Kaufberatung zum Gefederte Sattelstützen Test bzw. Vergleich 2019

  • Es gibt verschiedene Arten gefederter Sattelstützen: Teleskopsattelstützen sind sehr weit verbreitet. Hier befindet sich das Federelement im Inneren der Stütze. Daneben gibt es Parallelogramm-Sattelstützen, bei denen es sich außen befindet.
  • Im Handel finden Sie Sattelstützen für verschiedene Gewichtsklassen. So sind unter anderem gefederte Sattelstützen bis 150 kg Gewichtsbelastung erhältlich. Hier ist das Angebot allerdings deutlich kleiner als bei herkömmlichen Federsattelstützen.
  • Die meisten gefederten Stützen für Sättel in einschlägigen Tests bestehen aus Aluminium und Kunststoff. Das Federelement ist meist eine Stahlfeder. Aber auch Druckluft wird eingesetzt.

Gefederte Sattelstützen Test

Wer gerne und häufig Fahrrad fährt, der weiß, dass Unebenheiten und Stöße sich unangenehm auf Gesäß und Rücken auswirken können. Gerade bei Fahrrädern ohne Rahmenfederung werden Stöße auf den Körper übertragen. Abhilfe schafft hier eine gefederte Sattelstütze. Stöße werden abgedämpft, sodass Wirbelsäule und Gesäß geschont werden.

Wenn Sie eine gefederte Sattelstütze kaufen möchten, sind Sie bei uns genau richtig. In den verschiedenen Kategorien unseres Ratgebers auf Heimwerker.de erfahren Sie das Wichtigste über Aspekte wie Federqualität und Federweg und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

1. Gefederte Sattelstützen erhöhen den Fahrkomfort

Eine gefederte Sattelstütze eignet sich besonders für den Einsatz an Fahrrädern ohne Rahmenfederung. Bei diesen werden Stöße direkt auf den Körper übertragen. Gefederte Sattelstützen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über deren Eigenschaften.

Teleskop oder Parallelogramm – die verschiedenen Typen von gefederten Sattelstützen:

Feder-Typ Eigenschaften

Parallelogramm

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  • Federelement außerhalb der Sattelstütze
  • sehr gute Federung
  • vergleichsweise hohes Gewicht
  • höhere Anschaffungskosten als Teleskopsattelstützen

Teleskop

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  • Feder im Inneren der Stütze
  • gängigste Variante der Federsattelstützen
  • geringes Gewicht
  • weniger Komfort als Parallelogramm-Sattelstütze

2. Kaufberatung: So finden Sie eine geeignete gefederte Sattelstütze für Ihr Fahrrad

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Eine gefederte Sattelstütze entlastet gerade im Gelände oder auf langen Fahrradtouren den Rücken und das Gesäß.

Bei der Farbe Ihrer Federsattelstütze haben Sie zugegebenermaßen wenig Auswahl: Egal, ob es sich um eine gefederte Sattelstütze von Suntour handelt oder um eine gefederte Sattelstütze von RockShox: In aller Regel sind die Stützen für Sättel in Tests recht eintönig in Schwarz oder Silber gehalten. Beim Durchmesser sowie dem Federmedium haben Sie allerdings die Wahl. Worauf es sonst noch ankommt, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

2.1. Sattelstützen-Typ

Über die beiden verschiedenen Arten von Federsattelstützen haben wir Sie bereits informiert. Unter anderem aufgrund ihrer einfachen Montage und des geringeren Preises sind Teleskopsattelstützen weit verbreitet. Den höheren Komfort liefern allerdings Parallelogramm-Sattelstützen.

Die Vor- und Nachteile einer Parallelogramm-Sattelstütze im Überblick:

  • sehr hoher Komfort
  • Feder passt sich Bewegungen an
  • geringe Reibung
  • Federung nach hinten, daher kaum Sattelerhöhung
  • geringes seitliches Spiel
  • höheres Gewicht als Teleskop-Variante
  • teurer in der Anschaffung
  • Sattelbewegung kann bei gestreckter Sitzposition als unangenehm empfunden werden

Welche dieser beiden Varianten sich am besten für Sie eignet, ist von Ihrem Fahrverhalten und Ihren Präferenzen abhängig. Die höhere Federleistung hat die Parallelogramm-Sattelstütze.

Allerdings kann es auch sein, dass Ihnen die Federleistung einer Teleskopsattelstütze bereits ausreicht. Manche Geschäfte bieten Probefahrten an, so dass Sie beide Varianten ausprobieren können, ehe Sie sich für ein Modell entscheiden.

2.2. Die Sattelstütze: Material, Stabilität und maximale Belastbarkeit

Die meisten Stützen für Sättel in Tests bestehen aus Aluminium und Kunststoff. Die Federung erfolgt über Druckluft oder Federelemente aus Stahl oder Kunststoff. Die Stabilität der Sattelstützen ist wichtig.

Für Fahrer mit höherem Körpergewicht gibt es spezielle Modelle, etwa gefederte Sattelstützen bis 150 kg maximale Belastung.

2.3. Die Federung: Federmedium, Federweg, Federqualität und einstellbare Federhärte

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Im Handel finden Sie Sattelstützen für verschiedene Gewichtsklassen, teilweise auch bis 150 kg. 

Das wesentliche Merkmal einer Federsattelstütze ist das Federmedium. Hierbei kommen Stahlfedern, Kunststoff sowie Druckluft in Frage. Stahlfedern zeichnen sich durch eine besondere Stabilität aus. Sie federn Erschütterungen zuverlässig ab. Allerdings kann der Stahl rosten. Zudem sind diese Federn aus Stahl schwerer als andere Federmedien.

Elastomere aus Kunststoff sind deutlich leichter und überzeugen mit Langlebigkeit. Sie können nicht rosten, reagieren aber empfindlicher auf sehr niedrige Temperaturen.

Der optimale Federweg orientiert sich am Fahrverhalten. Modelle mit größerem Federweg eignen sich für Ausfahrten im Gelände, während Stützen mit geringerem Federweg eher für den Einsatz im Stadtverkehr geeignet sind. In der Regel beträgt der Federweg je nach Modell 40 – 150 mm.

Die meisten gefederten Sattelstützen in Tests bieten die Möglichkeit, die Federhärte einzustellen. So können Sie Ihre Sattelstütze an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.

2.4. Länge, Durchmesser und Gewicht

Kürzere Sattelstützen haben ein geringeres Gewicht und eignen sich daher für den Einsatz am Rennrad. In der Regel sind die Sattelstützen 350 oder 400 mm lang. Das Gewicht variiert zwischen 400 und 800 g.

Auch Sättel können federn

Es gibt auch spezielle Fahrradsättel, die über eine Federung verfügen. Diese ist allerdings meist weniger effektiv als die Federung einer Sattelstütze.

Eine sehr wichtige Angabe ist der Durchmesser: Unter anderem gibt es gefederte Sattelstützen mit 27,2 mm Durchmesser sowie gefederte Sattelstützen mit 30,9 mm Durchmesser. Der Durchmesser muss unbedingt zum Durchmesser des Sattelrohrs passen. Ist dieser unwesentlich größer, kann eine Kalibrierbuchse helfen, die Sattelstütze zu befestigen.

2.5. Befestigungsart und einstellbarer Sitzwinkel

Sattelstützen können auf verschiedene Art am Sattel befestigt werden: Zum einen mit einer Patentklemmung, die mit einer Schraube arretiert wird, zum anderen über eine 2-Bolzen-Klemmung, für die zwei Schrauben benötigt werden.

Viele Modelle können hinsichtlich des Sitzwinkels eingestellt werden, so dass Sie diesen optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

3. Die besten gefederten Sattelstützen punkten mit höchster Qualität

Gefederte Sattelstützen, die sich in Tests von anderen Produkten abheben, fallen durch eine hohe Federqualität auf. Zudem sind die Materialien besonders gut verarbeitet.

Meist heben sich diese Produkte auch preislich von der Konkurrenz ab, so dass sie in erster Linie für ambitionierte Radfahrer geeignet sind und nicht unbedingt für das Alltagsfahrrad.

4. Gefederte Sattelstützen in Tests: unterschiedliche Federwege

Gefederte Sattelstützen unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Ihres Federwegs. Eine Sattelstütze für den Alltag benötigt keinen besonders langen Federweg. Dieser ist jedoch für den Einsatz im Gelände empfehlenswert. Wenn Sie eine Sattelstütze für Ihr Hardtail-Mountainbike suchen, ist ein Modell mit einem besonders langen Federweg ideal.

5. Tipps zu Reinigung und Wartung Ihrer gefederten Sattelstütze

Wie auch alle anderen Fahrradkomponenten sollten Sie Ihre Sattelstütze pflegen, um ihre Lebensdauer zu erhalten. Von Zeit zu Zeit sollten Sie die Stütze für den Sattel dazu komplett aus dem Sattelrohr entfernen. Markieren Sie am besten vorher die Einschubhöhe, damit Sie die Stütze im Anschluss wieder korrekt anbringen können.

Reinigen Sie die Sattelstütze und alle ihre Elemente gründlich von Schmutz und Fett. Im Anschluss geben Sie ein wenig Fett auf Kolben und Andruckwelle sowie die Elastomere und Stahlfeder. Geben Sie dann etwas Montagepaste auf das untere Ende der Sattelstütze und schieben Sie sie wieder in das Sattelrohr des Fahrrads.

Tipp: Informieren Sie sich gut über das Vorgehen, wenn Sie Ihre gefederte Sattelstütze auseinanderbauen möchten, um sie zu fetten. Denn Sie sollten sie auf jeden Fall wieder richtig zusammenbauen.

6. Häufige Fragen rund um das Thema Sattelstützen und gefederte Stützen für Sättel

6.1. Wann ist eine gefederte Sattelstütze sinnvoll?

Fahren Sie ein Rad ohne Rahmenfederung, ist die Montage einer gefederten Sattelstütze sinnvoll, die Stöße und Unebenheiten abfängt. So können Sie mit überschaubarem finanziellem Aufwand den Fahrkomfort Ihres Hardtail-Mountainbikes oder Trekkingrads erhöhen. Aber auch bei Rückenproblemen kann eine gefederte Sattelstütze für Ihr Trekkingrad sinnvoll sein.

6.2. Wie sollte ich die gefederte Sattelstütze einstellen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die optimale Einstellung der Sattelstütze ist unter anderem vom Körpergewicht des Fahrers sowie dem Untergrund abhängig, auf dem gefahren wird.

Dazu kommen Ihre persönlichen Vorlieben. Möglicherweise müssen Sie ein wenig herum probieren, bis Sie die richtige Einstellung für sich gefunden haben. Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Härtegraden, bis Sie mit Ihrer individuellen Einstellung am besten zurechtkommen.

Achten Sie vor allem darauf, dass die Sattelstütze weder zu hart noch zu weich eingestellt ist. Ist sie zu hart eingestellt, federt sie Stöße kaum ab, ist sie zu weich, reagiert sie auch auf minimalste Stöße.

6.3. Welche gefederte Sattelstütze eignet sich für ein Mountainbike?

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Die meisten gefederten Stützen für Sättel bestehen aus Aluminium und Kunststoff. 

Viele Radfahrer finden eine gefederte Sattelstütze am Trekkingrad sinnvoll, da ein solches Fahrrad auf verschiedenen Untergründen einsetzbar ist und daher mitunter über kleinere oder größere Unebenheiten gelenkt wird, die durch eine Federsattelstütze abgefangen werden. Auch am Mountainbike kann eine solche Sattelstütze sinnvoll sein.

Wenn Sie hauptsächlich im Stadtverkehr unterwegs sind, reicht eine gewöhnliche Teleskop-Federstütze aus. Frönen Sie allerdings dem Radfahren in der Natur und jagen über Stock und Stein, ist eine hochwertige Sattelstütze empfehlenswert.

Wir raten Ihnen hier zu einer Sattelstütze mit Parallelogramm-Federung, wie sie etwa bei der Suntour SP12 zum Einsatz kommt und einem Federweg von mindestens 50 mm.

6.4. Welche Marken und Hersteller gibt es?

Gefederte Sattelstützen für Fahrräder bieten besonderen Komfort und erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Egal, ob Sie eine gefederte Sattelstütze für das MTB oder Trekkingrad suchen oder ob Sie eine gefederte Sattelstütze am Rennrad montieren möchten: Im Handel finden Sie eine große Auswahl an Federsattelstützen und entsprechendem Zubehör für den Fahrradsattel.

Bekannte Produkte sind gefederte Sattelstützen von Suntour, RockShox und gefederte Sattelstützen von Cube. Günstige gefederte Sattelstützen werden auch regelmäßig bei Discountern, zum Beispiel Aldi, angeboten.

Weitere wichtige Hersteller haben wir für unseren Vergleich auf Heimwerker.de für Sie ermittelt:

  • Cane Creek
  • Mighty
  • Promax
  • RFR
  • Rockshox
  • Suntour
  • XLC

6.5. Wie schneiden gefederte Sattelstützen im Test der Stiftung Warentest ab?

Viele Verbraucher orientieren sich bei ihren Kaufentscheidungen an den Produkttests und Beurteilungen der Stiftung Warentest. Seit Jahrzehnten genießt die Verbraucherorganisation einen besonders vertrauenerweckenden Ruf. Leider hat man dort noch keinen Testsieger gefederter Sattelstützen gekürt.

Damit Sie dennoch nicht ganz auf sich allein gestellt sind bei der Suche nach einer geeigneten Stütze für den Sattel Ihres Fahrrads, haben wir eine Reihe von Tests gefederter Sattelstützen studiert und die wichtigsten Informationen für Sie recherchiert.

Mit unserem Vergleich gefederter Sattelstützen 2019 auf Heimwerker.de geben wir Ihnen einen informativen Ratgeber an die Hand.