Kompass Vergleich 2019

Die besten Kompasse im Überblick.

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Kaufberatung zum Kompass Test bzw. Vergleich 2019

  • Auch in Zeiten von GPS ist ein Kompass ein sehr nützlicher Begleiter bei vielen Outdoor-Aktivitäten. Ob beim Wandern, Radfahren, Tauchen oder auf offener See: Kompass und Karte stellen eine sichere Orientierungshilfe dar.
  • Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Natur unterwegs ist, verwendet am besten einen Lineal- oder Spiegelkompass. Mit ihnen können Marschrichtung sowie Marschziel ermittelt werden. Um den Kompass gemeinsam mit einer Wanderkarte zu verwenden, sollte er über eine transparente Grundplatte mit Anlegekante verfügen.
  • Die Art der Nadellagerung und das verwendete Material haben Einfluss auf die Genauigkeit der Kompasse. Einfache Linealkompasse haben eine Abweichung zwischen 3° und 5°, Prismen-Peilkompasse hingegen höchstens eine Abweichung von einem halben Grad.

Kompass Test

Im Alltag haben wir uns daran gewöhnt, uns mithilfe verschiedener Navigationsgeräte zu unbekannten Zielen zu navigieren. Im Auto ist es das festverbaute Navi oder eine Navi-App auf dem Smartphone. Zu Fuß verwenden wir gern die Routen-Funktion von Google Maps.

Wenn wir uns jedoch in der Natur bewegen, sind Navi und App kaum geeignete Hilfsmittel. Sie sind ungenau und fehlerhaft, zudem benötigen sie eine Energiequelle, denn kein Akku hält ewig. Wer mit Kompass, Karte und Fernglas umzugehen weiß, ist outdoor und in unwegsamen Gelände schlicht im Vorteil.

1. Kompass und Karte: das Navigationssystem für Outdoor-Fans

Die Wiege des Kompasses steht in China
Die Geburtsstunde des Kompasses wird üblicherweise im 11. Jahrhundert verortet. Damals machten sich Chinesen das Erdmagnetfeld für die Navigation zunutze. Sie verwendeten dafür eine schwimmende Kompassnadel, die in die südliche Himmelsrichtung zeigte. Zur Zeit der Kreuzzüge waren die „nassen“ Kompasse bereits im Mittelmeerraum verbreitet. Bis dahin hatten sich Schiffsleute anhand der Gestirne, der Strömung und des Wellengangs auf dem Meer orientiert. Dem Franzosen Petrus Peregrinus de Maricourt gelang im 13. Jahrhundert schließlich die Erfindung des „trockenen“ Kompasses, bei dem die Nadel frei auf einem Stift gelagert ist und eine höhere Präzision erlaubte. Zahlreiche Verbesserungen folgten, unter anderem von Leonardo da Vinci.

Outdoor-Sport wie Wandern, Klettern, Angeln, Segeln oder Tauchen gewinnt stetig an Attraktivität. Doch wenn wir uns in der Natur bewegen, kommen wir nicht umhin, uns eine Ausrüstung zuzulegen. Das schließt nicht nur Kleidung, Schuhe und Rucksack ein, sondern auch ein geeignetes Navigationssystem. Kompass, Wanderkarte und Feldstecher – das klingt vielleicht zunächst etwas altmodisch, doch fernab von der Zivilisation sind sie die geeigneten Mittel, um sich zu orientieren. 

Welchen Kompass soll ich kaufen? Gute Frage, denn schon eine kurze Recherche zeigt: Kompasse gibt es in den verschiedensten Ausführungen, die je nach Ausstattung für ganz spezifische Anwendungsbereiche ausgelegt sind. Daher ist es gar nicht so einfach, den besten Kompass für sich ausfindig zu machen. Fragen Sie sich also als Erstes: Was habe ich eigentlich vor? Benötigen Sie einen funktionalen Marschkompass für eine Trekking-Tour durch die Sächsische Schweiz? Oder stellen Sie sich ein echtes Survival-Kit zusammen, auf das Sie sich auch im australischen Outback verlassen können? Oder muss es ein besonders witterungsbeständiger Bootskompass sein?

bootskompass
Ein guter Bootskompass befindet sich wind- und wassergeschützt unter einer Kuppel, ist von allen Seiten einsehbar und kann auch bei Schieflage des Bootes abgelesen werden.

Um im Kompass-Dschungel den Weg zum richtigen Produkt zu finden, haben wir Ihnen hier alle wichtigen Kaufkriterien zusammengestellt. Neben einem bewährten Kompass-Vergleich, erhalten Sie eine echte Kaufberatung. So verschaffen Sie sich in kürzester Zeit einen Überblick über die wichtigsten Kompass-Typen, -Hersteller und -Merkmale. Um die Ausrüstung zu komplettieren, empfehlen wir weitere Hilfsmittel wie topografische Kompass-Karten, Höhenmesser und ein gutes Weitsichtgerät.

2. Die gängigsten Kompass-Typen nach Bauart und Art der Richtungsbestimmung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kompasse voneinander zu unterscheiden. Die wohl wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind jedoch die Bauart sowie die Art der Richtungsbestimmung. Anhand derer können wir wiederum die bevorzugten Anwendungsgebiete ableiten, ob sich ein Kompass zum Beispiel zum Wandern, Tauchen oder für die Schifffahrt eignet. Wir können grob drei Kategorien festmachen.

2.1. Die Bestimmung der Himmelsrichtungen erfolgt anhand des Erdmagnetfelds, der Erdrotation oder des Sonnenstands

  1. Magnetkompass: Die bekannteste Kompass-Art ist der Magnetkompass. Seine Nadel richtet sich nach dem Magnetfeld der Erdoberfläche aus, wobei die Spitze der Nadel nach Norden weist. Je reibungsarmer die Nadel gelagert ist, desto schneller erfolgt die Ausrichtung. Etabliert sind Edelsteine wie Saphir.
  2. Kreiselkompass: Ein Kreiselkompass besteht aus einem horizontal aufgehängten Kreisel, der anhand der Erdrotation die Nord- und Südrichtung anzeigt. Da er sich an der Rotationsachse der Erde, nicht aber an ihrem Magnetfeld orientiert, zeigt er die astronomische Nordrichtung an. Die Einschwingdauer kann bis zu vier Stunden betragen, deshalb wird sie in erster Linie auf Schiffen sowie auf U-Booten eingesetzt.
  3. Sonnenkompass: Dort, wo Magnetkompasse aufgrund von starken Nadelablenkungen nicht angewendet werden können, zum Beispiel in der Nähe der Pole, kommen stattdessen häufig Sonnenkompasse zum Einsatz. Mithilfe des Sonnenstands ermitteln Reisende so Himmelrichtungen und Ortszeit.

Da wir in dem Kompass-Vergleich ausschließlich die besten Magnetkompasse miteinander vergleichen, finden Sie hier noch einmal die wichtigsten Magnetkompass-Typen in einer Übersicht:

Kompass-Typ Merkmale

Linealkompass  

Linealkompass

Geeignet für das zügige Ermitteln der Marschrichtung
Durch Anlegekante optimal zum Kartenlesen konzipiert
Kompakt und leicht
Optimaler Einsteiger-Kompass
Verfügt über keine Peilvorrichtung
Unpräzises Peilen möglich
Mäßige Ablesegenauigkeit

Spiegelkompass  

Spiegelkompass

Für alle Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Tauchen und Bergsteigen geeignet
Ermöglicht detaillierte Kartenarbeit und genaues Peilen
Hohe Ablesegenauigkeit
Kompass und Karten lesen erfordert einiges an Übung

Peilkompass  

Peilkompass

Eignet sich zur Bestimmung von Steigung und Gefälle sowie des eigenen Standorts
Ausgezeichnete Ablesegenauigkeit dank Prisma
Detaillierte Ableseskala
Winkel lassen sich meist nicht fixieren
Für die Kartenarbeit ungeeignet

2.2. Die Kompass-App als digitale Alternative

Für jede Lebenslage gibt es mittlerweile Apps, warum nicht auch als Navigationssystem für Outdoor-Freunde? Ob für Android oder iPhone, je nach Kompass-App stehen neben der Kernfunktion viele weitere Extras zur Verfügung. So bieten einige Apps digitale Kompass-Maps an, die zum Beispiel Sehenswürdigkeiten, die geplante Route oder den eigenen Standort anzeigen. Viele der Apps arbeiten außerdem ohne GPS, sondern mit dem integrierten Magnetsensor des Handys, der eine feinere Richtungsanzeige ermöglicht.

Für mehrtägige Touren durch die Wildnis sind Apps aufgrund fehlender Energieversorgung ungeeignet.

Es gibt einige Argumente, die für oder gegen eine Kompass-App sprechen. Entscheiden Sie selbst, ob sie für Ihre Zwecke infrage kommt.

  • häufig mit Zusatzfunktionen wie GPS oder Standortbestimmung
  • einfache Handhabung
  • oft unpräzise
  • undurchsichtiger Datenschutz
  • hoher Akkuverbrauch und daher selbst für eintägige Wander-Touren ungeeignet

3. Kaufberatung: Kompass kaufen leicht gemacht

taschenkompass
Dieser Kompass sieht zwar schick aus, ist aber zum Lesen von Wanderkarten ungeeignet. Er gibt lediglich die Marschrichtung an.

Ob Taschenkompass oder Marschkompass – damit sich der Kauf eines Kompasses nicht als Fehlkauf herausstellt, gilt es, auf einige wichtige Kriterien zu achten. Exemplare für Einsteiger kommen beispielsweise in einem umfangreichen Outdoor-Kit, das eine Kompass-Tasche und ein praktisches Überlebensmesser enthält.

Andere Kompasse kommen im Uhr-Format und können am Handgelenk getragen werden. Alle Kompass-Testsieger sind jedoch präzise, pendeln sich schnell ein und überzeugen durch eine hohe Langlebigkeit.

3.1. Die wichtigsten Kaufkriterien auf einen Blick:

  1. Material: Kompasse müssen jedes Wetter und auch den ein oder anderen Sturz wegstecken können. Folglich sollte das Material widerstandsfähig sein. In Kompass-Tests tummeln sich Kompasse aus Metall oder hochwertige Hartplastik-Varianten auf den ersten Plätzen. Um mit dem Kompass Karten lesen zu können, sollte zudem die Unterfläche durchsichtig sein.
  2. Art der Nadellagerung: Die Art der Nadelaufhängung und -mechanik ist entscheidend für die Präzision und Schnelligkeit des Kompasses. Je weniger Reibung die Nadel erfährt, desto schneller kann sie reagieren. Dies ist insbesondere bei einer Edelsteinlagerung gegeben. Ebenso sind flüssigkeitsgedämpfte Nadeln empfehlenswert. Bei solchen Kompassen lagert die Kompassnadel in einer Flüssigkeit (zum Beispiel Öl oder Wasser), wodurch sie bei Erschütterungen weniger stark ausschlägt.
  3. Ausstattung: Je nach Hersteller und Anschaffungskosten können Kompasse verschiedene Ausstattungsmerkmale besitzen. Einige verfügen über einen Befestigungshaken, anderen kommen in einer stoßfesten Kompass-Tasche oder mit einem hochwertigen Kompass-Armband. Es gibt Kompasse mit Peilsender, mit Outdoor-Uhr oder einem Seitenlineal, das einem das Peilen von Entfernungen und Lesen von Karten vereinfacht. Insbesondere dann, wenn Sie mit dem Kompass Reisen in abgelegene Landschaften planen, können solche Sonderfunktionen nützlich sein.

3.2. Stiftung Warentest: Test liegt nur für GPS-Geräte vor

Kompass-Test in der Fachpresse? Fehlanzeige! Die Klassiker unter den Navigationsgeräten sind zumindest von der Stiftung Warentest bislang noch nicht getestet worden. Informieren können Sie sich stattdessen jedoch über die Testsieger von GPS-Geräten. Im aktuellen Test überprüft die Stiftung unter anderem, ob Zusatzfunktionen wie digitale Karten, Höhen- und Luftdruckmesser etwas taugen und ob die Geräte wasserfest sind. Viele weitere Informationen finden Sie bei uns im GPS-Geräte-Vergleich.

Doch auch ohne Kompass-Test können wir 2019 folgende Marken empfehlen:

Tipp: ASMC, B&G, Baladéo, Barigo, Breithaupt, Brunton, Celestron, Recta, Relags, Ritchie, Silva, Suunto, Vixen

4. Wichtige Fragen und Antworten rund um die Kompass-Navigation

4.1. Worauf muss ich achten, wenn ich Karten mit einem Kompass lesen möchte?

Kompass mit Peilschlitz
Ein Kompass mit Peilschlitz und Visier ist bei der Bewältigung anspruchsvoller Wander-Routen ein praktisches Hilfsmittel.

Mit einem Kompass auf Reisen zu sein, hat gleich mehrere Vorteile, denn Sie können anhand der Himmelsrichtungen nicht nur die Marschrichtung peilen, sondern auch den eigenen Standort, Entfernungen und Höhen ermitteln. Nützlich hierfür sind Kompasse mit Spiegel, Visier und Peilschlitz sowie Inch-Lineal, um Entfernungen auf der Wanderkarte auszumessen. Auch gummierte Füße und eine Lupe vereinfachen das Lesen von Karten.

4.2. Welche Karten kann ich in Kombination mit einem Kompass verwenden?

Mit einem Kompass lesen Sie Karten umso exakter, je größer der Maßstab ist, da Details wie Wege, Hindernisse und Höhenmeter besser zu erkennen sind. Empfehlenswert sind Wanderkarten mit einem Maßstab von 1:25.000 oder größer. Außerdem sollten es topografische Karten sein, die bereits nach Norden geortet sind.

 

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