Kaufberatung zum Kaminanzünder Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Kleine handliche Kaminanzünder entfachen im Winter binnen kürzester Zeit ein wohlig warmes Feuer im Kamin oder heizen im Sommer den Grill im Garten an. Allerdings sind nicht alle Produkte für Kamin und Grill gleichermaßen geeignet.
  • Sicherheit und Gesundheit sollten beim Umgang mit Feuer an erster Stelle stehen, was für Kaminanzünder bedeutet: Eine Zertifizierung nach der DIN EN 1860 ist Pflicht, damit das Produkt sicher ist. Zudem werden die meisten Kaminanzünder mittlerweile ökologisch hergestellt und sind geruchsneutral.
  • Die gängigsten Kaminanzünder sind unscheinbar wirkende Holzwolle-Pellets, die von einer Wachsschicht umhüllt sind. Diese verbessert den Brennprozess.

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Kaminanzünder oder Ofenanzünder eignen sich zur Kaminbefeuerung, zum Ofenanzünden und für das Grillfeuer. Die Kaminanzünder entzünden sich sehr schnell und haben eine lange Brenndauer. Ihre Flammen entzünden das Kaminholz oder die Kohle. Es ist nicht notwendig, mit stinkenden Lappen zu hantieren, die mit Öl getränkt sind, oder geruchsintensives Altpapier zu verwenden um das Feuer anzuzünden.

Die folgende Kaufberatung 2021 der Heimwerker.de-Redaktion zeigt auf, worauf Sie beim Kauf von Kaminanzündern achten sollten. Laut Nutzerberichten in Kaminanzünder-Tests im Internet gehen die Kaufkriterien weit über die Farbe, die Menge in der Packung und das Design der Packung hinaus. Stattdessen sind Inhaltsstoffe, Dosierung und die Frage, ob es sich um Bio-Kaminanzünder handelt, entscheidend.

Sicherheitshinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Beim Umgang mit Feuer steht immer die Sicherheit an erster Stelle. Deshalb sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Anzünder der DIN EN 1860-3 entsprechen. Ein Signet kennzeichnet die geprüfte Ware, egal ob Sie günstige Kaminanzünder bei Aldi oder Lidl kaufen oder Bio-Kaminanzünder bei Rossmann, dm, Edeka oder Obi. Der Preis sollte nicht das entscheidende Kriterium für den Kauf sein. Geprüfte, hochwertige und ökologisch unbedenkliche Kaminanzünder, die es auch bei Rewe oder Bauhaus gibt, kosten auch online nur wenige Cent pro Stück. Nutzen Sie den unverbindlichen Kaminanzünder-Vergleich, bevor Sie einen Kaminanzünder kaufen.

1. Welche Arten von Kaminzündwürfeln werden in Kaminanzünder-Tests im Internet von Nutzern empfohlen?

Im Kamin ist die Anwendung von Kaminanzündern ganz einfach: Zunächst schichten Sie das Anzündholz in den Kamin, dann geben Sie den mit Wachs ummantelten Kaminanzünder darauf und legen dann das Feuerholz hinein. Im Grill füllen Sie die Kohlen ein und geben entweder flüssigen oder festen Anzünder darauf. Erst jetzt zünden Sie mit einem Streichholz oder Feuerzeug die Kaminanzünder im Holz oder der Kohle an.

Kaminanzünder gibt es demzufolge in vielen verschiedenen Varianten. Nicht alle sind dabei uneingeschränkt empfehlenswert, wie Berichte von Nutzern in Tests zur Kaminbefeuerung erahnen lassen. Auf Basis dieser Informationen hat die Redaktion von Heimwerker.de die folgende Übersicht über Typen und Arten erstellt.

Kaminanzünder-Typ Eigenschaften
Kaminanzündwürfel

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  • sicher
  • einfach und bequem in der Handhabung
  • für Kohle und Briketts geeignet
  • können sehr geruchsintensiv sein
  • Kaminanzünder als Würfel bieten mehr Komfort bei der Dosierung
  • Kaminanzünder in Dosen in unterschiedlichen Größen
Flüssige Kaminanzünder

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  • ideal für Holzkohle
  • entzünden das Feuer schnell
  • Geruchsentwicklung
  • Qualmbildung
  • nicht geeignet für Briketts
  • Anwendung birgt ein gewisses Risiko
Kaminanzünder-Spray

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  • das Feuer brennt schnell
  • keine Rauchentwicklung
  • riskant
  • teilweise unpraktisch
Kaminanzünder in Gel- oder Pastenform

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  • für Holzkohle prädestiniert
  • entzünden sich nicht so leicht wie Würfel
Kaminanzünder auf Naturbasis

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  • umweltfreundlich
  • verbrennen rückstandslos
  • riechen nicht nach Chemie
  • teilweise entsteht viel Rauch
elektrischer Kaminanzünder

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  • sicher
  • keine Emissionen
  • beeinträchtigt den Grillgutgeschmack nicht
  • einmalige Anschaffung
  • sauber und ohne Rückstände
  • brauchen eine Stromquelle
  • eventuell ist ein Verlängerungskabel notwendig
Kaminanzünder mit Gas

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  • funktioniert ähnlich wie ein Feuerzeug
  • teuer
  • Gas notwendig
  • gibt es in vielen verschiedenen Farben
Grill-Fön

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  • einmalige Anschaffung
  • macht schnell Glut
  • Funken können wegfliegen
  • meist mit Batterie oder anderer Stromquelle
  • einige Modelle haben einen Handantrieb

2. Welche Kriterien sind beim Kauf von Kaminanzündern wichtig?

Nicht jeder Kaminanzünder ist für den gewünschten Zweck geeignet. Nicht alle Kaminanzünder entsprechen den eigenen Qualitätsanforderungen. Wichtige Entscheidungskriterien sind:

  • Menge in der Verpackung
  • Farbe
  • Inhaltsstoffe im Anzünder
  • Dosierung

2.1. Wie viele Anzünder sind in einer Packung?

Tipp zum Preisvergleich

Beim Einkauf von größeren Mengen ist es sinnvoll, den Preis pro Stück zu vergleichen und nicht den Preis der ganzen Packung mit Feueranzündern.

Bei Kaminanzündern variiert nicht nur die Verpackungsgröße. Auch die Größe der Anzünder selbst ist sehr unterschiedlich und die in der Verpackung enthaltene Menge.

Häufig gibt es Großpackungen mit 5 kg Kaminanzünder oder mit 10 kg Kaminanzünder. In Shops gibt es auch kleinere Verpackungseinheiten, Pakete mit 1 kg Kaminanzünder oder nach Stückzahl abgepackte Anzünder. Wenn Sie im Sommer nur gelegentlich ein Grillfeuer entfachen wollen, genügt meist eine kleine Kaminanzünder-Box.

Nutzer in Tests zu Kaminzündwürfeln geben zudem diesen Tipp ab: Wenn Sie eine größere Verpackungseinheit kaufen, erhalten Sie die Kaminanzünder meist mit einem großzügigen Rabatt. So liegt der Stückpreis schnell unter 10 Cent pro Kaminanzünder.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Die großen Mengen verbrauchen sich natürlich nicht so schnell. Daher ist es wichtig, die Kaminanzünder und die Kaminanzünder für den Grill richtig zu lagern. Sie sollten sie trocken und geschützt vor der Witterung aufbewahren.

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Achtung: Weiße Kaminanzünder sind Gift im Grill. Sie sondern unter der Grillhaube giftige Dämpfe ab, die sich auf das Grillgut übertragen.

2.2. Woraus werden Kaminanzünder hergestellt?

Es gibt Anzündwürfel aus Wachs, Kaminanzünder aus Wolle, Kaminanzünder und Anzünder für den Ofen aus Holzwolle, Kaminanzünder aus Naturholz mit Wachs, flüssige Grillanzünder, Kaminanzünder mit Zündkopf, Gaskaminanzünder, Kaminanzünder-Feuerzeuge, elektrische Kaminanzünder und Kaminanzünder mit Paraffin. Die Paraffinummantelung, die bei vielen Kaminanzündern verwendet wird, verlängert die Brenndauer, genau wie bei einer Kerze.

Aus Kaminanzünder-Tests im Internet geht hervor: Die Grundstoffe der meisten Kaminanzünder sind Holzwolle, Wachs oder Paraffin. Die meisten Produkte enthalten Holzspäne. Normalerweise kommen mehrere Materialien zusammen zum Einsatz.

Warnhinweis der Heimwerker.de-Redaktion: In der Praxis verwenden viele beim Grillen die weißen Feueranzünder als zusätzlichen Schub. Sie drücken sie zwischen die Kohle und schließen dann den Deckel ihres Grills. Der gesundheitsschädliche Rauch zieht auf diese Weise nicht ab, sondern wirkt auf das Grillgut ein und wird dann mitgegessen.

2.3. Was unterscheidet Bio-Kaminanzünder von regulären Kaminanzündern?

Bio-Kaminanzünder sind meist aus Kiefernholz, das mit Wachs ummantelt ist. Öko-Kaminanzünder sind Kaminanzünder aus Holzwolle, denn dabei ist ein echtes Naturprodukt der Brennstoff. Bei Holzfaser-Briketts und Kienholz gilt das Gleiche:

  • Kienspäne sind aus verharztem Kiefernholz und haben eine sehr lange Brenndauer.
  • Kaminanzünder mit einer Wachsumhüllung sind ebenfalls Bio-Kaminanzünder.
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Es gibt einen Unterschied zwischen Öko- und Bio-Kaminanzündern. Öko-Kaminanzünder bestehen aus Holzwolle, Bio-Kaminanzünder bestehen aus Kiefernholz.

Häufig wird in Kaminanzünder-Tests im Internet auch diese Frage gestellt: Sind Bio-Kaminanzünder besser?

Nutzer und Hersteller antworten darauf so: Bio-Kaminanzünder oder Öko-Kaminanzünder zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus natürlichen Materialien bestehen.

Es gibt Kaminanzünder aus Wolle und Wachs, die für die Umwelt keine Belastung darstellen. Allerdings brennen sie in der Regel nicht so leicht wie chemische Anzünder, die meist Petroleum enthalten. Diese haben wiederum einen unangenehmen Geruch und sind wenig umweltverträglich.

Bio-Kaminanzünder haben folgende Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • Kaminanzünder sind ökologisch
  • sie sind biologisch abbaubar
  • sie sind geruchlos
    Nachteile
  • höherer Preis
  • entzünden sich nicht so leicht
  • brennen nicht so lange

Preisvergleich der Heimwerker.de-Redaktion: Je nach Herstellungsmaterial variieren die Kosten für Kaminanzündwürfel. 10 kg in der praktischen Kaminanzünder-Box kosten meist zwischen 25 und 45 Euro. Dabei sind die chemischen Produkte in der Regel günstiger als die ökologischen Würfel als Kaminanzünder.

2.4. Gibt es eine Empfehlung der Stiftung Warentest?

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Beim Ranking der Stiftung Warentest zu Grillanzündern schneidet kein Produkt mit der Note „sehr gut“ ab.

Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2013 Grillanzünder getestet. Einen herausragenden Kaminanzünder-Testsieger konnten die Verbraucherschützer nicht benennen.

Wunderblitz erhielt in der Kategorie der Holz-Wachsanzünder die Bestnote mit 2,8. Unter den festen Paraffinanzündern wurde kein Produkt mit der Note 2 bewertet. Grillanzündgel von Flamax und Anzündcreme von Flash erhielten in der Kategorie der Paraffingele und -cremes die Noten 2,7. Der Bio-Flüssiganzünder von Grill Flamis bekam die Note 2,9. Zum besten Kaminanzünder mit der Note 2,1 wurde das Anzündspray von Startfire.

Auch wenn Marken und Hersteller eher unbekannt sind, so gehören mittlerweile doch die meisten Kaminanzünder in die Kategorie der ökologisch hergestellten Kaminanzünder – von Panorama 24, von express24, von grillas, FINNAS, Orange Deal, Grill Republic, Feniks und anderen Herstellern.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Kaminanzünder-Vergleich

3.1. Sind Kaminanzünder giftig?

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Weiße Kaminanzünder sind grundsätzlich keine gute Idee. Meist bestehen sie aus einem Produkt auf Erdölbasis, wie etwa aus Petrolether oder Paraffin.

Viele verwenden weiße Kaminanzünder, denn sie entzünden sich leichter. Allerdings bestehen diese Anzünder fast immer aus einem Produkt, das auf Erdölbasis, Petrolether oder Paraffin hergestellt ist. Bei der Verbrennung entstehen giftige und unangenehm riechende Dämpfe und Rauch. Diese Produkte sind weder gesund noch umweltfreundlich. Den Hinweis, dass nach dem Gebrauch die Hände gründlich zu waschen sind, sollten Sie als Warnhinweis auffassen.

3.2. Gibt es Kaminanzünder, die wiederverwendbar sind?

Grundsätzlich sind die klassischen Anzünder nicht wiederverwendbar. Sie verbrennen mit, wenn sie das Feuer entfachen. Elektrische Kaminanzünder lassen sich immer wieder verwenden. Diese Anzünder gibt es allerdings überwiegend in Grills. Dort haben sie einen festen Stromanschluss und übernehmen die Zündung wie bei einem Gasherd.

3.3. Gibt es einen Unterschied zwischen Grill -und Kaminanzünder?

Kaminanzünder aus Feststoffen sind nicht zum Grillen geeignet. Sie sehen den Grillanzündern sehr ähnlich, auch das Design der Verpackung ist ähnlich. Doch die Kaminanzünder rußen viel mehr und haben einen stärkeren Geruch. Für offene Flammen sind sie allerdings nicht geeignet. Nur speziell als Grill- und Kaminanzünder ausgewiesene Produkte sollten Sie auch zum Grillen verwenden. Damit ist nicht jeder Kaminanzünder bzw. jeder Ofenanzünder grilltauglich.

3.4. Gibt es Anzünder mit einer besonders langen Brenndauer?

Es gibt extragroße Jumbo-Anzünder, die eine Brenndauer von etwa 30 Minuten haben. Sie sind besonders gut geeignet für die Kaminbefeuerung.

3.5. Lassen sich Kaminanzünder auch selber machen?

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Aus Kiefernzapfen lassen sich sogar selbst Anzünder für Kamine kreieren.

Kaminanzünder selber zu machen, ist gar nicht so schwer. Das geht mit Holzspänen und leeren Eierkartons oder mit Kiefernzapfen und jeweils Kerzenwachs dazu.

Für die Anzünder mit den Holzspänen einfach die Holzspäne in die Mulden der Eierkartons einfüllen und geschmolzenes Wachs einfüllen. Nach etwa zwei Stunden ist das Wachs wieder ganz fest und die Anzünder sind gebrauchsfertig.

Um aus den Kieferzapfen Kaminanzünder zu machen, müssen die Zapfen richtig trocken sein und Sie müssen sie gründlich ausschütteln. Das Wachs schmelzen lassen und die Zapfen etwa bis zur Hälfte hineintauchen, anschließend trocknen lassen. In einem hübschen Gefäß sehen diese Anzünder schön aus.

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