Grillen

Gesund und sicher grillen: 6 Tipps und Tricks für die nächste Grillparty

  • Die Sicherheit beginnt bereits bei der Grillkohle. Lagern Sie Grillanzünder außerhalb der Reichweite von Kindern und legen Sie Ihr Grillgut erst auf den Grill, sobald die Grillkohle durchgeglüht ist.
  • Auch wenn ein gemütliches Lagerfeuer zum Grillen einlädt, sollten Sie lieber nicht über Holzscheiten grillen. Diese stoßen beim Verbrennen ungesunde Schadstoffe aus.
  • Möchten Sie in der freien Natur grillen, sollten Sie sich vorher genau informieren, ob dies auch gestattet ist. In Parks sind Grillstellen grundsätzlich ausgeschrieben.

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Von Frühling bis Herbst ist die beliebteste Zeit zum Grillen – ob Fleisch, Fisch oder Gemüse, die Deutschen lieben ihre Grillkultur.

Bei der Zubereitung des Grillguts sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, sogar Ananasscheiben und Melonestücke lassen sich grillen.

Damit das Grillvergnügen jedoch nicht auf Kosten der Gesundheit oder der Umwelt geht, lohnt es sich, ein paar kleine Tipps zu beachten. Deshalb erfahren Sie hier auf Heimwerker.de, wie Sie gesund grillen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

1. Grillanzünder sicher aufbewahren

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Leben Kinder im Haushalt, sollten Sie auf flüssigen Grillanzünder lieber verzichten.

Auf Kleinkinder müssen Eltern bei einem Grillabend besonders aufpassen. Denn flüssige Grillanzünder und Stabfeuerzeuge gehören nicht in Kinderhände. Zudem besteht die Gefahr, dass jüngere Kinder die Flasche mit Getränken verwechseln und aus ihnen trinken.

Grillanzünder enthalten paraffinhaltige Öle. Verschluckt sich das Kind, gelangen sie schlimmstenfalls in die Lunge und können dort schwere chemische Entzündungen verursachen. Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hinwies, waren in dem Großteil der durch Grillanzünder verursachten Vergiftungen Kleinkinder verwickelt.

Diese Gefahr lässt sich durch Grillanzünder in Riegel- oder Würfelform vermeiden, in denen sie flüssigen Bestandteile in Kork- oder Sägemehl gelöst sind.

Tipp: Befeuern Sie die Kohle nie mit flüssigem Brandbeschleuniger. Wählen Sie Grillanzünder in Riegel- oder Würfelform.

Zusätzlich zur sicheren Aufbewahrung empfiehlt sich eine Überprüfung der Grill- und Gartenprodukte. So sollten ebenfalls Öle auf Petroleumbasis außerhalb der Reichweite von Kindern untergebracht und als giftig gekennzeichnet werden. Niemals sollten zur Aufbewahrung alte Getränkeflaschen benutzt werden.

2. Beim Grillen mit Holzkohle die Gesundheit schützen

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Achten Sie darauf, dass beim Grillen nicht zu viel Fett auf die Grillkohle tropft.

Viele Grillfreunde verwenden gerne Holzkohle, die dem Fleisch ein rauchiges Aroma gibt. Hier ist aber Vorsicht geboten: Tropft Fett beim Grillen auf die brennende Holzkohle und zersetzt sich in der Glut, gelangen krebserregende Stoffe, wie Benzo(a)pyren sowie andere Zersetzungsstoffe, über den Rauch in das Fleisch. Deshalb ist Fleisch mit einem höheren Fettgehalt oft stärker belastet als mageres Grillgut.

Damit das Fett nicht mehr in die Glut tropft, sollte das Grillgut in einer Aluminiumschale auf den Rost gelegt werden. Durch die winzigen Löcher wird der Großteil des Fettes aufgefangen und das Fleisch erhält dennoch sein typisch rauchiges Aroma.

Alternativ bietet sich ein Grill an, bei dem das Glutbett senkrecht gestellt wird und das Fett in ein Auffangbehältnis fällt.

Tipp: Wer die Belastung mit krebserrengenden Stoffen drastisch reduzieren möchte, benutzt lieber einen Gas- oder Elektrogrill.

2.1. Umweltfreundliche Holzkohle wählen

Holzkohle DIN-Prüfzeichen

Grillfans sollten vor allem Holzkohle aus Deutschland kaufen und zugleich auf das DIN-Prüfzeichen achten. Dieses kennzeichnet Produkte, die in Bezug auf Qualität und geringer Umweltbelastung die Mindeststandards erfüllen.

Wer beim Kauf der Grillkohle auf das Herkunftsland achtet, schont damit die Umwelt. Denn zwischen der Holzkohle aus unbehandeltem Holz aus heimischer Forstwirtschaft gibt es auch Grillkohle aus Tropenhölzer, die über einen langen Transportweg hierher transportiert wurden.

Bereits im Rahmen der Produktion werden im sogenannten Retortenverfahren umweltschädliche Stoffe aufgefangen und destilliert, die sonst beim Grillen entweichen würden. Ein weiterer Grund für die heimische Holzkohle: Da sie aus unbehandeltem Holz hergestellt wird, enthält sie keine Beimischungen, wie beispielsweise Pech.

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3. Warum ist Grillen mit Holz ungesund?

Neben dem klassischen Grill nutzen zunehmend mehr Grillfans einen Smoker oder Gartenkamin, die sich – je nach Modell – auch mit Brennholz befeuern lassen. Allerdings ist Holz nicht zum Grillen geeignet, da gesundheitsschädigende Dämpfe bei der Verbrennung entstehen. Das Gleiche gilt für ein Lagerfeuer beim Campen. Stattdessen sollte man lieber mit richtiger Holzkohle oder Gas grillen.

3.1. Welche Schadstoffe enthält Holz?

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Ein Lagerfeuer sollte wegen der im Holz enthaltenen Schadstoffe nicht als Grillstelle verwenden werden.

Sowohl frisches als auch gelagertes Holz, wie Buche, Eiche, oder Fichte enthält Schadstoffe, die im offenen Feuer fast vollständig verbrennen. Trotzdem ist es nicht mit Holzkohle vergleichbar, da bei Holz schädliche Gase durch die Oxidation entstehen.

Zu diesen Stoffen gehören, z. B. Kohlenstoffdioxid, Formaldehyd, Holzgeist, Teerstoffe sowie Harze. In der Asche befinden sich Calcium- und Magnesiumsoxid, bzw. Calcium- und Magnesiumcarbonat. Zudem bildet sich Holzessig, das zu einem bitteren bis säuerlichen Beigeschmack führt.

Verwenden Sie Holz zum Grillen, verdampfen die krebserregenden Harze und Teerstoffe und gelangen mit dem Rauch in das Grillfleisch. Dies ist besonders bei Grillgeräten ungesund, in denen das Grillgut warm- oder kaltgeräuchert wird, zum Beispiel ein Smoker oder Räucherofen. Deshalb sollte ein solcher Räuchergrill oder Ofen nur mit Holzkohle befeuert werden.

4. “Wildes Grillen” in der Natur – erlaubt oder verboten?

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Ob das Grillen im Park gestattet ist, ist im Regelfall explizit ausgeschrieben.

Immer wieder stößt man auf Grillrunden in der Natur oder im Park, ohne dass es sich um eine offizielle Grillstelle handelt. Dieses “wilde Grillen” ist entgegen dem Volksglauben kein Kavaliersdelikt, fast überall verboten und wird mit empfindlichen Strafen geahndet.

Deshalb sollte man das Grillen auf öffentliche Grillplätze beschränken, die es an bestimmten Stellen in Parks sowie in Freibädern gibt. Zudem kann man in vielen Städten Grillplätze kostenlos nach vorheriger Anmeldung nutzen.

Diese Vorschriften fürs Grillen sollen aber nicht nur verhindern, das Menschen spontan an öffentlichen Plätzen Grillpartys feiern. Vielmehr steht die Sicherheit im Mittelpunkt. So kann wildes Grillen vor allem im Sommer gefährliche Schwelbrände oder sogar Waldbrände auslösen.

4.1. Wo ist Grillen erlaubt?

Ort Regeln
Balkon
  • im Mietvertrag angegeben
  • entweder komplett verboten oder auf 1 Mal im Monat beschränkt
Im eigenen Garten
  • ohne Absprache mit Nachbarn erlaubt
  • Grenze des “Zumutbaren” wird von Bundesländern entschieden
In öffentlichen Parks oder an Seen
  • grundsätzlich illegal, außer eine Grillstelle ist explizit ausgeschrieben
  • bei nicht Einhaltung droht ein Bußgeld

Lediglich auf Privatgrundstücken ist es mit Erlaubnis des Eigentümers möglich, in der Natur zu grillen. Dabei gilt es, folgende Anleitung zu beachten:

  • kein Grillen in Waldnähe.
  • kein Grillen in der Nähe von leicht brennbaren Stoffen.
  • nur geeigente Grillkohlen oder Briketts verwenden. Auch einfache Lagerfeuer sollten grundsätzlich nur mit unbehandeltem Holz befeuert werden.
  • der Grill muss einen sicheren Stand haben.
  • den Grill immer im Windschatten aufstellen. Bei stark auffrischendem Wind das Feuer löschen.
  • das Feuer oder den Grill niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • vor dem Verlassen der Grillstelle ist sicherzustellen, dass das Feuer vollständig erloschen ist. Die Kohlereste dürfen auf keinen Fall nachglühen.
  • alle Abfälle müssen wieder mitgenommen oder in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern entsorgt werden.

5. Die gesunde Alternative für Gourmets: Grillen mit Gas

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Verfechter vom Grillen mit Holzkohle bemängeln das fehlende Holzaroma beim Grillen mit Gas. Dafür hat der Gasgrill aber Vorteile wie besseren Komfort zu bieten.

Mit dem Sommer kommt die Zeit des Grillens. Schon an warmen Frühlingstagen wird die Grillsaison eröffnet und der Duft von Fleisch und Holzkohle liegt in der Luft. Das Grillen gehört zum Sommer einfach dazu.

Die Deutschen lieben Fleisch und das sehr gut durchgebraten. Doch inzwischen weiß man auch, dass das dunkle Fleisch, welches durch den Rauch der Holzkohle noch ein besonderes Aroma bekommt, alles andere als gesund ist.

Die schwarzen Würstchen, Nackensteaks oder Koteletts enthalten krebserregende Stoffe, wie heterozyklische aromatische Amine (HAA), Acrylamid und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Ebenso sollte man den Grill nie zu sehr qualmen lassen, was oft durch das tropfende Fett der Marinade gar nicht zu verhindern ist. Denn auch das ist krebserregend und äußerst ungesund. Je mehr Rauch also, desto ungesünder wird der Grill-Genuss, denn die Schadstoffe gelangen mit dem Rauch aufs Grillgut.

Eine gesunde und komfortable Alternative bietet daher die Benutzung eines mit Gas betriebenen Gasgrills. Doch viele Leute haben Angst vor den Gefahren, die vom Gas ausgehen. Diese sind jedoch unbegründet. Bei sachgemäßem Gebrauch ist auch die Aufbewahrung der Gasflaschen im Haus kein Problem.

Zumal immer vergessen wird, dass umherfliegende, glühende Holzkohlestücke wesentlich gefährlicher sind als die Bedienung eines mit Gas betriebenen Gasgrills.

Gemüse und Steak am Grill beim grillen

Das Fleisch wird bei der Benutzung eines Gasgrills auf dem Grillrost nicht direkt über der offenen Flamme gegrillt. Das ist für die Gesundheit von Vorteil, denn es können keine krebserregenden Stoffe entstehen, da sich heruntertropfendes Fett nicht in der Glut oder in der offenen Flamme entzünden kann.

5.1. Anleitung: Gasgrill richtig bedienen – Grillen mit Gas

Gasgrill kaufen

Gasgrills werden in vielen Varianten angeboten. Die Auswahl reicht von kompakten Geräten mit geschlossenen Unterschränken über Kugelgrills bis hin zu kleinen, tragbaren Modellen. Im Baumarkt sind Gasgrills schon ab etwa 60 Euro zu haben, komfortablere Geräte im Fachhandel ab etwa 200 Euro.

Die Brenner in den Gasgrills werden mit Propan oder Butan betrieben. Diese Flüssiggase werden erst beim Austreten aus den Flaschen gasförmig. Wenn alles ordnungsgemäß in Betrieb ist, dauert es nach Zündung des Grills etwa 15 Minuten, bis das Fleisch auf den Gasgrill gelegt werden kann.

Somit ist das nervige Warten, bis die Kohle fertig ist, hinfällig. Dann folgen Sie den Anleitungen des Herstellers, die je nach Modell variieren können. Überprüfen Sie jedoch immer, ob sich noch genügend Gas in der Flasche befindet.

Es gibt die Möglichkeit einen Grill mit einem oder mehreren Brennern zu besitzen. Wenn man jedoch nur einen Brenner besitzt, ist indirektes Grillen nur sehr schwer möglich.

Flammkuchen im Grill

Mit entsprechendem Zubehör lassen sich bei manchen Gasgrill-Modellen auch Pizzen, Flammkuchen oder asiatische Gerichte aus dem Wok zubereiten. Dem Grillspaß im Freien sind dann kaum noch Grenzen gesetzt.

Bei mehr als nur einem Brenner, kann man die Temperaturzonen bei der Bedienung des Gasgrills sicher einstellen und somit die Hitze bestens regulieren. Sollte der zu bedienende Gasgrill zudem über einen Deckel verfügen, ist sogar das Räuchern, bei Verwendung von Räucherhölzern, möglich.

Wenn das Fett erst richtig angetrocknet ist, graut es einem schon vor dem Schruppen. Nur mit Hilfe von scharfen Putzmitteln ist es möglich, den Dreck wieder abzubekommen. Diese sind zudem nicht umweltfreundlich und zerstören oft die Oberfläche der Geräte.

Viele Gasgrills verfügen deshalb über eine pyrolytische Selbstreinigung. Dabei wird das Gerät auf ca. 500 Grad aufgeheizt, so das jeglicher Schmutz in Asche zerfällt. Dieses Programm kann je nach Einstellung und Verschmutzung schon ein bis zwei Stunden zuzüglich Abkühlungszeit dauern.

Achtung: Die Benutzung dieser Selbstreinigung ist nur bei Bedarf zu empfehlen und sollte unter keinen Umständen nach jedem Gebrauch benutzt werden.

5.2. Gasgrill auswählen und wie ein Profi bedienen: Tipps vom TÜV

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Grillzangen sind eine sinnvolle Investition: Das Fleisch bleibt saftig und es kann kein Fett hinaus tropfen – anders als bei der Verwendung von Gabeln.

Wenn Sie sich einen neuen Grill zulegen wollen, sollten Sie bis zum Sommer warten. Da locken viele Geschäfte mit super Angeboten. Im Internet jedoch, kann man das ganze Jahr über Schnäppchen machen.

Doch worauf sollte man achten, wenn man sich einen Gasgrill zulegen möchte? Und wie bedient man den Gasgrill für das perfekte BBQ? Oft steht man vor einer großen Auswahl und dann fällt die Entscheidung schwer.

Der TÜV SÜD hat aus diesem Grund vor einiger Zeit ein paar Tipps zur Auswahl und Anwendung zum Thema Grill gegeben.

Als erstes sollte man sich über die folgenden Fragen im Klaren sein: Für wen ist der Grill? Für wie viele soll gegrillt werden? Wie oft möchte man mit dem zu benutzenden Gasgrill grillen? Wo soll vorwiegend gegrillt werden? Danach kann man die Entscheidung von den folgenden Kriterien abhängig machen:

  • Wer sich gerne mal schnell ein paar Würstchen auf den Grill schmeißen möchte, sollte deshalb zu einem Elektrogrill oder Gasgrill greifen.
  • Ebenso kann man diese auf den Balkon benutzen. Man ärgert durch diese geruchsneutrale Alternative keine Nachbarn und niemand kann sich belästigt fühlen. Doch nicht in jedem Wohngebiet sind Gasgrills auf dem Balkon erlaubt. Deshalb sollte man sich vorsichtshalber vor dem Kauf bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung informieren.
  • Achten Sie beim kauf auf eine vom TÜV geprüfte Sicherheit. Bei einem Gasgrill kommt es auf die CE-Kennzeichnung mit einer vierstelligen Prüfstellennummer an. Hat der TÜV SÜD diese geprüft, lautet diese 0123. Damit kann man sicher sein, dass Experten die Geräte unter strengsten Bedingungen geprüft haben. Diese Grills werden auf Sicherheit getestet und müssen die Auflage des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LfbG) sowie die Prüfnorm erfüllen.

Die richtige Anwendung ist ebenfalls von enormer Wichtigkeit. Auch dazu hat der TÜV SÜD einige Tipps und Hinweise zur Bedienung von Gasgrills vorgelegt:

  • Wenn man auf seine Gesundheit achten möchte, sollte man auf einen Gasgrill zurückgreifen, das diese nicht qualmen und so keine krebserregenden Stoffe freisetzten.
  • Wenn man die Hand in Höhe des Grillguts bei Benutzung des Gasgrills hält und es ca. drei Sekunden aushält, ist eine optimale Temperatur erreicht.
  • Grillzangen sind eine sinnvolle Investition. Man sticht nicht, wie mit einer Gabel, in das Fleisch auf dem zu bedienenden Gasgrill. So kann kein Fett hinaus tropfen und das Fleisch bleibt saftig

5.3. Der TÜV prüft

Metallventil einer Gasflasche an einem Gasgrill im Garten

Viele Leute haben Angst vor den Gefahren, die vom Gas ausgehen. Diese sind jedoch unbegründet. Wenn Sie ein sicherheitsgeprüftes Gerät verwenden, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Der TÜV prüft zunächst, ob die Anleitung der Montage entspricht und wie genau die Bedienungsanleitung des für die Benutzung freizugebenden Gasgrills ist.

Dann wird das Gerät selber begutachtet. Dabei wird besonders auf die Belastung der Feuerschüssel und der Roste geachtet.

Außerdem wird auf die Stabilität des Grills und auf eventuell scharfe oder sogar gefährliche Kanten geachtet.

Für Gasgrills gilt die Gasgeräterichtlinie 90/396/EWG unter Berücksichtigung der Änderungsrichtlinie 93/68/EWG.

Mit Schlauch und Druckregler versehene Flüssiggasgeräte werden nach den harmonisierten Normen EN 498 und EN 484 beurteilt. Gasgrillgeräte unterliegen der Prüfpflicht bei einer zugelassenen Stelle.

Diese muss eine Baumusterprüfung durchführen und eine entsprechende Prüfbescheinigung erstellen. Der Hersteller kann die Art der Überwachung durch eine zugelassene Stelle wählen. Am Gasgrill wird erst nach erfolgreicher Prüfung und Überwachung die CE-Kennzeichnung angebracht. Beim TÜV SÜD ist das die CE 0123.

5.4. Gasgrill: Vorteile und Nachteile im Überblick

    Vorteile
  • Durch eine automatische Zündung lässt sich ein Gasgrill ganz einfach starten
  • Eine kurze Aufwärmzeit von 15 Minuten. Die auch für spontanes oder schnelles Grillen von Vorteil sind
  • Die Temperatur läßt sich regulieren
  • Durch ein indirektes Grillen ist selbst das Räuchern oder das erstellen von schwierigen Mahlzeiten möglich
  • Keine stinkenden und krebserregenden Stoffe im Fleisch und somit wesentlich gesünder
  • Durch eine pyrolytische Selbstreinigung, bei einigen Geräten, ist ein Gasgrill eine enorme Entlastung bei der Reinigung
  • Der Grill lässt sich an jedem Ort außerhalb der Wohnung benutzen
    Nachteile
  • Gasgrills sind wesentlich größer als ein Holzkohlegrill und deswegen schwieriger in der Handhabung
  • Durch die fehlende Holzkohle ist das typische Grillaroma nicht mehr vorhanden
  • Es muss immer eine gefüllte Gasflasche vorhanden oder zu mindestens in Reserve sein. Sonst kann nicht weiter gegrillt werden
  • Die Anschaffung eines Gasgrills ist wesentlich teurer als bei einem Holzkohlegrill, da wesentlich höhere technische Anforderungen gestellt werden

Mehr zum Thema “Gasgrill richtig und einfach bedienen” finden Sie im Gasgrill-Test von Heimwerker.de.

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6. Weitere Grilltipps für die Gesundheit

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Holzkohle ist erst einsatzbereit, wenn Sie eine Ascheschicht bedeckt.

Legen Sie das Grillgut erst auf den Rost, sobald die Holzkohle gut durchgeglüht ist. Die ist erkennbar an der hellen Ascheschicht, die sie bedeckt.

Wird Grillkohle zwischendurch nachgelegt, das gesamte Grillgut vom Rost nehmen und mit einem erneuten Auflegen warten, bis die neue Kohle durchgeglüht ist.

Gepökelte Ware, wie Schinkenspeck, Kasseler oder Schweinehaxen sind zum Grillen ungeeignet. Durch den hohen Anteil der Nitritpökelsalze (das sind: E250, Natriumnitrit, Kaliumnitrit) bilden sich gesundheitsschädliche Nitrosamine. Ebenso beinhalten Wurstwaren oftmals Niritpökelsalz.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema “Gesund und sicher grillen”

7.1. Ist Grillen mit Gas gesünder?

Ein Gasgrill ist ganz klar die gesündere Alternative zum Holzkohlegrill. Beim Gasgrill wird nämlich nicht direkt über der offenen Flamme gegrillt: Da heruntertropfendes Fett sich dadurch nicht in der Glut oder in der offenen Flamme entzünden kann, entstehen auch keine krebserregenden Stoffe.

7.2. Schmeckt das Fleisch vom Holzkohlegrill besser?

Viele Verfechter vom Grillen mit Holzkohle behaupten gerne, dass der Geschmack aufgrund der brennenden oder glühenden Holzkohle ein ganz anderer sei als auf einem Gasgrill.

Allerdings wird der Geschmack des Grillguts nur davon beeinflusst, wie die Hitze des Grills die Poren des Garguts schließt. Andere Aspekte spielen dabei keine Rolle.

Demnach besteht geschmacklich kein Unterschied beim Grillgut – egal, ob man Gasgrill oder Holzkohlegrill benutzt.

7.3. Welcher Grill ist leichter zu bedienen: Holzkohle- oder Gasgrill?

Im Grunde ist der Gasgrill einfacher zu bedienen und spart beim Grillen viel Zeit. In Sachen Gemütlichkeit und Ambiente schlägt sich der Holzkohlegrill aber besser.

Gasgrills sind allerdings wesentlich größer als Holzkohlegrills – deswegen sind Gasgrills in Bedienung und Handhabung wiederum etwas schwieriger.

Bildnachweise: adobe.stock/Mediterraneo, adobe.stock/Aintschie, adobe.stock/nito, adobe.stock/amarinchenko106, adobe.stock/oneinchpunch, adobe.stock/A_Bruno, adobe.stock/kieferpix, adobe.stock/s-motive, adobe.stock/Khaligo, adobe.stock/MarkusL (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)