Heizkörper & -systeme

Infrarot Heizstrahler im Test mit Kaufempfehlung

Terrassenheizer sind in den letzten Jahren in Mode gekommen: Immer mehr Menschen wollen an kühlen Frühlings- und Herbsttagen und sogar im Winter draußen sitzen können.

In Cafés kommen meist die berühmt-berüchtigten Heizpilze zum Einsatz. Diese werden mit Propangas betrieben und sind für den Hausgebrauch oft einfach zu sperrig und zu verbrauchsintensiv; acht Kilo Gas reichen hier für etwa zehn Stunden.

Private Terrassen werden daher bevorzugt elektrisch beheizt. Mit konventionellen Halogen- oder Quarzheizstrahlern kann dies allerdings ganz schön ins Geld gehen.

Infrarot-Heizstrahler bieten eine zumindest verbrauchsgünstigere Alternative. Sie haben einen höheren Wirkungsgrad und einen niedrigeren Energieverbrauch. Wir haben drei unterschiedliche Geräte für Sie getestet und wünschen allzeit wohlige Wärme auf Ihrer Terrasse.

Infrarot Wärme: Wie funktioniert das?

Infrarotglühbirne

Infrarot Heizstrahler erwärmen im Unterschied zur herkömmlichen Warmluft- oder Konvektionsheizung nicht die Luft, sondern nur die Körper auf die sie treffen. Man spricht von einer direkten Strahlungs- oder Wärmewellenheizung.

Durch dieses Prinzip kann ein verhältnismäßig großer Wirkungsgrad erzielt werden; marktübliche Infrarotstrahler setzen 45 bis 80 Prozent der eingespeisten Energie in Wärmestrahlung um. Ausgeklügelte Systeme erreichen heutzutage eine Ersparnis von bis zu 50 Prozent gegenüber konventionellen Warmluftheizungen.

Erzeugt werden kann die Wärmestrahlung entweder mit einer Infrarotlampe, wie sie oft in der Nutztierhaltung eingesetzt wird, oder mit einer Röhre.

Da Infrarotstrahlung lediglich eine andere Form von Licht ist, wird auch nur der von der Energiequelle bestrahlte Bereich warm. Terrassenheizstrahler sollten daher möglichst hoch aufgehängt werden um eine gute Wirkung zu entfalten.

Terrassenheizstrahler und Energieverbrauch

Wie auch immer man Wärme im Außenbereich erzeugt: Der Einsatz ist in jedem Fall im Vergleich zu geschlossenen Räumen extrem ineffizient. Wer seine Terrasse beheizt, sollte daher zumindest für einen Windschutz und am besten eine Überdachung sorgen.

Infrarotheizungen stellen hier definitiv die beste Wahl dar, da sie ohne Erwärmung der Umgebungsluft heizen. Aber auch hier gilt: Wer von vorn herein warm angezogen wind- und wettergeschützt sitzt, wird die Heizung deutlich später einschalten als jemand, der dünn bekleidet und völlig exponiert auf der Terrasse hockt.

Infrarot Heizstrahler im Testüberblick

Infrarot Heizstrahler Landmann 12525

Infrarot Heizstrahler Landmann 12525

Kein Ventilator, sondern ein schwenkbarer Infrarotheizstrahler: Das handliche Gerät aus dem Hause Landmann bietet maximale Mobilität und kann überall wo ein Stromanschluss vorhanden ist aufgestellt werden.

Mit einer Fernbedienung und einer Zeitschaltuhr ausgestattet hat der Infrarotstrahler zusätzlich zwei Komfortfunktionen. Die Heizwirkung ist etwas zu gering, der Preis ist dafür in Ordnung: Mit 60 Euro ist der Landmann die günstigste Lösung im Test.

Vor- und Nachteile:pro: contra:

  • mobil
  • Fernbedieung
  • vier Stufen
  • schwenkbar
  • höhenverstellbar
  • Heizwirkung nur bis etwa 1m vor dem Gerät
  • Schwenkbereich ist zu groß (90°)
  • nicht unbedingt ein Designerstück
  • zu geringe Höhe (1,30 m)

Infrarot Terrassenstrahler Solamagic

Infrarot Terrassenstrahler Solamagic

Terrassenheizer zur Wandmontage empfehlen sich als dauerhafte und professionelle Lösung zur Aussenheizung. Der Solamagic Infrarot Heizstrahler entwickelt kraftvolle 2000 Watt und lässt sich auf nahezu allen Untergründen montieren.

Bei der Anbringung sollte allerdings überprüft werden, wo und wie man vor dem Gerät sitzt: Eine spätere Korrektur ist nicht oder nur schwer möglich. Hervorzuheben ist auch, dass das Gerät keinen Stecker besitzt und fachgerecht angeschlossen werden muß.

Vor- und Nachteile:pro:contra:

  • professionelle Lösung
  • Wandontagemöglichkeit
  • starke Heizleistung
  • "made in Germany"
  • wenige Einsatzvarianten möglich
  • legt die Sitzposition fest
  • muss fachgerecht angeschlossen werden
  • hoher Preis

 Terrassenheizstrahler Triplex T2000

Mit der Kraft der drei Röhren und zusammen 1,9 Kilowatt ist der Triplex T2000 das leistungsstärkste, aber auch teuerste Gerät im Test.

Pfiffig ist die Montage an einer Sonnenschirmstange oder ähnlichem, weniger pfiffig ist, dass ansonsten keine Aufstellmöglichkeit mitgeliefert wird. Bis zu 12 m² sollen durch den Triplex beheizt werden können. Für 189 Euro können Sie sich die (Elektro-)Sonne an ihren Schirm hängen.

Vor- und Nachteile:pro:contra:

  • pfiffige Montage
  • gute Heizleistung
  • mobiles Gerät
  • Stromverbrauch
  • keine Befestigung mitgeliefert
  • lediglich spritzwassergeschützt

Technische Daten der getesteten Geräte

Landmann 12525 Solamagic 2000W Triplex T2000
Leistung:
1000 Watt 2000 Watt
3 x 650 Watt
Anschluß:
230V/Stecker 230V/Stecker 230V/Stecker
Heizfläche: ca. 3-4 m² 16 m² 12 m²
Stufen:
4 keine Einzelschaltung
Fernbedienung:
ja
nein nein
Zeitschaltung:
ja
nein nein
Montage:
Standfuß Wand Pfosten
Preis:
60 Euro
326 Euro
189 Euro

Kaufempfehlung: Vergleichssieger unter den Infrarot Heizstrahlern

Wie bei vielen anderen Geräten auch kommt es immer darauf an, wie sie das Gerät wirklich einsetzen wollen. Zum höchsten Preis bekommt man auch in diesem Test das meiste: Der Solamagic 2000 heizt 16 m² auf, der Landmann hingegen nur rund einen Meter weit in seinem Schwenkradius .

Unsere Kaufempfehlung gilt dem Triplex T2000: Bei vergleichsweise simpler Technik ist die Anbringungslösung ziemlich pfiffig und der Preis für die Gegenleistung nicht überzogen. Die drei unabhängig voneinander schaltbaren Segmente lassen sich problemlos unter einem Sonnenschirm befestigen und bieten so direkt Wärme am Tisch: eine effiziente Lösung.

Platz zwei entfällt auf den Solamagic: Zweifelsohne eine professionelle und leistungsstarke Lösung, Hindernisse sind lediglich der hohe Preis und die Festmontage, welche die Sitzposition vor dem Gerät festlegt.

Platz drei für den Landmann: Als Standgerät sicherlich eine clevere Idee kann er in punkto Leistung leider nicht überzeugen. Fernbedienung und Zeitschaltuhr nutzen hier nur wenig. Dennoch ist das Gerät mit seinen 60 Euro erfreulich günstig und kann so zumindest als Preis/Leistungssieger durchs Ziel gehen: Billiger ist ein Infrarotheizgerät nicht zu haben: Man muß nur etwas näher zusammenrücken.

Terrassenheizstrahler: Unsere Empfehlung

Schnelle Montage, gute Leistung: Wer es unter dem Sonnenschirm warm haben will, kommt am Triplex T2000 nicht vorbei.

Günstig und mobil, aber etwas schwächlich: Der Landmann 12525 ist die preisgünstige Alternative für den gelegentlichen Einsatz.

Heizstrahler Alternativen ohne Strom

Infrarotwärme kann nicht nur mit Strom erzeugt werden: Eine sinnvolle Alternative stellt beispielsweise der Infrarot-Heizofen Burny Sahara dar. Hier wird die erforderliche Energie aus einer im Innern befindlichen Propangasflasche gewonnen.

Falls Sie keinen Stromanschluss auf der Terrasse haben oder einfach nur die Kanonenofen-Optik schön finden, kann der Burny Sahara eine gute Alternative für Sie darstellen.

 

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