Drehmomentschlüssel Vergleich 2018

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Kaufberatung zum Drehmomentschlüssel Vergleich bzw. Test 2018

  • Ein Drehmomentschlüssel findet vor allem im Maschinenbau Einsatz. Hier sind Verschraubungen, die ein bestimmtes Anzugsmoment benötigen, weit verbreitet.
  • Im Alltag wird der Drehmomentschlüssel häufig für Fahrräder und Autos genutzt. Mit Hilfe des Werkzeuges wird die Schraube mit einem präzisen Drehmoment verschraubt.
  • Eine Schraube kann auch überdreht werden. Damit dies nicht passiert, gibt der Drehmomentschlüssel auditives und haptisches Feedback in Form von Knacken und Klicken, welches man auch spürt.

Drehmomentschlüssel Test

Knapp 13 Millionen Deutsche bezeichnen sich selbst als Heimwerk-Experte (Quelle: Statista). Sie geben Ratschläge und Tipps und informieren sich regelmäßig über bestimmte Themen. So ein Hobby-Handwerker hat natürlich viel Werkzeug zu Hause und da darf auch ein Drehmomentschlüssel nicht fehlen.

Genau wie der Maulschlüssel, der Ringschlüssel oder der Steckschlüssel soll der Drehmomentschlüssel eine Schraube oder Mutter fest ziehen. Bei diesem Arbeitsmittel können Sie allerdings einstellen, wie fest die Schraube oder Mutter gezogen werden soll, damit sie nicht überdreht. Worauf Sie beim Kauf achten sollten, wie man den Drehmomentschlüssel richtig verwendet und welche Arten es gibt, erklären wir in unserer Kaufberatung für Drehmomentschlüssel 2018.

1. Was ist ein Drehmomentschlüssel?

Auf die Größe kommt es an

Drehmomentschlüssel gibt es in verschiedenen Größen bzw. mit verschiedenen Hebellängen– maximal aber bis 1,50 Meter. Für Arbeiten am Zweirad wäre das natürlich viel zu lang. Hier genügt ein Gerät von maximal 30 cm. Wenn Sie am Auto arbeiten, dann benötigen Sie schon eine Länge von etwa 45 cm, damit der Kraftaufwand nicht zu groß ist.

Der Drehmomentschlüssel wird hauptsächlich im Maschinenbau genutzt, um Schrauben und Muttern in einem bestimmten Anzugsmoment fest zu ziehen. Auch in der Luft- und Raumfahrttechnik, der Medizin oder der Montagetechnik ist es wichtig, Schrauben mit einer bestimmten Klemmkraft zu versehen. Im Alltag findet er seine Anwendung häufig bei Reifenwechseln an Autos oder auch Schraubarbeiten am Fahrrad.

Drehmomentschlüssel Auto
Im Alltag wird der Drehmomentschlüssel häufig für den Reifenwechsel eingesetzt.

Natürlich gibt es auch andere Werkzeuge, wie den Maul-, Ring- oder Steckschlüssel, die eine Schraube festziehen oder lösen können. Der Drehmomentschlüssel sorgt allerdings für ein präzises Drehmoment. Dieses kann man mit anderen Werkzeugen nicht erreichen. Dadurch können auch empfindliche Verbindungen, die nicht zu fest verschraubt werden dürfen, sicher verarbeitet werden. Das benötigte Drehmoment wird vorher in dem Werkzeug eingestellt und wenn es erreicht ist, bekommen Sie ein Signal in Form eines Klickens oder Knackens.

Der beste Drehmomentschlüssel bringt allerdings nichts, wenn man nicht die passenden Aufsätze hat. Daher lohnt es sich, beim Kauf eines Drehmomentschlüssels auch ein Nuss-Set zu erwerben,l um möglichst viel Auswahl zu haben. Achten Sie aber darauf, dass die Nüsse auch auf den Drehmomentschlüssel passen, denn sonst können Sie Ihr Werkzeug nicht ordnungsgemäß verwenden.

1.1. Aufbau des Drehmomentschlüssels

Drehmomentschlüssel Maschine
Ein längerer Stab sorgt für eine größere Hebelwirkung, um einen höheren Drehmoment mit geringerer Kraft zu erreichen.

Ob mechanisch oder elektrisch – jeder Drehmomentschlüssel besteht aus einem Knarrenkopf für die verschiedenen Aufsätze, einem Schalter für den Rechts-Links-Lauf, einem Hebelarm und einer Skala, auf der Sie das Drehmoment einstellen.

Die meisten Drehmomentschlüssel werden selten mit einem längeren Hebelarm als 1,50 m hergestellt. Die maximale Anziehkraft wird allerdings nicht durch das Werkzeug begrenzt, sondern durch die Kraft des Nutzers. Dadurch ergibt sich in den meisten Fällen ein maximales Drehmoment von 1500 Nm (Newtonmeter).

Falls Sie ein höheres Drehmoment benötigen, können Sie ein Werkzeug mit Drehmomentvervielfältigern nutzen oder zu einem Hydraulikschrauber greifen.

Achtung: Überdrehen Sie nie eine Schraube. Man denkt zwar, dass es besser ist, dass sie fester ist als zu lose sitzt, aber sowohl die Schraube als auch das Material können dadurch Schäden davontragen. Durch diese Schäden kann sich die Schraube lösen oder das Material geht kaputt und hält die Schraube nicht mehr. Beachten Sie also unbedingt das richtige Drehmoment.

1.2. Vor- und Nachteile eines Drehmomentschlüssels

  • Anziehen von Muttern und Schrauben mit präziser Kraft
  • sehr robust
  • geringe Wahrscheinlichkeit, dass sich Verschraubung löst, wenn genaues Drehmoment verwendet wird
  • Vielfalt an Steckaufsätzen
  • hoher Preis für gutes Werkzeug
  • Nuss-Set sollte separat erworben werden

2. Welche Drehmomentschlüssel-Typen und Arten gibt es?

Bei diesem Werkzeug können Sie zwar zwischen einem mechanischen und elektronischen Modell wählen, aber trotzdem müssen Sie bei beiden selbst Kraft aufwenden. Was die beiden Varianten voneinander unterscheidet, können Sie in folgender Tabelle sehen.

mechanischer Drehmomentschlüssel

Drehmomentschlüssel mechanisch

elektronischer Drehmomentschlüssel

Drehmomentschlüssel elektronisch

  • erkennbares Auslösesignal
  • Knackschlüssel: gibt Knacken oder Klicken von sich, wenn Drehmoment erreicht ist; Anziehen der Schraube soll sofort abgebrochen werden
  • Knickschlüssel: nach Erreichen des gewünschten Drehmoments knickt Werkzeug durch; Krafteinleitung wird automatisch gestoppt
  • Slipper: Werkzeug rutscht durch, wenn Drehmoment erreicht ist und verhindert so ein Überziehen
  • digitale Anzeige und Dehnungsmessstreifen
  • Streifen leiten bestimmte Signale an den Messverstärker weiter
  • Messverstärker rechnet Signale in Messeinheit um und gibt sie aus
  • Einstellung mehrerer Werte möglich

3. Kaufkriterien für Drehmomentschlüssel

3.1. Material

Die meisten Drehmomentschlüssel in unserem Vergleich sind aus einer Stahl-Legierung Chrom-Vanadium geschmiedet. Viele Werkzeuge werden heutzutage daraus hergestellt, damit sie vor Rost geschützt und sehr robust sind.

Die Griffe sind meist aus Gummi oder Kunststoff, damit sie gut in der Hand liegen und Sie nicht abrutschen, wenn Sie die Schrauben und Muttern festziehen. Durch einen eigenen Drehmomentschlüssel-Test können Sie prüfen wie das Werkzeug in der Hand liegt und ob ein anderes vielleicht besser geeignet wäre.

3.2. Antrieb

Drehmomentschlüssel Antrieb
Der Antrieb eines Drehmomentschlüssel sieht in etwa so aus.

Als Antrieb bezeichnet man bei einem Drehmomentschlüssel den Zapfen am Knarrenkopf, der den Aufsatz "antreibt". Gängige Zoll-Maße sind hier 1/4'' und 1/2''.

Achten Sie darauf, dass Ihre Steckschlüssel auf diesen Antrieb passen. Besonders wenn Sie sich weitere Nüsse kaufen, sollten Sie darauf achten, dass sie auch mit dem Drehmomentschlüssel nutzbar sind.

3.3. Drehmoment

Je nachdem, für welchen Bereich der Drehmomentschlüssel eingesetzt werden soll, sind verschiedene Anzugsmomente anzustreben. Autofelgen benötigen meist ein Drehmoment zwischen 80 und 200 Newtonmeter. Bei Fahrradarbeiten reichen bereits 6 bis 30 Nm.

Achten Sie bei einem Reifenwechsel unbedingt auf die Herstellerangaben zum Drehmoment, da die Verschraubungen für Leichtmetallfelgen beispielsweise einen etwas geringeren Wert benötigen.

3.4. Länge

Die Länge des Drehmomentschlüssels sollte Ihren Bedürfnissen entsprechen. Wenn Sie an Ihrem Drahtesel schrauben, reicht bereits eine Länge von etwa 30 cm. Sollten Sie allerdings an Ihrem Auto arbeiten wollen, empfehlen wir Ihnen mindestens eine Länge von 45 cm.

Tipp: Je länger der Hebel des Drehmomentschlüssels ist, desto besser ist auch die Hebelwirkung. Das heißt, dass ein höheres Drehmoment erreicht werden kann, auch wenn der Kraftaufwand derselbe ist.

4. Wie benutzt man einen Drehmomentschlüssel?

Drehmomentschlüssel Steckaufsatz
Zur richtigen Nutzung eines Drehmomentschlüssels gehören auch die richtigen Steckaufsätze.

Um wirklich Kosten beim Reifenwechsel zu sparen, benötigt man das richtige Werkzeug aus der Kategorie Drehmomentschlüssel. Damit die Schrauben nicht überdreht werden, können die Anzugsmomente eingestellt werden, damit bei Erreichen des gewünschten Drehmoments ein Geräusch ertönt. Wenn Sie dieses Knacken hören, sollten Sie den Schraubvorgang abbrechen, um ein Überdrehen zu verhindern.

Die Hersteller der verschiedenen Automarken haben für Ihre Fahrzeugmodelle die Anzugsmomente aufgelistet, an die man sich bei einem Reifenwechsel halten muss. Gerade im Automobilbereich sollten Sie vorsichtig sein und bei Unsicherheiten solche Arbeiten besser einem Profi überlassen, bevor wegen einer losen Schraube ein Unfall passiert.

5. Drehmomentschlüssel-Vergleich bei Stiftung Warentest

Umschaltknarre
Achten Sie darauf, dass in Ihrem Werkzeugwagen ein Engländer Werkzeug mit guter Qualität liegt.

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Drehmomentschlüssel-Test durchgeführt. Jedoch gab es 2009 eine Meldung zum Rückruf des Drehmomentschlüssels Torcofix vom Hersteller Gedore.

Hier seien etwa 250.000 Produkte von einem Materialfehler betroffen gewesen, der dafür sorgte, dass die Schrauben zu fest oder zu locker angezogen werden.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Drehmomentschlüssel

6.1. Muss ich den Drehmomentschlüssel entspannen?

Nach Gebrauch sollte der Drehmomentschlüssel unbedingt entspannt werden, damit die Feder im Kern geschont wird. Nach der Nutzung drehen Sie den Drehmomentschlüssel einfach wieder auf den niedrigsten Wert zurück, um die Lebensdauer des Werkzeuges zu erhöhen. Ist die Feder permanent gespannt, kann sie an Spannung verlieren. Dadurch können Schrauben mit einem falschen Drehmoment angezogen werden, da der Schlüssel das richtige Moment nicht mehr genau anzuzeigen vermag.

6.2. Wie häufig sollte der Drehmomentschlüssel kalibriert werden?

Drehmomentschlüssel mit Zubehör
Ein Drehmomentschlüssel benötigt einiges Zubehör. Damit er lange lebt, sollte er nach Gebrauch entspannt werden.

Die Erst-Kalibrierung der Werkzeuge nimmt selbstverständlich der Hersteller vor. Bei täglichem Gebrauch kann sich der Drehmomentschlüssel abnutzen und sollte etwa jährlich neu kalibriert werden. Zwar kann dieses Kalibrieren teuer werden, aber es ist meist günstiger als ein neues Werkzeug. Die meisten Hersteller oder auch Prüfstellen wie Dekra bieten eine solche Kalibrierung an.

6.3.Wie oft sollte der Drehmomentschlüssel knacken?

Der Drehmomentschlüssel sollte nur ein Mal knacken, da dann das gewünschte Drehmoment erreicht ist. Das Geräusch ist nicht nur hörbar, sondern auch spürbar. Sollten Sie trotz des Signals weiter drehen, ist ein höheres Anzugsmoment erreicht und die Klemmkraft ist nicht mehr optimal. Sie können die Schraube lösen und den Drehmomentschlüssel neu einstellen, um das Drehmoment erneut zu erreichen.

6.4. Wie viel Newtonmeter braucht ein Drehmomentschlüssel?

Um Ihren persönlichen Drehmomentschlüssel-Testsieger zu finden, sollten Sie wissen, in welchem Gebiet das Werkzeug zum Einsatz kommt. Für das Fahrrad brauchen Sie mit 6 bis 30 Nm am wenigsten Drehmoment. Für Arbeiten am Motorrad empfehlen sich Drehmomente zwischen 30 und 50 Nm. Schraubereien am KFZ benötigen zwischen 80 und 200 Nm. So brauchen beispielsweise Zündkerzen ein Anzugsmoment von 10 bis 45 Nm, aber Felgen an einem Auto bereits 80 Nm.

 

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