Kaufberatung zum Laubsauger Test bzw. Vergleich 2020

  • Laubsauger erleichtern gerade für Menschen mit Rückenproblemen die Arbeiten im Herbst. Sie sind nicht gezwungen, sich zu bücken, sondern können die heruntergefallenen Blätter bequem aufsaugen.
  • Besonders auf der Straße kann nasses Laub für die Verkehrsteilnehmer gefährlich werden, da es vor allem die Wege für Radfahrer und Fußgänger rutschig macht. Deshalb ist es dort besonders wichtig, die Blätter zu entfernen.
  • Viele Laubsauger sind Multifunktionsgeräte und können mit wenigen Handgriffen zu einem Laubbläser umfunktioniert werden.

02h44789-kopie

Wenn sich Ende August und Anfang September die ersten Blätter rot, orange und gelb verfärben ist es nicht mehr zu leugnen: Der Herbst ist da. So schön und farbenprächtig das Naturschauspiel auch ist – es kann recht aufwändig sein, die heruntergefallenen Blätter von der Straße zu kehren, damit bei Nässe die Verkehrsteilnehmer nicht so leicht wegrutschen. Gerade für Menschen mit Rückenproblemen stellt die Arbeit mit Handbesen und Kehrschaufel kein Vergnügen dar; das ständige Bücken strengt an.

Für diesen Zweck ist ein Laubsauger das Richtige. Dieser sammelt die Blätter einfach durch ein Saugrohr ein, ähnlich wie ein Staubsauger.

Da es bei diesen Geräten unterschiedliche Arten gibt, möchten wir Ihnen mithilfe des Laubsauger-Vergleichs 2019 / 2020 einen Überblick zu verschiedenen Modellen verschaffen. In unserer Kaufberatung erfahren Sie, worauf Sie neben der Saugleistung und dem Volumen des Laubbehälters noch achten sollten, wenn Sie einen Laubsauger kaufen möchten.

1. Was zeichnet einen Laubsauger aus?

Fangbeutel
Der Laubsauger leitet das Laub direkt in einen Auffangsack weiter.

Im Prinzip entspricht ein Laubsauger in etwa einem Staubsauger. Der zum Aufsaugen benötigte Unterdruck wird durch den Motor erzeugt. Laub wird dabei anstelle von Staubpartikeln durch ein Rohr in den Fangsack eingesaugt.

Mittlerweile beschränken sich viele Laubsauger nicht mehr lediglich auf das Aufsagen von Laub, sondern erfüllen diverse Anforderungen. Multifunktionsgeräte lassen sich dabei in Laubbläser ummontieren. In einigen Modellen ist auch eine Häcksler-Funktion integriert, sodass das Laub gleich zerkleinert wird und der entstandene Mulch zu einem späteren Zeitpunkt als Dünger wiederverwendet werden kann.

  • ermöglicht schnelles und komfortables Aufsammeln von Laub
  • schont den Rücken
  • verursacht Lärm
  • Ökokreislauf des Gartens wird gestört
  • Abgase bei Laubsaugern mit Benzin

Unterschied zwischen Laubsauger und Laubbläser

Der Unterschied wird schon in den Namen der beiden Garten-Geräte sichtbar: Der Laubsauger saugt die heruntergefallenen Blätter ein und lagert sie in einem Fangkorb. Der Laubbläser dagegen pustet das Laub in eine bestimmte Richtung von sich weg. So kann der Nutzer leicht das Laub zu Haufen zusammenblasen und diese anschließend einfach aufkehren.

2. Die verschiedenen Laubsauger-Arten

In beinahe jedem Laubsauger-Test unterscheidet man die Geräte hinsichtlich ihrer Betriebsart. Im Handel erhältlich sind Akku-Laubsauger, Elektro Laubssauger und Laubsauger, die mit Benzin angetrieben werden.

Typ Beschreibung
Elektro-Laubsauger

elektro-sauger

Elektro-Laubsauger werden mit Netzstrom betrieben. Daher besitzen sie ein Stromkabel, welches in die Steckdose gesteckt werden muss. Somit ist der Nutzer in seiner Reichweite eingeschränkt. Behoben werden kann dieses Problem aber leicht mit einem Verlängerungskabel.

Elektro-Laubbsauger sind gut geeignet für einen kleinen Garten, wo man mit dem Sromkabel überall hin kommt. Großer Pluspunkt dieser Geräte: Sie verursachen nicht so viel Lärm und sind damit leiser als die anderen Varianten.

Akku-Laubsauger

 

akku-laubsauger

Der Akku-Laubsauger hat kein Stromkabel, sondern wird mit einem Akku betrieben. Dadurch sind Sie im Garten frei beweglich und können sich ungehindert fortbewegen. Dabei kommt Ihnen zugute, dass diese Gartengeräte leicht gebaut sind.

Ein Akku-Laubsauger ist meistens ein günstiger Laubsauger, da er im Gegensatz zu den anderen weniger Leistung aufbringen kann. Dadurch ist zwar auch seine Lautstärke geringer, doch der Arbeitsaufwand höher als beispielsweise mit einem Elektro-Laubsauger von Stihl.

Daher sind akkubetriebene Geräte ebenfalls für kleinere Gärten zu empfehlen.

Benzin-Laubsauger

benzin-sauger

Laubsauger mit Benzin sind konzipiert für große Rasenflächen und viel Laub. Sie haben große Power und können auch leicht nasses, schweres Laub aufwirbeln.

Auch bei diesem Modell wird die Beweglichkeit nicht durch ein Kabel beeinträchtigt, da der Motor mit Benzin betrieben wird.

Das führt allerdings auch dazu, dass der Sauger besonders laut ist und umweltschädliche Abgase ausstößt. In der Anschaffung und im Betrieb sind Benzin-Laubsauger teurer als die anderen Modelle.

Neben diesen Reinformen gibt es viele Multifunktionsgeräte: Diese besitzen ein Gebläse und können somit auch als Laubbläser eingesetzt werden. Optimal sind Sauger mit einer zusätzlich integrierten Häckslerfunktion. Das angesaugte Laub wird sofort zerkleinert und kann dann als Mulch verwendet werden. Das ist nicht nur gut für den Boden, sondern auch für Ihren Geldbeutel.

3. Kaufkriterien: Darauf sollten Sie beim Kauf eines Laubsaugers achten

Wir haben für Sie im Folgenden kurz zusammengefasst, auf welche Kategorien Sie besonders achten sollten bei der Anschaffung eines Laubsaugers.

3.1. Betriebsart

Mit einem Laubsauger werden die Blätter schnell vom Boden entfernt, ohne sich bücken zu müssen.
Mit einem Laubsauger werden die Blätter schnell vom Boden entfernt, ohne sich bücken zu müssen.

Welche Art von Sauger für Sie die richtige Wahl ist, hängt vor allem vom Einsatzgebiet und Verwendungszweck ab. Ein Benzin-Laubsauger von Bosch beispielsweise ist insbesondere für eine große Grünfläche mit vielen Bäumen geeignet, da der Einsatzradius nicht von einem Stromkabel beschränkt wird.

Durch das hohe Aufkommen von Lärm und Abgasen sind diese Sauger jedoch in Wohngebieten weniger gern gesehen. Sowohl die hohen Kosten der Anschaffung, als auch die des benötigten Benzins sind beim Erwerb zu beachten.

Elektrisch betriebene Geräte sind schonender für die Umwelt und zudem wesentlich preiswerter. Die Flexibilität beim Einsatz ist jedoch aufgrund des benötigten Stromkabels eingeschränkt.

Akku-betriebene Laubsauger sind da praktischer und verhältnismäßig leise. Das Angebot an Modellen fällt jedoch im Vergleich zu Elektro-Laubsaugern eher klein aus.

3.2. Funktionen

Was erhoffen Sie sich beispielsweise von einem MTD Laubsauger? Da die Laubsauger von Makita, Gardena oder Einhell heutzutage mehrere Funktionen erfüllen können, sollten Sie bei Ihrem Laubsauger-Vergleich die Augen offen halten. Möglich ist meist neben dem Aufsaugen auch das gezielte Wegblasen der Blätter.

Eine passende Ergänzung dazu ist der integrierte Häcksler, der dem Fangsack vorgeschaltet ist. Dieser zerkleinert das Laub, sodass eine größere Menge Laub in den Fangsack hineinpasst.

Für den Gärtner ist ebenfalls von Vorteil eine sogenannte Anti-Vibrations-Einrichtung. Längere Arbeitseinsätze werden etwas angenehmer, da die starke Vibration während des Arbeitens vermindert wird.

Benutzen Sie Gartenhandschuhe bei der Arbeit, dann bleibt Ihnen zeitaufwändiges Händeschrubben erspart.
Benutzen Sie Gartenhandschuhe bei der Arbeit, dann bleibt Ihnen zeitaufwändiges Händeschrubben erspart.

Auch ist ein gewisser Tragekomfort von Vorteil. Achten Sie also darauf wie Ihr Laubsauger oder Laubbläser getragen werden muss. Ein Tragegurt erleichtert die Arbeit erheblich.

Besonders achten sollten Sie auch darauf, dass Ihr Gerät Belüftungsschlitze hat. Dadurch ist es nicht so anfällig für Überhitzungen und sie haben länger Spaß am Laubsaugen.

3.3. Leistung und Geschwindigkeit

Die Leistung eines Laubsaugers oder Laubbläsers wird in der Einheit Watt angegeben.

Ein Elektro-Laubsauger sollte sich durch mindestens 2.000 Watt, ein benzinbetriebenes Gerät durch 750 Watt auszeichnen. Damit ist es wahrscheinlich, dass der Laubsauger es schafft – auch in seiner Funktion als Laubbläser – nasses Laub anzusaugen oder wegzupusten.

Die Saugleistung ist eine andere Darstellungsform der Leistung in Watt. Sie beschreibt die aufgenommene Luftmenge in Kubikmeter pro Minute. Hier gilt: je größer die Leistung (gemessen in m³), desto stärker die Saugfähigkeit, welche idealerweise zwischen 8 und 14 m³/min liegt.

Gehörschutz
Unabdingbar bei der Arbeit it dem Laubsauger ist ein Gehörschutz, da die Geräte üb er 100 dB Schalldruck verursachen können.

Die Gebläsegeschwindigkeit Ihres Produktes sollte höher als 250 km/h sein, damit die Blätter ordentlich angesaugt werden. Je nach dem wie nass das Laub ist, ist mal mehr oder weniger Geschwindigkeit nötig. Daher empfehlen wir Ihnen ein Gerät mit Geschwindigkeitsregelung zu kaufen. Schalten Sie die Gebläsegeschwindigkeit herunter, arbeitet der Laubbläser automatisch leiser. So schonen Sie nicht nur Ihre Ohren, sondern auch die Ihres Nachbarn.

3.4. Fangsack

Welcher Laubsauger Ihr persönlicher Testsieger wird, sollte ebenso davon abhängig gemacht werden, wie groß das Volumen des Fangkorbs ausfällt. Im optimalen Fall liegt dieses nämlich unter 60, aber noch über 40 Litern, um genügend Laub auffangen zu können.

Wenn Sie viel Gewicht tragen können, ist ein großer Fangkorb eine gute Wahl, da Sie diesen dann nicht häufig ausleeren müssen. Wollen Sie allerdings nicht schwer tragen, entscheiden Sie sich besser für eine kleinere Größe, leeren den Inhalt öfter aus und schonen ihren Rücken.

Sehr praktisch ist ein seitlicher Reißverschluss, damit Sie beim Ausleeren nicht die ganze Apparatur auseinander bauen müssen, sondern das Laub einfach durch die Seite ausleeren können.

3.5. Lautstärke

Schützen Sie Ihre Ohren

gehörschutz

Laubsauger haben eine Lautstärke um die 100 Dezibel. Das ist für das Ohr eine enorme Belastung. Schützen Sie daher Ihre Ohren während der Arbeit mit einem Gehörschutz.

Nicht nur typische Gartenwerkzeuge wie Rasenmäher, Vertikutierer oder eine Kettensäge arbeiten laut, auch ein Laubbläser oder Laubsauger ist für die Ohren anstrengend. Angegeben wird Lautstärke des Laubsaugers in der Einheit Dezibel (dB). Wirklich leise Laubsauger gibt es nicht, dennoch sollten Sie darauf schauen, einen möglichst geräuscharmen Sauger zu wählen, also einen Sauger mit einer möglichst geringen dB-Angabe. Auch Ihre Nachbarn werden Ihnen dankbar sein.

3.6. Gewicht

Der beste Laubsauger für Sie ist einer, mit dem Sie gut umgehen können. Daher spielt auch das Gewicht des Laubpusters eine Rolle. Schwerere Modelle sind meistens stabiler und langlebiger, allerdings dann auch schwieriger zu handhaben und Sie werden schneller erschöpft sein.

Die Stiftung Warentest berichtet: “Nützliches Kleingetier wie Käfer und Spinnen können sich dem Sog der Sauger nicht entziehen. Selbst Kröten und Frösche fallen ihnen zum Opfer.”

– Meldung aus dem Heft (10/2012)

Wollen Sie Ihrem Boden und dem Ökosystem in Ihrem Garten etwas Gutes tun, lassen Sie das Laub auch mal liegen.

4. Rechtliche Bestimmungen

Lautstärke
Da Laubsauger relativ hohe Schalldrücke erzeugen, sollten Sie sich immer an die gesetzlichen Bestimmungen zur Nutzung der Geräte halten.

Bitte beachten Sie die rechtlichen Vorgaben für die Nutzung von Laubsaugern und Laubbläsern: Laut dem Bundes-Immissionsschutzgesetz dürfen diese werktags nur zwischen 9 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr benutzt werden. Falls Sie an Sonn- und Feiertagen oder außerhalb der angegeben Zeiten mit den Geräten im Garten hantieren, wird das als Ordnungswidrigkeit angesehen, womit eine Strafe von bis zu 500 Euro auf Sie zukommen kann.

5. Hersteller und Marken

Auf dem Markt existieren eine Vielzahl an Herstellern und Marken, die Laubsauger und beispielsweise Akku-Laubbläser verkaufen. Pünktlich vor dem Herbst bieten auch viele Discounter Laubbläser an. Falls Sie sich gerne ein hochwertiges Produkt leisten möchten, aber nicht wissen, wie die Hersteller und Handelsmarken denn heißen, schauen Sie hier:

  • Stihl
  • Black & Decker
  • Bosch
  • MTD
  • Husqvarna
  • Einhell
  • Makita
  • Gardena
  • Hitachi
  • Güde
  • Echo
  • Dolmar
  • Grizzly
  • Atika

6. Was Sie schon immer über Laubsauger wissen wollten

6.1. Welches Benzin brauche ich für den Laubsauger?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, da vom jeweiligen Modell abhängig ist. Die Art des Benzins kann ebenso unterschiedlich sein wie das Mischungsverhältnis. Laubsauger der Firma Stihl arbeiten anders als Geräte der Firma Bosch. Daher sollten Sie am besten die Betriebsanleitung zu Rate ziehen.

6.2. Kosten eines Laubsaugers

Laubsauger Rollen
Rollen am Ende des Saugrohrs erleichtern die Arbeit, da Sie nicht das volle Gewicht tragen müssen.

Bei den Geräten gibt es eine breite Preisspanne: Einige Modelle sind bereits ab 30 Euro erhältlich, gute Laubsauger gibt es ab ca 75 Euro, hochwertige Produkte finden sich bei etwa 250 Euro.

Als Faustregel gilt: Mit Benzin betriebene Sauger sind teurer als Elektro- oder Akku-Laubsauger.

6.3. Wie lange hält der Akku bei einem Akku-Laubsauger?

Die Laufzeiten der Akkus liegen im Schnitt zwischen 10 und 20 Minuten. Da ein Akku-Laubsauger in der Regel für die Arbeit in einem kleinen Garten ausgelegt ist, ist sehr kurz erscheinende Laufzeit kein Problem.

Grundsätzlich lässt sich noch sagen, dass eine höhere Akkulaufzeit meistens ein höheres Gewicht mit sich bringt.

6.4. Mit welchem Laubsauger lassen sich Steine einsaugen?

In unserem Laubsauger-Vergleich ist uns kein Laubsauger aufgefallen, der explizit keine Steine ansaugt. Also ist dies mit jedem von uns vorgestellten Modell möglich. Es kommt natürlich auf die “kleine Größe” der Steine an. Für ein gründliches Ergebnis empfehlen wir daher, einfach die Distanz zwischen dem Sauggerät und dem Boden zu variieren.

Weiterhin können Sie beispielsweise Ihren Akku-Laubsauger auch zum Akku-Laubbläser umschalten und somit Laubhaufen zusammenblasen und diese dann aufkehren. Dadurch können Sie selbst bestimmen, welche Steine am Boden liegen bleiben.