Grillen

Gartenkamin auf Rollen: Mobiler Grillkamin

Mobiler Grillkamin: Im Garten grillen, wo man will

Gartenkamin auf Rollen: Gesamtzeichnung

Grillkamine sind eine schöne Sache. Sie verbreiten ein warmes, gemütliches Flair im Garten und lassen sich nach beendetem Mahl noch als stimmungsvolle Außenheizung nutzen. Problematisch an Grillkaminen ist allerdings, dass sie relativ voluminös sind und im nicht benutzten Zustand sinnlos in der Gegend herumstehen.

Ein Grillkamin auf Rollen, den man verschieben und im Winter in den Schuppen stellen kann, bietet eine Lösung für dieses Problem.

Mit unserem mobilen Gartenkamin, der von versierten Heimwerkern größtenteils aus handelsüblichen Teilen gefertigt werden kann, kann der Traum vom mobilen Grillvergnügen Wirklichkeit werden. Unsere detaillierte Anleitung zeigt, wie aus solidem Stahlblech ein mobiler Gartenkamin gefertigt werden kann.

Benötigte Materialien und Werkzeuge

Materialien:

  • 1 Stahl-Serviertisch auf Rollen mit solider Stahloberfläche aus dem Gastrobereich, idealerweise in den Maßen 100 x 60 cm
  • 1 Esse für Außenkamine oder Dunstabzugshauben
  • 1 solide Blechwanne, 25 x 50 cm, Dicke min. 1,5 mm (Gastrobereich)
  • Stahlblech, Dicke min. 1,8 mm, 200 x 60 cm
  • 6 Winkel-Stahlleisten, 25 x 2 cm
  • 1 Grillrost, 30 x 60 cm (oder in der selbst festgelegten Breite des Grillkamins)
  • ca. 50 rostfreie Blechschrauben, Unterlegscheiben und Muttern, Größe M6, Länge 15 mm

Werkzeuge:

  • Blechschere
  • Bohrmaschine mit scharfen HSS-Bohrern (6mm und 8mm)
  • Stichsäge mit Metallsägeblatt für Stahl
  • Schraubenschlüssel oder Ratschenkasten
  • Abkantbank (auch ausleihbar in guten Baumärkten)

Vorbereitungen

Blechaufbau für mobilen GartenkaminVor dem Zusammenbau des Gartenkamins sind zunächst einige Blechbearbeitungen nötig. Zunächst muss die obere Platte des Stahltisches einen rechteckigen Ausschnitt in der Größe der Stahlwanne erhalten, welche später die Kohle aufnehmen soll. Dieser Ausschnitt muss möglichst exakt mit der Stichsäge und einem HSS-Sägeblatt ausgeführt werden. Die Schnitte müssen anschließend entgratet werden.

Dann wird das Blech für die Seiten- und Rückwand nach der nebenstehenden Zeichnung auf der Abkantbank zurechtgebogen. Für die nach innen geknickten Laschen müssen in den vier Ecken der Rückwand Gehrungsschnitte gesetzt werden. Hierzu wird die Blechschere benutzt. Auf der Abkantbank müssen jeweils Blechlaschen von 20 mm gebogen werden.

Zusammenbau des Grillkamins

Der Grillkamin wird nun in der folgenden Reihenfolge zusammengebaut: Zuerst wird in die oberste Platte des Serviertisches die Stahlwanne eingelassen und mit vier Schrauben an den Ecken verschraubt. Hierzu werden zunächst mit dem 6mm-HSS-Bohrer fluchtende Löcher in den Wannenrand und die Tischplatte gebohrt.

Anschließend wird um die Wanne herum der Rück- und Seitenwandaufbau aufgesetzt und mit jeweils drei Schrauben an der Rückwand und den Seitenwänden mit dem Tisch verschraubt.

Oben wird nun die Esse aufgesetzt. Hierzu müssen die Laschen in die Winkel der Seitenwände gebogen werden. Anschließend werden auch hier jeweils drei Schrauben pro Seite gesetzt.

Montage der Auflageleisten für das Grillrost

Die Auflageleisten für das Grillrost werden zum Abschluss in die Seitenwände geschraubt. Hierzu werden in exakt gleicher Höhe fluchtende Löcher in die Seiten und die Auflageleisten gebohrt und anschließend fest verschraubt. Nun kann der Grillrost eingelegt werden.

Die Grillparty kann nun beginnen. Wir wünschen viel Spaß beim "Angrillen" auf dem mobilen Grillkamin!

 

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Kommentare
  • Hallo Tobias,

    damit hast Du natürlich recht und daher ist unser vorgestelltes Modell ohne Grillrost nur als Feuerstelle nutzbar. Wir müssen natürlich zugeben, dass die Bezeichnung "Grillkamin" in diesem Fall etwas irreführend ist.
    Danke für Deinen aufmerksamen Hinweis.

    Viele Grüße,
    Dein Team von heimwerker.de
    Redaktion - heimwerker.de 07.03.2016 09:10:57 antworten
  • In diesem Beispiel wird Verzinkter Draht verwendet. Zink hat im Bereich von Grills gar nichts verloren. Bei gewissen Temperaturen kann das Zink ausgasen und so in die Speisen gelangen. Eine Zinkvergiftung kann die Folge sein.
    Tobias 05.03.2016 10:15:26 antworten
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