Kaufberatung zum Pelletgrill Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Pelletgrill erinnert rein optisch betrachtet an einen Smoker, hat aber viel mehr Funktionen. Zum Räuchern, Grillen und Backen sind Pelletgrills gut geeignet, womit sie sich klar in der Kategorie der Gartenküchen und Grills verorten lassen.
  • Befeuert wird der Pelletgrill mit den gleichnamigen kleinen, gepressten Holzpellets. Das sind jedoch nicht dieselben Pellets wie die in Ihrer Pelletheizung. Stattdessen kommen besonders aromatische Holzpellets zum Einsatz, die beim Grillgut für ein leckeres Grillaroma sorgen.
  • Die Höchsttemperatur und die Größe des Grillrosts haben einen Einfluss darauf, was Sie grillen und wie viele Personen Sie zum Grillen einladen können. Mithilfe eines Fleischthermometers gelingt selbst komplizierter zu grillendes Fleisch.

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Zu den Klassikern Holzkohlegrill und Gasgrill gesellt sich ein neuer Trend aus den Vereinigten Staaten: der Pelletgrill oder Pelletgrill-Smoker. Dort erfreuen sich die großen, an einen Barrel Smoker erinnernden Grills, bei Hobby- und professionellen Grillern immer größerer Beliebtheit. Wie der Name schon vermuten lässt, werden die neuen Grills mit Holzpellets betrieben, kleine Hartholzpellets, die aus Sägespänen hergestellt werden. Sie erzeugen im Grill die Hitze, mit der das Grillgut gart. Dabei ist die Bedienung so einfach, weil die Technik vieles übernimmt. Sie stellen einfach nur die gewünschte Temperatur ein und füllen den Pelletbehälter auf. Den Rest übernimmt die Pelletgrill-Steuerung.

So weit, so einleuchtend. Doch worauf kommt es an, wenn Sie der Pelletgriller-Community beitreten und einen Pelletgrill kaufen möchten? Auf die Maße (Größe, Höhe, Länge, Breite), auf das Material und das damit zusammenhängende Design (Farbe) sowie darauf, ob der Pelletgrill einen Ständer hat oder vielleicht sogar per App bedient werden kann. Diese technischen Produktdetails sowie die Antwort auf die Frage, was man grillen kann, stellen viele Nutzer in Pelletgrill-Tests im Internet. Die Redaktion von Heimwerker.de hat Tipps von Herstellern sowie Antworten von Nutzern aus Pelletrost-Tests und Pelletbratrost-Tests im Internet zur folgenden Kaufberatung 2021 zusammengeführt.

1. Wie funktioniert der Pelletgrill im Detail?

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Ein Pelletgrill wird mit Holzpellets befeuert. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Holzpellets, die auch zum Verbrennen in einer Holzpelletheizung genutzt werden. Stattdessen kommen sortenreine, schadstofffreie Pellets in den Pelletgrill-Smoker.

Im Prinzip ist ein Pelletgrill ganz einfach. In einen Behälter kommen die Pellets. Eine Förderschnecke bringt sie in den Brennertopf oder Brennraum, wo sie verbrannt werden. Hitze und Rauch, die dabei entstehen, verteilen sich im Garraum des Pelletgrill-Smokers, wo das Grillgut liegt. Zwischen Brenner und Pelletbratrost befindet sich ein Hitzeschutzblech und dazu eine Fettablaufwanne. An das Grillgut gelangt so keine direkte Hitze. Wie im Umluftbackofen garen die Lebensmittel mit Strahlungswärme und Konvektionshitze.

Der Pelletgrill hat einen Schornstein, über den der Rauch abzieht. Am Anfang, wenn die Pellets gerade erst entzündet wurden, entwickelt sich deutlich sichtbarer Rauch. Doch im weiteren Betrieb ist kaum noch Rauch wahrnehmbar, weil die Pellets gleichmäßig und konstant verbrennen. Das Grillgut erhält dabei ein leichtes Raucharoma und einen perfekten Rauchring. Das ist ein roter Ring direkt unter der Oberfläche des Fleisches, der beim Barbecue so beliebt ist. Über die Pelletgrill-Steuerung lässt sich die Temperatur je nach Modell in einem Bereich von 75 bis 400 °C einstellen. In einem Pelletgrill, der 400 Grad erreichen kann, ist nicht nur indirektes Grillen möglich. Auch zum direkten Grillen sind Pelletgrills gut geeignet.

Aus Recherchen der Heimwerker.de-Redaktion: Die Holzpellets für eine Holzpellets-Heizung sind aus Holzabfällen hergestellt. Holzpellets für den Smoker gibt es hingegen sortenrein und ohne Schadstoffe. Die Pellets im Grill verbrennen nahezu rückstandslos und hinterlassen nur minimal Asche, die Sie von Zeit zu Zeit aussaugen müssen.

2. Was können Sie laut Pelletgrill-Tests im Internet alles grillen?

Pelletgrills sind kleine Alleskönner. Sie eignen sich

  • zum Heißräuchern
  • für klassisches BBQ (Low- und Slow-Grillen)
  • zum Steaks grillen
  • zum Kuchen und Blätterteig backen
  • zum Pizza zubereiten

Der Pelletgrill hat für Pizza, Steaks und Blätterteig die ideale Temperatur. Im Pelletgrill mit Drehspieß können Sie wunderbar Rollbraten oder Hähnchen und Ähnliches auf einem Drehspieß zubereiten. Das Raucharoma können Sie ganz nach Ihrem Geschmack durch die Auswahl der Holzsorte bestimmen.

Pelletgrills gibt es in diesen Arten:

Pelletgrill-Typ Eigenschaften
Pelletgrill, Standardmodell

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  • sehr groß
  • große Grillfläche für viele Personen
  • für indirektes Grillen ideal
  • Pelletgrill ohne Strom
Pelletgrill klein

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  • sieht aus wie ein stehendes Fass oder ein Kugelgrill
  • hat mehrere Ebenen
  • der ideale Pelletgrill für den Balkon
  • für kleine Personengruppen geeignet
  • günstiger Pelletgrill
Pelletgrill mit App-Steuerung

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  • Pelletgrill braucht WiFi
  • bequeme Bedienung, ohne aufzustehen
  • jederzeit Kontrolle über die Temperatur

3. Was ist beim Kauf eines Pelletgrills zu beachten?

Normale Pelletgrills (ausgenommen Mini-Pelletgrills) haben alle ungefähr die gleichen Abmessungen. Sie sind etwa 120 cm breit und hoch und ungefähr 60 cm tief. Ein Pelletgrill ist relativ groß und braucht mehr Platz als ein herkömmlicher Grill. Wenn der Platz stark begrenzt ist, gibt es auch kleine Pelletgrills zu kaufen. Die Modelle mit Ständer und höhenverstellbaren Füßen lassen sich in der Höhe individuell anpassen.

Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Der Pelletbratrost hat meist eine Fläche von 2000 bis 3000 Quadratzentimetern. Das ist etwa so groß wie drei bis vier DIN-A4-Blätter. Selbst wenn Sie eine größere Grillparty schmeißen, haben Sie damit genügend Platz auf dem Pelletrost.

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Je größer der Pelletgrill dimensioniert ist, desto mehr Platz für Grillzubehör bietet er Ihnen.

Laut Nutzern in Pelletgrill-Tests im Internet sollte der Grill am besten aus Edelstahl sein. Das Material ist rostfrei und antibakteriell. Viele Modelle sind aus pulverbeschichtetem Stahl und haben eine schwarze, leicht raue Oberfläche, die nicht so pflegeleicht ist wie Edelstahl. Meist besteht allerdings nur das Gehäuse daraus, nicht der Garraum.

Darüber hinaus schwören viele Barbecue-Freunde in Pelletgrill-Tests im Internet auf eine integrierte Zündung, die diese Vor- und Nachteile hat:

    Vorteile
  • keine Vorbereitungszeit
  • kontaktlose, ungefährliche Zündung
    Nachteile
  • bei Defekten müssen Sie die komplette Zündung austauschen

3.1. Gibt es Platz für Zubehör?

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Ablagen links und rechts vom Grill helfen dem Grillmeister dabei, alles griffbereit zu haben.

Wer grillt oder räuchert, braucht Platz für das Zubehör. Viele Pelletgrills sind mit klappbaren Seitenteilen ausgestattet, die Sie je nach Bedarf nutzen können. Darauf findet alles Platz, was Sie neben dem Fleisch an Pelletgrill-Zubehör so brauchen: Besteck, Zangen, Grillgabel, Gewürze, Marinadeschüsseln und vieles mehr.

Außerdem haben viele Modelle auch im Fußbereich noch zusätzliche Ablageflächen. Bei diesen Modellen befindet sich ein Blech zwischen den Standbeinen – der ideale Platz für den Sack mit der Pelletsreserve. Die besonders komfortablen Modelle haben sogar einen Schrank im unteren Teil, was den Grill allerdings wesentlich schwerer macht.

3.2. Was kann der smarte Pelletgrill?

Wenn Sie nicht die ganze Zeit neben Ihrem Smoker stehen, aber dennoch alles unter Kontrolle behalten möchten, brauchen Sie einen Pelletgrill mit App. Damit können Sie den Pelletgrill auf dem Balkon allein lassen, ohne Angst um Ihr Fleisch haben zu müssen.

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Ein Pelletgrill, der mit App steuerbar ist, entspannt den Grillabend deutlich. Während das Grillgut wie programmiert gart, ist Zeit für Selfies. Würde das Grillgut zwischenzeitlich fertig werden, käme diese Meldung direkt auf das Smartphone.

Mit der App, die schon viele Hersteller anbieten, haben Sie jederzeit die Temperatur im Blick. Der Pelletgrill kann per WLAN Angaben zum Grillgut an ihr Smartphone oder das Heimnetzwerk senden. Sofern ein Kerntemperatur-Thermometer angeschlossen ist, können Sie auch die Temperatur des Fleisches auf Ihrem Smartphone ablesen.

Die neueren Pelletgrills haben weitere Funktionen und Gadgets, einige können Sie sogar fernsteuern. Manche Apps zeigen nicht nur die aktuelle Temperatur an. Sie können auch die optimalen Sollwerte sehen und diese über die App einstellen.

Weitere Pelletgrill-Funktionen der App:

  • Timer mit Alarmfunktion
  • Änderung des Pumpendrucks via App
  • Überprüfung des Pelletstands

Praxis-Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Ein sehr nützliches Gadget ist ein digitales Fleischthermometer, das die Kerntemperatur des Fleisches misst. Sie können einen Zielwert vorgeben und sich über Ihr Smartphone informieren lassen, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist.

4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Pelletgrill-Vergleich

4.1. Ist mit einem Pelletgrill direktes Grillen möglich?

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In einem Pelletgrill gelingt jedes Grillgut. Spareribs werden – aufgestellt in einer Sparerib-Halterung – rundherum lecker.

Sie können mit einem Pelletgrill alles grillen: angrillen, Kurzgebratenes direkt grillen, beispielsweise Steaks, sanft schmoren oder räuchern. Damit gelingen auch beispielsweise leckere Spareribs und Pulled Pork.

4.2. Welche Hersteller sind besonders bekannt für gute Pelletgrills?

Zu den beliebtesten Herstellern von Pelletgrills gehören Weber, Rocks, Traeger, GmG, Häussler, Broil King, Sheriff und Moestag. Seitens der Stiftung Warentest gibt es weder einen Pelletgrill-Testsieger noch eine klare Empfehlung zu einem Pelletgrill einer bestimmten Marke. Einen Pelletgrill-Test haben die Verbraucherschützer bis dato noch nicht veröffentlicht. Da das Produkt noch recht neu am Markt ist, empfehlen wir Ihnen, einen Blick in einen Pelletgrill-Vergleich zu werfen. Dieser liefert Ihnen die wichtigsten Vergleichswerte. So finden Sie schnell den besten Pelletgrill – zum attraktivsten Preis. Hier und da könnten auch Discounter wie Aldi oder Lidl interessante Angebote haben.

4.3. Pelletgrill oder Gasgrill – welcher ist besser für den Balkon?

Auf dem Balkon ist das Grillen nicht grundsätzlich verboten. Allerdings soll es die anderen Anwohner nicht zu sehr belästigen. Daher eignen sich Elektrogrills, Pelletgrills oder Gasgrills hier am besten, da nur sehr wenig Rauch, Funken oder andere Belästigungen entstehen.

4.4. Wie viel Pellets verbraucht ein Pelletgrill?

Der Verbrauch hängt von der Temperatur ab. Beim Grillen mit Temperaturen zwischen 230 °C und 320 °C liegt der Verbrauch bei etwa 1,5 bis 2 kg pro Stunde. Im niederen Temperaturbereich von 90 bis 150 °C liegt der Verbrauch bei etwa 0,5 bis 1 kg pro Stunde.

4.5. Wie ist die Lautstärke eines Pelletgrills?

In einem Pelletgrill ist sehr viel Mechanik eingebaut. Förderschnecke und Gebläse verursachen immer Geräusche. Am Anfang, bis die Pellets geladen sind, ist die Lautstärke eines Pelletgrills etwas höher, später ist hauptsächlich das Gebläse zu vernehmen, das bei den meisten Modellen 45 bis 50 dB erzeugt. Zum Vergleich: Das eigene Atemgeräusch erzeugt etwa 30 dB. 48 dB entspricht dem Geräuschpegel in einer ruhigen Wohnung bei geschlossenen Fenstern.

4.6. Gibt es eine Empfehlung zum Pelletgrill in Bezug auf die richtigen Pellets?

Lagerung

Lagern Sie die Pellets immer trocken. Feuchtigkeit verringert die Heizleistung und kann dazu führen, dass die Pellets wesentlich mehr Rauch entwickeln als erwünscht.

Die Holzpellets für eine Holzpellets-Heizung und für den Smoker sind nicht identisch. Holzpellets für den Smoker müssen frei von Schadstoffen sein, die sich sonst auf das Grillgut übertragen könnten. Deswegen sind sie aus Kirsch-, Apfel- oder Pfirsichholz und aus vielen weiteren Holzarten, die dem Fleisch ein intensives Raucharoma verleihen. Holzpellets sind grundsätzlich eine besonders wirksame und effiziente Alternative zur Holzkohle. Sie entstehen aus Holzresten und stellen einen sehr günstigen, nachwachsenden Rohstoff dar. Bei der Verbrennung entsteht viel weniger Schwefeldioxid als bei anderen fossilen Brennstoffen. Gleichzeitig liegt ihr Wirkungsgrad bei 95 Prozent.

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