Kaufberatung zum Navigationsgeräte Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Navigationsgeräte ermitteln die genaue Position mithilfe von GPS und mindestens drei Satelliten. Basierend auf dem entsprechenden Kartenmaterial werden daraus im Anschluss die Zielführung und die geplante Fahrzeit berechnet.
  • Navigationssysteme gibt es entweder als mobile Modelle (dazu zählen auch Navigationsgeräte fürs Fahrrad, Motorrad oder Navigationsgeräte zum Wandern) oder als Einbau-Navigationsgeräte für Wohnmobile und PKWs. Mithilfe einer App für iOS und Android lässt sich inzwischen aber auch nahezu jedes Smartphone zum Navigationsgerät umfunktionieren.
  • Da Navigationsgeräte durch „TMC“ aktuelle Verkehrsdaten und -infos in der Routenplanung berücksichtigen können, warnen sie nicht nur vor Staus und Baustellen, sondern häufig auch vor Radarfallen und Blitzern.

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Erinnern Sie sich auch noch an die Zeiten, als Sie umständlich und mit viel zu großen Straßenkarten den Weg in den Urlaub planen mussten? Dank moderner Navigationsgeräte gehört das zum Glück schon längst der Vergangenheit an, denn die digitalen Routenplaner führen Sie sicher und bequem an jeden beliebigen Zielort – und das ganz ohne Papier. Die Testsieger der meisten Navigationsgeräte-Tests punkten dabei mit zahlreichen praktischen Zusatzfunktionen, darunter beispielsweise einen Parkassistenten oder einen Stau- und Blitzerwarner.

In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Navigationsgeräte-Vergleich 2021 verraten wir Ihnen, wie ein Navigationsgerät funktioniert, welche Arten von Navigationsgeräten für KFZ und Co. es gibt und auf welche Kriterien Sie bei der Anschaffung grundsätzlich achten sollten.

1. Wie funktioniert ein Navigationsgerät?

Vorläufer des heutigen GPS-Systems

Bereits in den frühen 1930iger Jahren wurde mit dem Iter Avto (sinngemäß etwa „Der Weg des Autos“) eine Art Vorläufer des heutigen Navigationssystems entwickelt. Dabei wurde eine zuvor festgelegte Strecke auf eine Papierrolle übertragen und diese in das Gerät eingelegt. Eine mit dem Fahrzeugantrieb verbundene Spule im Inneren spulte die Papierrolle während der Fahrt je nach Geschwindigkeit schneller oder langsamer ab.

Das Herzstück eines Navis bildet ein GPS-Modul („Global Positioning System“), das zugleich Sender und Empfänger arbeitet. Um den Standort zu bestimmen, muss das Modul eine Verbindung mit mindestens drei Satelliten herstellen, die unmittelbar Ihre Positionsdaten zurücksenden. Als Grundlage für die Berechnung des Standorts und der Geschwindigkeit Ihres Fahrzeuges ist nun der Zeitpunkt des Versendes, der mit dem Zeitpunkt des Empfangs in Relation gesetzt wird. Auf diese Weise lässt sich die Position auf bis zu 5 Meter genau bestimmen.

Die Positionsdaten allein reichen für die Zielführung aber natürlich nicht aus. Um Sie von A nach B lotsen zu können, benötigt das Navigationssystem auch entsprechendes Kartenmaterial. Bei der Berechnung der Route werden außerdem Faktoren wie Hindernisse, Einbahnstraßen, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Tunnel berücksichtigt, auf Basis derer die Route und die zu erwartende Fahrzeit berechnet werden. Die Navigation selbst erfolgt im Anschluss mithilfe von Symbolen und Sprachbefehlen.

Gut zu wissen: Für eine zuverlässige Navigation ist es wichtig, dass Sie das Kartenmaterial stets auf dem neuesten Stand halten. Die meisten Hersteller stellen von sich auch regelmäßig Updates zur Verfügung. Trägt Ihr Navigationsgerät eine Bezeichnung wie LMT, LMU oder LM sind diese sogar auf Lebzeit enthalten.

2. Welche Arten von Navigationsgeräten gibt es?

Navigationsgeräte lassen sich grundsätzlich in drei verschiedene Kategorien einteilen, die wir Ihnen in der folgenden Tabelle im Detail erläutern:

Navigationsgeräte-Typ Eigenschaften
Mobile Navigationssysteme

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Die meisten handelsüblichen Navis sind mobile Navigationssysteme, die mithilfe einer entsprechenden Halterung an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges befestigt werden. Sie können einfach ein- und ausgebaut werden und lassen sich dadurch auch in unterschiedlichen Fahrzeugen nutzen. Die Stromversorgung beim Fahren wird meist über einen Zigarettenanzünder-Anschluss hergestellt, viele Modelle sind aber zusätzlich mit einem integrierten Akku ausgestattet, der auch eine Verwendung außerhalb des Fahrzeugs erlaubt. Bei Nichtgebrauch können Sie Ihr mobiles Navigationssysteme einfach im Handschuhfach verstauen.
Einbau-Navigationssysteme

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Einbau-Navigationssystem sind fest in das Fahrzeug integriert und werden über den Radio-Anschluss verbunden. Aus diesem Grund navigieren Sie auch in Tunneln oder in Gebieten mit schlechtem GPS-Empfang besser als mobile Geräte. Häufig beinhaltet das eingebaute Navigationssystem neben dem Routenplaner auch das gesamte Multimedia-System des Fahrzeug, wie beispielsweise das CD-Laufwerk oder einen USB-Anschluss. Einbau-Navigationssysteme sind deutlich teurer als mobile Navigationssysteme und können im Gegensatz dazu auch nicht einfach entnommen werden.
Smartphone-Navigationssysteme

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Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe von Apps für iOS und Android, mit denen Sie Ihr Smartphone ganz einfach zu einem Navigationssystem umfunktionieren können. Der Vorteil dieser Variante liegt dabei auf der Hand: Sie benötigen kein zusätzliches Gerät. Die meisten Routenplaner-Apps sind sogar kostenlos, beanspruchen aber meist sehr viel Datenvolumen und gehen zu Lasten des Akkus.

3. Welche Vor- und Nachteile bietet ein Navigationsgerät im Straßenverkehr?

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Navigationsgeräte für LKWs: Auch die Fahrer älterer LKWs greifen gerne auf die Hilfe von mobilen Navigationsgeräten zur Routenfindung zurück.

Schlecht geplante Routen und Staus gehören dank Navi in Zukunft der Vergangenheit an. Ab sofort müssen Sie nur noch das gewünschte Ziel eingeben und das Gerät ermittelt innerhalb von Sekunden den kürzesten oder schnellsten Weg. Da aktuelle Verkehrsdaten und -infos in der Routenplanung berücksichtig werden können, warnen Navis überdies nicht nur vor Staus und Baustellen, sondern sind häufig auch mit Blitzer- und Radarwarnungen ausgestattet. Einige hochwertige Navigationsgeräte besitzen sogar eine Rückfahrkamera (z. B. einige Navigationsgeräte von Becker und Navigationsgeräte von Navigon).

Die wichtigsten Vor- und Nachteile von Navigationssystemen im Straßenverkehr hier noch einmal im Überblick:

    Vorteile
  • einfache Routenplanung von Start bis Ankunft
  • hohe Nutzerfreundlichkeit
  • Warnung vor Staus und Radarkontrollen
  • Sehenswürdigkeiten und besondere Orte werden angezeigt
  • kann problemlos von mehreren Nutzer verwendet werden
  • Beeinträchtig kaum die Konzentration des Fahrers
  • Kartenmaterial und notwendiges Zubehör meist im Lieferumfang enthalten
    Nachteile
  • eigener Orientierungssinn kann sich verschlechtern
  • aktuelles Kartenmaterial erforderlich

4. Die besten Navigationsgeräte im Vergleich: Worauf sollte man beim Kauf achten?

Um das passende Navi für Ihre Anforderungen zu finden, sollten Sie einige wichtige Kaufkriterien beachten, die wir in diesem Abschnitt für Sie zusammengetragen haben.

  • Die Größe und Auflösung des Displays sollten so ausfallen, dass Sie mit einem Blick die wichtigsten Informationen zu Ihrer Route erfassen können. Bei den meisten Navigationssystemen beträgt die Bildgröße zwischen 12,7 und 17,7 Zentimeter, das entspricht Navigationsgeräten mit 5 bzw. 7 Zoll. Die Auflösung liegt meistens zwischen 480 × 272 Pixeln und 1.280 × 720 Pixeln. Hier gilt: Je mehr Pixel das Display hat, desto schärfer wirken auch die Darstellungen.

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    Die Größe und Auflösung des Displays Ihrer PKW-Navigationsgerätes sollten so ausfallen, dass Sie mit einem Blick die wichtigsten Informationen zu Ihrer Route erfassen können.

  • Die Steuerung Ihres neuen Navigationsgerätes sollte sich möglichst einfach und intuitiv gestalten. In der Regel erfolgt diese ausschließlich über ein Touch-Display. Idealerweise sollten alle wichtigen Funktionen schnell auffindbar und verständlich sein, damit Sie sich vor der Fahr nicht erst ewig durch das Menü klicken müssen. Hochwertige Navigationsgeräte mit Sprachsteuerung (z. B. die Drive-Navigationsgeräte von Garmin) lassen sich ohne Hände bedienen, was besonders bei Routen-Umplanungen während der Fahrt sehr hilfreich ist.
  • Im Hinblick auf das Kartenmaterial sollten Sie sich bereits vor dem Kauf überlegen, in welchen Gebieten Sie Ihr Navigationsgerät später einsetzen möchten. Auf den meisten Navigationsgeräten (z. B. den Navigationsgeräten von TomTom) ist bereits Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und einige weitere europäische Länder vorinstalliert. Zusätzliche Karten gibt es je nach Hersteller entweder als kostenloses oder kostenpflichtiges Paket zum Download. Viele Hersteller bieten Ihre Geräte auch in unterschiedlichen Versionen an. So gibt es beispielsweise Navis, die wahlweise mit Kartenmaterial für ganz Europa (bis zu 47 Länder) oder für Zentraleuropa (20 bis 25 Länder) bestückt sind. In den meisten Fällen ist aber deutlich günstiger, das Navi mit vorinstalliertem Kartenmaterial zu kaufen, als dieses später nachzurüsten. Achten Sie zudem darauf, dass für das ausgesuchte Gerät regelmäßig Updates verfügbar sind, denn mit veraltetem Kartenmaterial nutzt Ihnen auch das beste Navigationsgerät nichts.

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    Auf den meisten Navigationsgeräten ist bereits Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und einige weitere europäische Länder vorinstalliert.

  • Karten und Updates beinhalten eine Menge von Informationen und beanspruchen dementsprechend auch Platz auf dem Gerät. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Navi über genügend Speicherplatz verfügt. Die übliche Größe liegt zwischen acht und sechzehn GB. Hat das Navi einen SD-Kartensteckplatz, lässt sich der Speicherplatz auch über eine entsprechende Karte erhöhen.
  • Um aktuelle Informationen wie Wetterberichte oder Staumeldungen abzurufen, benötigt Ihr Navigationsgerät eine Internetverbindung. Via Bluetooth oder WLAN können Sie Ihr Gerät mit dem Smartphone verbinden und es so beispielsweise auch als Freisprecheinrichtung verwenden.

Gut zu wissen: Bei den Touchscreens wird zwischen kapazitiven und resistiven Displays unterschieden. Während resistive Touchscreens auf Druck reagieren und generell als weniger präzise gelten, reagieren kapazitive Displays auf die elektrischen Eigenschaften des Körpers und sind damit in der Lage, auch sehr sanfte Berührungen zu verarbeiten.

5. FAQ: Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Navigationsgeräte-Vergleich

5.1. Welche Marken und Hersteller bieten Navigationsgeräte an?

Zu den führenden Herstellern von Navigationsgeräten zählen:

  • Garmin
  • TomTom
  • Jimwey
  • Elebest
  • Awesafe

5.2. Wo kann ich ein Navigationsgerät kaufen?

Navigationsgeräte jedweder Art finden Sie zuhauf im Internet. Dort gibt es nicht nur alle aktuell verfügbaren Modelle, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und die einzelnen Geräte gezielt miteinander zu vergleichen. Alternativ können Sie sich auch in einem Elektrofachmarkt beraten lassen (z. B. haben Media Markt und Saturn Navigationsgeräte im Angebot) und dort ein Navigationsgerät kaufen. Hier können Sie Ihr Navigationsgerät notfalls auch reparieren lassen. Zudem sollten Sie immer mal wieder einen Blick in den Prospekt Ihres lokalen Discounters werfen, denn auch ALDI, Lidl und Co. haben von Zeit zu Zeit günstige Navigationsgeräte ihrer Eigenmarken im Angebot.

5.3. Was versteht man unter einem DAB+-Navigationsgerät?

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Neben funktionalen Taschen und Schutzhüllen stehen beispielsweise auch Kabel und Adapter, Display-Schutzfolien, SD-Karten zur Speichererweiterung und Halterungen in diversen Ausführungen zur Wahl, die den Umgang mit dem Routenplaner noch bequemer und komfortabler machen.

Die Abkürzung DAB+ steht für „Digital Audio Broadcasting Plus“ und bezeichnet einen fortgeschrittenen Übertragungsstandard für digitale Radios. DAB+-Navigationssysteme sind Kombigeräte, mit denen Sie gleichzeitig navigieren und Radio hören können.

5.4. Welches Zubehör für Navigationsgeräte gibt es?

So wie es die unterschiedlichsten Arten von Navis gibt, ist im Handel auch ein buntes Potpourri an Zubehör erhältlich, mit dem Sie das Gerät an Ihre individuellen Anforderungen und Bedürfnisse anpassen können. Neben funktionalen Taschen und Schutzhüllen stehen beispielsweise auch Kabel und Adapter, Display-Schutzfolien, SD-Karten zur Speichererweiterung und Halterungen in diversen Ausführungen zur Wahl, die den Umgang mit dem Routenplaner noch bequemer und komfortabler machen.

heimwerker.de-Tipp: Navigationsgeräte unterstützen in der Regel nur SD-Karten bis zu einer bestimmten Speicherkapazität (meist 4 GB). Es gibt aber einige Modelle, die mit Speichermedien bis zu 32 Gigabyte kompatibel sind.

5.5. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Testsieger im Navigationsgeräte-Test gekürt?

Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2019 insgesamt sieben Navigationsgeräte (drei Modelle von Garmin und vier der Marke TomTom) sowie 13 Navigations-Apps auf Herz und Nieren geprüft. Als Grundlage für die Bewertung dienten dabei neben der Handhabung, Verarbeitung und der Akkulaufzeit auch Kriterien wie die Vielseitigkeit und der Datenverbrauch. Den gesamten Artikel inklusive der Testergebnisse können Sie für einmalig 1,50 Euro auf den Seiten der Verbraucherorganisation nachlesen.

TomTom sagt zu unserem Vergleichssieger