Grillen

Räuchertonne selber bauen: Anleitung und 15 weitere Ideen

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Egal, ob Räuchertonne oder Räucherofen: Kalträuchern findet bei Temperaturen von 15 bis 25 °C statt – der Rauch muss also gekühlt werden. Dies ist auch für Amateure mit einer ausgefuchsten Konstruktion zu erreichen. Das “Räucherrohr” wird einfach vergraben. So steht dem leckeren Räuchern zu Hause nichts mehr im Wege.

Natürlich können Sie auch einfach einen Räucherofen kaufen, doch auch Heimwerker.de soll es darum gehen, selbst anzupacken. Deswegen verzichten wir an dieser Stelle auf eine Kaufberatung und zeigen Ihnen, wie Sie einen Räucherofen aus einer Tonne selber bauen, mit dem Sie selbst Wurst, Fisch oder Schinken räuchern können. Ein ganz besonderer Genuss – selbstgemacht! Und eine tolle Ergänzung zu herkömmlichen Grillgeräten.

1. Einen Kalträucherofen selber bauen: Diese Materialien und Werkzeuge brauchen Sie

Unser Kalträucherofen wird unter der Erde montiert. Dies kühlt den Rauch optimal und ist eine dauerhafte und zugleich simple Konstruktion. Diese Dinge brauchen Sie, wenn Sie einen Räucherofen aus einer Tonne selber bauen wollen:

Materialien Werkzeuge
  • 1 Blechtonne oder sauberes (!) Ölfass, ca. 100 cm x 60 cm, Blechstärke min. 3 mm
  • 1 alter Einmachkochtopf mit Deckel, min. 50 x 30 cm
  • 1 Holzdeckel, rund, entsprechend dem Durchmesser der Räuchertonne, Multiplex-Platte, 19 mm Dicke
  • 1 Ofenrohr, Ø 12-15 cm, Länge: 120 cm
  • 1 Ofenrohr-Winkelstück, Ø entsprechend dem Ofenrohr
  • 1 Edelstahl-Stange, Ø 10 mm, min. 60 cm lang
  • Feinkies zum Auffüllen der “Baugrube”
  • Stichsäge mit HSS-Metallsägeblatt
  • Bratenthermometer
  • 11 mm HSS-Bohrer
  • HSS-Bohrer entsprechend dem Durchmesser des Bratenthermometerfühlers
  • Bohrmaschine
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Der Räuchertonnen Bauplan mit seitlicher Ansicht.

Um geeignetes Material zu beschaffen, können Sie ruhig ein bisschen kreativ sein: Ofenrohre, Blechtonnen und Einmachkessel findet man beispielsweise auch im Altmetallhandel oder auf Schrottplätzen.

Gegen ein geringes Entgelt lassen sich die Teile dort auftreiben. Wer in Flussnähe wohnt, kann sich feine Kiesel günstig am Flussstrand besorgen. Seien Sie kreativ!

Aus Neuteilen beträgt der Preis für die Konstruktion um die 50 Euro – je nachdem, wo und wie Sie die Teile beschaffen. Das ist deutlich günstiger als herkömmliche Räucheröfen aus dem Handel.

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2. Räuchertonne aus Metall selber bauen: Anleitung in 3 Schritten

2.1. Räuchertonne und Feuertonne bearbeiten

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Wollen Sie einen Räucherofen selber bauen ist ein Ölfass ebenso geeignet. Säubern Sie dieses vorher gründlich.

Zunächst müssen Sie die benötigten Löcher für das Ofenrohr in die Räucher- und die Feuertonne sägen – in einem können die Löcher für die Stange zur Befestigung des Räuchergutes gebohrt werden.

Sägen Sie etwa zwei Zentimeter oberhalb des Einmachkesselbodens ein Loch entsprechend dem Durchmesser des Ofenrohrs in die Kesselwand. Nun sägen Sie ein Loch, ebenfalls im Durchmesser des Ofenrohrs, in den Boden der Räuchertonne.

Bohren Sie anschließend mit dem 11 mm HSS-Bohrer zwei exakt fluchtende, waagerecht zueinander stehende Löcher etwa 5 cm unterhalb des oberen Randes der Räuchertonne. Hier wird das Räuchergut eingehängt.

Sägen Sie nun den Deckel für die Räuchertonne aus der Multiplexplatte aus; entsprechend dem Tonnendurchmesser. Als Rauchabzug sägen Sie ein Loch mit 10 cm Durchmesser in den Deckel der Räuchertonne, für das Thermometer bohren Sie daneben ein Loch entsprechend dem Durchmesser des Thermometerfühlers.

2.2. Aushubarbeiten

Nun wird der “unterirdische” Teil der Arbeit geleistet: Graben Sie eine etwa 120 cm lange Rinne in den Boden. Die Breite der Rinne sollte, zur Vereinfachung der Befüllung mit Kies, etwa 25 cm betragen. Schachten Sie dann für die Räuchertonne ein kreisrundes Loch entsprechend dem Durchmesser und 10 cm Tiefe für das “Fundament” aus.

Nun graben Sie an der anderen Seite der Rinne ein 50 cm tiefes, kreisrundes Loch entsprechend des Durchmessers Ihres “Feuerkessels” aus. Füllen Sie den Boden etwa 5 cm hoch mit Kies.

2.3. Ofenrohr verlegen

Nun wird das Ofenrohr verlegt: Stecken Sie das Ofenrohr seitlich durch die Öffnung im Feuerkessel und schieben Sie es danach durch die Bodenöffnung in der Räuchertonne. Fixieren Sie es ggf. mit etwas Klebeband am Boden der Räuchertonne, damit es nicht herausrutscht.

Stellen Sie die gesamte Konstruktion lose in die Grube und legen Sie das Ofenrohr in die Rinne ein. Füllen Sie jetzt langsam und vorsichtig den Feinkies ein, bis die gesamte Grube gut gefüllt ist.

Hinweis: Achten Sie dabei besonders darauf, dass das Ofenrohr stabil aufliegend in das Kiesbett eingebettet ist.

Wenn Sie die Grube bis zum Rand aufgefüllt haben, ist Ihre “Kalträucheranlage” einsatzbereit.

3. Kalträuchern in Ihrem Räucherofen: Verwenden Sie nur biologische Feueranzünder

Ein Feuer in der Feuertonne
Ein ordentliches Feuer in der Feuertonne erzeugt den Rauch.

Zum Losräuchern müssen Sie folgendes machen: Entfachen Sie mit einigen Buchen- oder Eichenholzscheiten, je nach gewünschtem Aroma, im Feuerkessel bei geöffnetem Deckel ein kraftvolles Feuer.

Achten Sie darauf, dass als Anzündhilfe keine chemischen und schadstoffhaltigen Anzünder verwendet werden; spezielle Zündwolle halten Ihr Räuchergut schadstofffrei.

Wenn das Feuer im Kessel ordentlich brennt, legen Sie den Deckel auf und beschweren ihn mit einem Stein. Nun sollte es, bei freiem Gasdurchsatz, kraftvoll aus dem Bodenloch der Räuchertonne qualmen.

Hängen Sie nun das Räuchergut an der Stange ein und schließen Sie den Deckel. Prüfen Sie während des Räuchervorgangs gelegentlich die Temperatur.

Tipp: Sollte das Rauchgas zu heiß sein, schütten Sie eine Kanne kaltes Wasser ins Kiesbett. Dies kühlt das Ofenrohr ab und senkt die Temperatur im Räucherofen. Wenn es zu kalt ist oder nicht mehr genügend Rauch ausströmt, legen Sie Holz nach.

4. FAQ: Heimwerker.de beantwortet häufige Fragen zum Thema “Räuchertonne selber bauen”

Das Holz macht den Unterschied

Zum Kalträuchern werden nicht harzende Harthölzer verwendet. Dabei sorgen unterschiedliche Hölzer für individuelle Aromen. Während Buche für das typische Raucharoma verantwortlich ist, sorgt Ahorn für eine süßliche und Eiche für eine kräftige Note.

Im Anschluss an unseren Räuchertonnen-Bauplan möchten wir noch einige Fragen beantworten, die sich Räucher-Beginner eventuell stellen.

4.1. Was kann alles kaltgeräuchert werden?

Zum Kalträuchern eignen sich prinzipiell alle Fleischsorten, aber beispielsweise auch Wurst oder sogar Käse. Unter anderem also:

  • Schinken und Speck
  • Wurst wie Salami und Leberwurst
  • Fische wie Lachs
  • Enten- oder Gänsebrust
  • Hartkäse wie Bergkäse

4.2. Wie lange dauert das Kalträuchern in der Tonne?

Wie lange das Räuchergut dem Kaltrauch ausgesetzt werden muss, hängt nicht nur von der Dicke des Stückes, sondern auch von Ihrem persönlichem Geschmack ab. Mögen Sie ein besonders kräftiges Raucharoma, sollten Sie grundsätzlich länger kalträuchern.

Der Richtwert für Lachs liegt bei zwei bis drei Tagen, wobei ein Räucherdurchgang etwa acht Stunden dauern sollte.

4.3. Bei welchen Temperaturen wird geräuchert?

Beim Kalträuchern werden Temperaturen zwischen 15 und 25 °C verwendet. Durch die niedrigen Temperaturen werden die Räucherwaren besonders schonend zubereitet.

Einziger Nachteil ist hier die längere Räucherzeit. Ebenso spielt die Außentemperatur beim Kälträuchern eine wichtige Rolle und sollte nicht zu hoch sein. Herbst und Winter sind daher ideale Jahreszeiten zum Kalträuchern.

5. Räucheröfen selber bauen: 15 weitere Anleitungen

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Wie lange Fleisch und Fisch geräuchert werden hängt auch von Ihrem persönlichem Geschmack ab.

Wer gerne geräuchertes Fleisch oder Fisch genießt, muss nicht immer zum Metzger oder Fischhändler gehen. Denn mit einem selbst gebauten Räucherofen oder Selchofen kann man selber räuchern. Nicht nur für Angler und Jäger, sondern auch für Grill-Fans lohnt sich die eigene Räucherkammer oder der Räucherofen.

Wir haben kostenlose Bauanleitungen im Internet gesammelt: Vom einfachen Pappkarton-Räucherschrank bis zum Bauplan für eine aufwändige Räucherkammer oder das Räucherhaus im Garten. Mit diesen bauen Anfänger und Fortgeschrittene eigene Öfen zum Räuchern.

5.1. Bauanleitungen für Räucherschrank und Räucherkammer

Der klassische Räucherofen besteht aus Metall und einer großen Räucherkammer. Um ihn selber zu bauen, kann man sich zum Beispiel das Blech passend zuschneiden lassen. Allerdings sind für den Bau dieser Räucheröfen fortgeschrittene Metallbau-Kenntnisse von Vorteil.

5.2. Smoker und Räucheröfen bauen

In dieser Rubrik finden Sie die Bauanleitungen für einfache Räucheröfen, in Österreich auf Selchöfen genannt, die auch Anfänger ohne Vorkenntnisse schnell selbst bauen können. Wer lieber ein amerikanisches Barbecue bevorzugt, baut mit diesen Anleitungen einen amerikanischen Smoker selber.

5.3. Räuchertonne als Räucherschrank bauen

Bei Heimwerkern sind Räuchertonnen bzw. kleine Räucheröfen sehr beliebt , die aus Blechtonnen oder Mülltonnen gebaut werden. In den USA werden damit vor allem gerne ganze Truthähne geräuchert.

5.4. Baupläne für Räucherhäuser

Wer Angler oder Jäger ist, muss oft eine große Menge von Fischen oder Fleisch verarbeiten. Da bieten sich ein großes Räucherhaus oder eine Räucherkate im Garten an. Hier gibt es Baupläne für aufwändige freistehende Räucheröfen.

Bildnachweise: stock.adobe/dieter76, legacy/heimwerker.de, stock.adobe/panithi33, stock.adobe/Daniil, stock.adobe/Stefan (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)