Schutz vor Covid-19 werden mindestens Masken der Schutzklasse FFP2 (nach europäischer Norm) bzw. N95 (nach amerikanischer Norm) empfohlen, auf Nummer sicher gehen Sie mit FFP3 bzw. N99. Laut dem RKI (Robert-Koch-Institut) sind die effektivsten und wichtigsten Maßnahmen aber weiterhin Selbstisolierung, Hygiene und die Einhaltung von Abstands-, Husten- und Niesregeln.

3.3. Wie setze ich eine FFP3-Atemschutzmaske richtig auf?

Der korrekte Sitz der Maske ist essenziell für den Schutz des Trägers. In der Regel finden Sie sowohl in der Gebrauchsanleitung als auch auf der Verpackung eine Anleitung zum korrekten Anlegen. Darüber hinaus gibt es im Internet eine ganze Reihe Video-Tutorials zu diesem Thema.

3.4. Woran erkenne ich, dass mit meiner FFP3-Atemschutzmaske alles in Ordnung ist?

FFP-Atemschutzmaske mit Covid-19-Test

Vorschriftsgemäße FFP3-Atemschutzmasken aus Deutschland sind durch eine DIN-Nummer, die Aufschluss über die Dichtigkeit gibt, und ein vierstelliges CE-Prüfzeichen gekennzeichnet.

Vorschriftsgemäße Masken sind durch zwei Zahlen gekennzeichnet:

  • Die DIN-Kennzeichnung EN 149:2009-08 stellt sicher, dass der Atemschutz eine ausreichend hohe Dichtigkeit aufweist, um ausreichend Partikel zu filtern, er zugleich aber auch durchlässig genug ist, damit Sie ohne große Anstrengung atmen können.
  • Das vierstellige CE-Prüfzeichen bestätigt, dass die Maske das zugehörigen Prüfverfahren durchlaufen hat und den geltenden Anforderungen gemäß EU-Verordnung entspricht.

3.5. Wo kann ich FFP3-Atemschutzmasken kaufen?

Erste Anlaufstelle für den Erwerb einer einfachen Atemschutzmaske ist in den meisten Fällen die örtliche bzw. eine der zahlreichen Online-Apotheken sein. Aber auch Drogerien (z.B. dm oder Rossmann) und Discounter wie ALDI oder LIDL führen den Mundschutz mittlerweile standardmäßig im Sortiment.

FFP3-Atemschutzmasken finden Sie in Apotheken allerdings eher selten, sondern müssen dafür in der Regel einen Baumarkt oder Fachhändler aufsuchen. Darüber hinaus finden Sie günstige FFP3-Atemschutzmasken auch bei Amazon. Beachten Sie aber, dass aufgrund der hohen Nachfrage auch bei FFP3-Atemschutzmasken aus Deutschland die Verfügbarkeit derzeit stark variieren kann.

3.6. Wann reichen FFP3-Atemschutzmasken nicht mehr aus?

FFP-Masken schützen zwar zuverlässig vor zahlreichen Gefahrenstoffen, dennoch sind auch die besten Atemschutzmasken-FFP3 nicht für jeden Einsatz geeignet. Beim Kontakt mit giftigen Gasen oder Dämpfen sollten Sie daher unbedingt einen Atemschutz mit einem Schraub- oder Steckfilter verwenden.

Eine entscheidende Rolle für die Wahl des richtigen Atemschutzes stellt auch der Sauerstoffgehalt der Luft am Einsatzort dar. Beträgt dieser weniger als 19,5% empfehlen Experten die Nutzung eines isolierenden Atemschutzes. Und auch bei wechselnden oder unklaren Einsatzbedingungen lohnt sich immer der Griff zu einer höherwertigen Schutzausrüstung.

3.7. Wie lange dürfen FFP3-Masken maximal getragen werden?

Laut Gefährdungsbeurteilung der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) soll die maximale Tragezeit eines Mund-Nasen-Schutzes maximal 2 Stunden mit einer anschließenden Mindesterholungsdauer von 30 Minuten betragen.

Bei einer FFP3-Maske ohne Ausatemventil beträgt die maximale Tragezeit 75 Minuten mit einer anschließenden Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

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