Kaufberatung zum Grilleimer Test bzw. Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Grilleimer sind kleine, tragbare Holzkohlegrills, die besonders für Ausflüge geeignet sind oder überall dort praktisch sind, wo wenig Platz herrscht. Die Grillroste bieten Platz für Grillgut für zwei bis vier Personen.
  • Die Eimergrills sind schnell auf- und abgebaut, da sie nur aus wenigen Komponenten bestehen. Allerdings sollten sie nur auf feuerfestem Untergrund gestellt werden, damit durch die Hitze nichts anbrennen kann. Durch den sogenannten Kamin-Effekt sind diese Art von Minigrills schnell startbereit.
  • Grilleimer sind aber nicht nur zum Grillen nützlich: Auch als Feuerkorb machen sie eine gute Figur. Daher sind sie nicht selten auf öffentlichen Feuerstellen zu finden.

grilleimer test

Egal ob auf öffentlichen Grünflächen, dem Balkon oder im heimischen Garten: Deutsche sind absolute Grill-Fans. Laut der Verbrauchs- und Medienanalyse VuMa grillen rund 14 Prozent der Deutschen einmal im Monat. Wer keinen eigenen Garten hat, den zieht es oft nach draußen auf die öffentlichen Grillwiesen der Stadt. Um Gepäck zu sparen, sollte auch der Grill recht schmal ausfallen, doch gerade so groß sein, dass Grillgut für vier Personen Platz findet. Dafür sind Grilleimer besonders geeignet.

Wie ein Grilleimer funktioniert und was Sie beim Grillen grundsätzlich beachten sollten, erfahren Sie in unserem Grilleimer-Vergleich 2020.

1. Wie funktioniert ein Grilleimer?

grilleimer

Ein Grilleimer ist äußerst kompakt.

Die Eimer haben im Durchschnitt einen Durchmesser von 25 bis 40 cm. Im unteren Bereich sind sie mit Löchern versehen, damit der Grill gut belüftet wird. Im Innern befindet sich eine herausnehmbare Schüssel für die Kohle oder die Briketts. Der kleine Rost wird einfach oben auf den Eimer gelegt.

Manche Exemplare haben des Weiteren Standfüße. Diese sollten Sie unbedingt nutzen. Da sich der Boden der Tonne ebenfalls erwärmt, entsteht schnell ein Brandloch auf der Wiese oder dem Holzboden. Im Ernstfall könnte sogar ein Feuer entstehen.

Deshalb sollte jeder Eimergrill – auch solche mit Füßen – auf feuerfestem Untergrund aufgestellt werden, wie z. B. auf Asphalt, Pflastersteinen oder dem Schotterweg. Darüber hinaus sollte nicht mehr als 0,5 kg Grillkohle im Eimer landen.

Nach dem Grillen kann im Eimer das Zubehör wie Grillanzünder, Soßen und die Grillzange während der Fahrt nach Hause gelagert werden. Da der BBQ-Eimer so geringe Maße und einen Henkel hat, lässt er sich sogar bequem mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln befördern.

Hinweis: Häufig sind die Grillfässer aus Edelstahl oder Metall, sodass Sie diese problemlos in die Spülmaschine geben können.

Funktionsweise

Da die Eimer-Grills in Bodennähe mit Löchern versehen sind, tritt im Eimergrill der sogenannte Kamineffekt ein: Die Luft zieht von unten nach oben. So glüht die Kohle im Grilleimer zügig durch und innerhalb weniger Minuten kann das Grillgut aufgelegt werden, ohne mit Hilfsmitteln hantieren zu müssen.

Allerdings erschließt sich daraus auch folgender Nachteil: Die Luftzufuhr kann nicht richtig reguliert werden. Da die Löcher nicht nach Belieben geschlossen werden können, besteht schnell die Gefahr, dass das Fleisch oder Gemüse auf dem Rost verbrennt. Behalten Sie Ihr Grillgut also gut im Auge, wenn Ihr persönlicher Grilleimer-Testsieger erstmal heiß gelaufen ist!

Hier haben wir nochmal zusammengefasst, welche Vor- und Nachteile ein Eimergrill im Gegensatz zu einem Kugelgrill oder Tischgrill hat:

    Vorteile
  • mobiler Grill – leicht zu transportieren
  • schnelles Durchziehen der Kohle durch Kamin-Effekt
  • dient auch als Feuerkübel
  • simple Reinigung
    Nachteile
  • wenig Platz fürs Grillgut
  • Eimer erhitzt sich ebenfalls stark – Brandgefahr!
  • nicht immer eine gleichmäßige Hitze-Verteilung

2. Kaufberatung: Achten Sie vor allem auf die Größe der Grillfläche und die Füße

grillzeug auf grill

Die richtige Größe des Rostes richtet sich nach der Personenanzahl.

2.1. Grillfläche – 20 cm sind das Minimum

Grilleimer-Tests zeigen: Die Größe des Rosts ist ein entscheidender Faktor. Denn er definiert, wie viele Personen gleichzeitig ihr Grillgut auf den BBQ-Grill legen können und so in etwa zur gleichen Zeit essen.

Hier haben wir für Sie aufgelistet, welche Rost-Größe in etwa für welche Anzahl Grillfans geeignet ist:

  • 20 – 25 cm Durchmesser für 2 – 3 Personen
  • 25 – 30 cm Durchmesser für 3 – 4 Personen
  • 30 – 40 cm Durchmesser für 4 – 6 Personen

Grundsätzlich gilt natürlich: Der Rost ist an den äußeren Bereichen nicht so heiß, wie in der Mitte. Daher braucht das Grillgut dort auch länger, um gar zu werden.

Auch sollten Sie die Höhe des Picknickgrills bedenken. Je höher dieser ist, desto schonender ist er für Ihren Rücken! Möchten Sie beispielsweise das Geschehen auf dem Rost vom Campingstuhl im Garten aus beobachten, empfehlen wir eine Höhe zwischen 25 und 30 cm. Allerdings sind die hohen Modelle oft nicht so standfest wie niedrigere.

2.2. Standfüße – gegen Brandflecken auf dem Boden

Egal für welchen Hersteller oder welche Marke Sie sich entscheiden: Alle Grilleimer sind aus Metall oder Edelstahl gefertigt, daher werden sie alle während des Grillens heiß – auch an ihrer Unterseite.

Um den Untergrund nicht zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen, empfiehlt es sich daher, einen Grilleimer mit Standfüßen zu kaufen. So hat der Boden eine Chance, seine Wärme abzugeben und das Material unten drunter wird geschont. Somit sinkt auch die Brandgefahr.

Einige Exemplare können mit einklappbaren oder abschraubbaren Füßen punkten. Mit diesen Typen von Holzkohlegrills sind Sie besonders flexibel, da Ihnen die Füße beim Transport nicht in die Quere kommen, wenn Sie diese einklappen oder demontieren.

2.3. Henkel – praktische Tragehilfe

Was zunächst als eine eher unwichtige Kategorie erscheint, wird sich spätestens beim längeren Eimer-Tragen als relevante Kategorie heraus stellen: Beim Henkel sollten Sie zum einen darauf achten, aus welchem Material er besteht und zum anderen, wie er am Festival-Grill fixiert ist.

Besteht der Henkel aus Metall oder Edelstahl, wird er beim Grillen ebenfalls heiß und Sie können den Eimergrill während dem Glühen nicht mehr so leicht verrücken. Besitzt der Henkel stattdessen einen Holz-Handgriff, können Sie auch noch während des Grillens den Kohleeimer umstellen, ohne sich zu verbrennen oder Schutzmaßnahmen wie Hitzeschutz-Handschuhe ergreifen zu müssen. Weiterhin ist der Komfort bei einem Holz-Griff grundsätzlich höher, da keine Metall-Strebe beim Transport in die Hand einschneidet.

Je nachdem, wie die Griffe an der Tonne angebracht sind, benötigen Sie ein oder zwei Hände zum Tragen. Grilleimer, die fest montierte Griffe haben, müssen meist mit zwei Händen transportiert werden. Dadurch sind Sie weniger flexibel. Eimer mit beweglichem, rundem Henkel können problemlos in einer Hand gehalten werden.

3. Reinigung

Egal ob Sie sich einen teuren oder günstigen Grilleimer kaufen: Er muss in jedem Fall irgendwann gesäubert werden. Hier haben wir ein paar Hinweise für Sie aus Grilleimer-Tests zusammengetragen:

unmittelbar nach der Nutzung:
  • Damit alle Grill-Rückstände und Fettreste möglichst vollständig verbrennen, sollten Sie die Kohle im Eimer-Grill bis zum Ende ausglühen lassen.
nach dem Grillen:
  • Säubern Sie die Innen- und Außenflächen des BBQ-Grilleimers mit warmen Wasser und Spülmittel. Bei verkrusteten Resten sollten Sie nicht sofort mit einem Scheuerschwamm bzw. Topfreiniger agieren. Diese hinterlassen oftmals Kratzer und sind nur bei besonders hartnäckigen Rückständen zu empfehlen.
  • Besonders der Grillrost besitzt oftmals beharrliche Krusten. Hier hilft: vor dem Schrubben einweichen lassen! Gerade die kleinen Rosts der tragbaren Grills lassen sich gut im Spülbecken einweichen.
vor dem nächsten Grillen:
  • Ziehen Sie die Schrauben am Grilleimer nach. Besonders der Zustand der Schrauben an den Füßen beeinflusst den Stand und die Stabilität des Kübelgrills.

4. Tipps rund ums Grillen

  • Steaks grillen

Um ein besonders saftiges Steak auf dem für Sie besten Grilleimer zu grillen, sollten Sie folgenden Tipp der Stiftung Warentest beherzigen:

Am Anfang brauchen Steaks hohe Temperaturen, um eine Kruste zu erzeugen. Anschließend grillen sie bei mittlerer Hitze bis zum gewünschten Garpunkt. Rind gilt ab 75 Grad Kerntemperatur als durchgegart. Medium schwankt von 55 bis 75 Grad – abhängig von Dicke und Struktur.”

  • Feuerfeste Schalen statt Alufolie

Wie Grilleimer-Tests gezeigt haben, beschädigt Salz und Säure die Aluminium-Folie,wodurch sie anfängt, sich aufzulösen. Daher sollten Sie das Grillen – vor allem von Gemüse – in Alu vermeiden. Die Micro-Partikel des Aluminiums könnten sich auf das Grillgut absetzen.

Benutzen Sie stattdessen feuerfeste Schüsseln sowie Edelstahl- oder Emaille-Schalen. Zwar nimmt das Grillen in den Schalen mehr Zeit in Anspruch, ist aber auch gesünder.

  • Fisch grillen ohne Fischzange

Besitzen Sie keine Fischzange für Ihren Minigrill, können Sie sich auch wie folgt aushelfen: Damit der Fisch beim Grillen nicht am Grillrost kleben bleibt, nutzen Sie zwei Zitronenhälften. Sie fungieren als Stehhlife für den Fisch und verhindern, dass der Fisch am Grillrost anbrennt. Schneiden Sie den Bauch des Fischs auf und klemmen die Zitronenhälften hinein. Dann setzen Sie alles behutsam auf den Tonnengrill. So gibt die Zitrone auch noch frisches Aroma ab.

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