Heizkörper & -systeme

Energie sparen: Tipps für mehr Energieeffizienz im Haushalt

  • Eine gute Dämmung ist die Basis für geringeren Energieverbrauch.
  • Auf die richtige Einstellung bei Heizungsthermostaten, Vorlauftemperatur, Nachtabsenkung und Wärmepumpe kommt es an.
  • Wasser und Strom lässt sich überwiegend durch eine Änderung der Gewohnheiten einsparen.

Heizkörper in Form eines Sparschweins zum Thema Energie- und Heizkosten sparen

Ist eine neue Heizung fällig?

Mit einer neuen Heizung lässt sich im Vergleich zu einer überalterten Heizung oft fast die Hälfte der Heizkosten einsparen. Von daher hat sich eine solche Anschaffung schneller amortisiert, als sich die meisten vorstellen können. Aber vor jeder Neuanschaffung sollten Sie sich gründlich informieren. Viele wertvolle Informationen finden Sie in unseren Beiträgen zu Heizen & Klima und ergänzend dazu im Beitrag zu Warmwasserspeichern.

Energie, egal ob elektrische oder Heizenergie, wird zu einem großen Teil aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die nicht unerschöpflich sind. Gerade die Vorkommen an Erdöl sind begrenzt und reichen nach vielen unterschiedlichen Schätzungen vielleicht noch 50 Jahre. Angebot, Nachfrage und natürlich auch die Förderkosten bestimmen den Preis. Auch wenn die Preise dank Überangebot in den letzten Jahren wieder gesunken sind, werden sie auf Dauer steigen, da der Vorrat abnimmt und die Förderung schwieriger wird.

Prinzipiell lohnt es sich, jeden Verbrauch in jeder Energieform zu senken. Bedacht werden sollte jedoch, in welchen Bereichen es effektiv und sinnvoll ist. Hierzu müssen in erster Linie die größten Kostenpunkte genauer unter die Lupe genommen werden. Diese beziehen sich in den meisten Fällen auf die Heiz- und Stromkosten, gefolgt von den Ausgaben für Wasser. Die Kosten für Wasser bilden damit den letzten Punkt, in dem sich die Kosten effektiv senken lassen und sich Investitionen zur Wassereinsparung rentieren.

Das Augenmerk sollte daher in erster Linie auf der Heiztechnik und dem dort möglichen Sparpotential liegen. Mit bereits wenigen Handgriffen und mitunter ohne großen finanziellen Aufwand  lässt sich hier viel erreichen. Im Weiteren finden Sie jedoch auch Tipps um Wasser und Strom zu sparen.

10 Tipps um Heizkosten zu sparen

Tipp 1 – Dämmung vermindert Wärmeverlust

heizkosten-sparen-Außenwände dämmen
Wärmedämmung senkt die Heizkosten
energie-sparen-Dämmung zwischen den Dachsparren
Dachdämmung

Stark umstritten ist die nachträgliche Dämmung von Einfamilienhäusern, was sich nicht nur auf die Rentabilität bezieht. Lassen Sie sich immer von einem unabhängigen Energieberater beraten, der Ihnen relativ genau aufführen kann, welche Maßnahmen möglich sind und welche Einsparungen sie erwirtschaften.

Geprüfte und unabhängige Energieberater, die spezielle Lehrgänge und Schulungen absolviert haben finden Sie beispielsweise beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)..

Wird ein Sparpotential nachweislich festgestellt, bietet es meist die effektivste Lösung, um dauerhaft die Heizkosten zu senken. Fachlich korrekt ausgeführt minimiert eine nachträgliche Dämmung den Verlust eingesetzter Heizenergie deutlich. Auch die Bausubstanz lässt sich nachhaltig schützen. Verlieren die Außenwände durch eine gute Dämmung ihre Wärme nicht und befindet sich der sogenannte Taupunkt außerhalb, bleiben diese nicht nur warm, sondern auch trocken. Die zusätzliche Hülle schützt vor Regen und anderen Wettereinflüssen.

Doch nicht nur die Energieeffizienz lässt sich spürbar verbessern, auch das Wohnklima wird positiv beeinflusst. Sind selbst die Außenwände warm, entstehen im Wohnraum keine unterschiedlichen Temperaturzonen und das Gefühl einer stetigen Zugluft vermieden.

Tipp 2 – Stetige Zugluft durch undichte Fenster und Türen vermeiden

Für Wärmeverluste können undichte Fenster aber auch kalte Wände die Ursache sein. Im ersten Schritt ist es wichtig, die Fenster auf Dichtheit zu überprüfen. Das kann durch eine visuelle Begutachtung oder durch eine Kerze, die am Fensterrahmen entlang geführt wird (Brandgefahr beachten) erfolgen. Flackert das Kerzenlicht, findet eine Luftbewegung statt, das Fenster dichtet demnach nicht zu 100 % ab. Häufig wird das auch durch feuchte oder gar schimmlige Stellen sichtbar.

Sind undichte Fenster ausgemacht, lassen sich diese in den meisten Fällen ohne großen Aufwand abdichten. Fensterdichtungen sind in verschiedenen Breiten und unterschiedlichen Stärken erhältlich, sodass sie den Begebenheiten leicht angepasst werden können.

Tipp 3 – Heizungsthermostate nie höher als die gewünschte Raumtemperatur stellen

heizkosten-sparen-Heizkörperventil richtig einstellen
Eine höhere Einstellung heizt nicht schneller

Ein großer Fehler besteht zumeist in der Bedienung von Heizkörperthermostaten. Der Glaube, dass diese ähnlich einem Wasserhahn funktionieren und kalte Räume daher bei völlig geöffneten Thermostatventil schneller erwärmen ist falsch.

Ist es im Raum zu kühl reicht es völlig aus, die gewünschte Raumtemperatur (Stellung 3 entspricht etwa 20 °C) am Thermostatkopf einzustellen. Das Ventil ist in diesem Moment komplett geöffnet. Eine höhere Einstellung würde es nicht weiter öffnen und somit zu einer schnelleren Erwärmung des Raumes führen. Wird die erhöhte Temperatureinstellung jedoch vergessen, steigt der Verbrauch und damit die Kosten. Vermeiden Sie daher höhere Einstellungen als nötig.

Tipp 4 – Thermostatventile müssen frei zugänglich sein

heizkosten-sparen-gute Positionen für Heizkörperventile
Schlecht positionierte Thermostatventile erhöhen die Heizkosten

Das Heizkörperthermostat nimmt die Umgebungstemperatur auf und regelt danach den Heizkörper. Es muss immer frei zugänglich sein und darf nicht verbaut werden.

Heizkörperverkleidungen, Gardinen und schwere Vorhänge können einen Hitzestau erzeugen, durch den  die Regulierung beinträchtigt wird und Wärme in Richtung Wand verloren geht. Achten Sie daher immer darauf, dass Thermostatventile ausreichend von der Raumluft umgeben sind und Heizkörper ihre Wärme ungehindert abgeben können.

Tipp 5 – Die Vorlauftemperatur richtig einstellen

Das Wasser der Heizung, von der Umgebungstemperatur 20 °C auf beispielsweise 30 °C zu erhitzen, erfordert bekanntlich weniger Energie, als auf eine höhere Temperatur. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto unverhältnismäßig mehr Energie wird für eine weitere Erwärmung benötigt. Aus diesem Grund kommen immer mehr Wand- und Fußbodenheizungen als Niedertemperaturheizungen zum Einsatz, die mit einer geringen Vorlauftemperatur arbeiten, ihre Wärme jedoch über größere Flächen abgeben.

heizkosten-sparen- Heizkurve
Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur

Doch auch bei einer üblichen Heizung mit Flächenheizkörpern ist es sinnvoll auf die Vorlauftemperatur zu achten. Einerseits kostet es, enorm viel Energie das Heizungswasser auf die üblichen 70 °C zu erwärmen, anderseits wird diese Wärme auch dauerhaft unkontrolliert über die Heizungsrohre abgegeben. Durch den hohen Temperaturunterschied zwischen Heizwassertemperatur und Raumtemperatur kühlt sich das Heizwasser in den Leitungen rasch ab, selbst wenn das Heizungsthermostat längst die Wärmeabgabe des Heizkörpers geschlossen hat.

Ist es draußen nur mäßig kalt, genügt eine geringere Vorlauftemperatur, als an sehr kalten Tagen. Dies lässt sich über die sogenannte Heizkurve einstellen, die mit einem Außentemperaturfühler die Temperatur ermittelt und danach die passende Vorlauftemperatur der Heizung regelt. Alte Heizanlagen, die keinen Außenfühler besitzen, erlauben zumeist eine manuelle Steuerung der Vorlauftemperatur.

Bei einer theoretisch optimalen Einstellung der Vorlauftemperatur wäre diese so niedrig, dass der Wohnraum selbst ohne Thermostatregelung der Heizkörper stets auf der gewünschten Raumtemperatur gehalten wird. Lässt sich die Raumtemperatur nicht erreichen, muss die Heizkurve höher eingestellt werden.

Tipp 6 – Nasse Wände kosten Heizenergie

Nasse Wände sehen nicht nur unschön aus, sie führen zu Schimmel und gefährden die Gesundheit.

Was jedoch die Wenigsten wissen, nasse Wände kosten zusätzliche Heizenergie. Wird ein Mauerwerk nass, verliert es in einem sehr großen Maß seine Dämmwirkung, was sich stets in einer kalten Oberfläche bemerkbar macht. Ist die besagte Stelle kälter als der umgebene Bereich, zieht sie zusätzlich Luftfeuchtigkeit an und sich niederschlagendes Kondenswasser sorgt für eine Ausbreitung der Nässe und damit zu einer weiteren Abkühlung.

Daher kann es durchaus sinnvoll sein, einer stellenweise nassen Wand gezielt Wärme zuzuführen und diese somit zu trocknen. Ist die Wand trocken, dämmt sie wieder besser, bleibt von innen warm und nimmt weniger Feuchtigkeit auf. Hilfreich sind hier auch Luftentfeuchter. Dauerhaft sollte jedoch nach der Ursache gesucht und diese beseitigt werden.

Tipp 7 – Nachtabsenkung und Raumtemperatur gezielt steuern

Wird die Raumtemperatur bei Abwesenheit oder nachts noch gesenkt, vergrößert sich das Sparpotential.

heizkosten-sparen-moderner Raumthermostat
Moderne Raumthermostate zur perfekten Temperaturanpassung

Viel hilft jedoch nicht immer viel und es sollte genau beachtet werden, wann und inwieweit sich eine Absenkung der Raumtemperatur bei Abwesenheit lohnt. Ist das Haus oder die Wohnung bereits gut gedämmt und verliert nur minimal Wärme, kann die Heizung sogar komplett ausgeschaltet oder so eingestellt werden, dass sich auch die Umwälzpumpe abschaltet. Das Sparpotenzial in besonders gut gedämmten Häusern beschränkt sich allerdings zumeist auf den eingesparten Stromverbrauch der Pumpen.

In schnell auskühlenden Gebäuden erreicht eine Nachtabsenkung dagegen ein höheres Sparpotential, darf jedoch nicht zur Auskühlung des Mauerwerks führen. Das erneute Aufheizen kostet zwar nicht unbedingt mehr Energie, benötigt jedoch seine Zeit und kann durch Kondenswasser zu feuchten Wänden führen. Eine Abkühlung unter 17 °C sollte daher vermieden werden.

Moderne Heizungen bieten umfangreiche Möglichkeiten zur zeitlichen Programmierung, aber auch ältere Modelle lassen sich leicht aufwerten. Mit relativ geringen Kosten können Flächenheizkörper mit elektronisch gesteuerten Thermostatventilen ausgestattet werden oder lassen sich ältere Raumthermostate gegen moderne austauschen. Diese bieten die Möglichkeit das Heizprogramm für jeden Tag individuell anzupassen. Gute Geräte ermöglichen sogar eine mehrfache Temperaturauswahl, was sich besonders im Badezimmer sinnvoll einsetzen lässt. Beispielhaft wäre eine Nachtabsenkung auf 17 °C, eine Tagestemperatur von 20 °C und zu Badezeiten eine Erhöhung auf 24 °C. Mit dieser Ausstattung lässt sich nicht nur Heizenergie sparen, sondern sogar der Komfort verbessern.

Tipp 8 – Richtig lüften verhindert Schimmel und spart Energie

Ein gut abgedichtetes Haus verhindert den Wärmeverlust durch Zugluft. Die Entstehung von Schimmel ist in fast allen Fällen auf Pfusch am Bau und/oder einer falschen Lüftung zurückzuführen. Stetige Zugluft führt dazu, dass Bauelemente auskühlen und wertvolle Wärme verloren geht. Daher sind angekippte Fenster zur Lüftung immer zu vermeiden. Stoßlüften heißt das Zauberwort, von dem sicher jeder schon gehört hat. Doch was bewirkt es genau und worin liegen die Vorteile?

Stoßlüften und die Luftfeuchtigkeit

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt die Wohnqualität und ist häufige Ursache für Stockflecke am Mauerwerk. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Zu spüren ist das beispielsweise im Gewächshaus, in dem ein feucht-warmes Klima herrscht.

 

heizkosten-sparen-gekipptes Fenster
Stets leicht geöffnete Fenster kosten Geld

Gleiches liegt im Wohnraum vor. Ist das Wohnzimmer gut geheizt, kann die Luft viel Wasser aufnehmen, was den Wänden zu hohe Feuchtigkeit entzieht. Eine mäßige Zugluft würde dazu führen, dass sich die Luft am leicht geöffneten Fenster langsam abkühlt, das Wasser nicht mehr halten kann und dieses sich als Kondenswasser niederschlägt. Die Feuchtigkeit bleibt damit im Wohnraum. Um die hohe Luftfeuchtigkeit zu "entsorgen" muss der Luftwechsel demnach sehr schnell erfolgen, was nur mit Stoßlüften erreicht wird. Der schnelle Luftaustausch befördert die die warme feuchte Luft nach draußen und ersetzt sie durch kalte und trockene Luft. Ein Öffnen gegenüberliegender Fenster für wenige Minuten ist hierbei bereits ausreichend.

 

Warum Stoßlüften Energie spart

Luft erwärmt sich im Gegensatz zu festen Stoffen schnell und der Wärmeverlust beim kurzen Stoßlüften lässt sich schnell ausgleichen. Kühlen jedoch aufgewärmte  Wände und Möbel aus, wird deutlich mehr Energie benötigt diese wieder auf Raumtemperatur zu bringen. Bei einem kurzen Stoßlüften findet nur ein Luftaustausch statt und Möbel behalten ihre gespeicherte Energie. So lässt sich der Wärmeverlust auf ein geringes Maß reduzieren. Zwar wird häufig dazu geraten Herzkörper beim Lüften abzustellen, jedoch ist der Verlust beim kurzen Stoßlüften nur gering, da auch der Heizkörper nur wenig Wärme verliert. Gerade elektronische Thermostatventile benötigen hier mehr Einstellungsaufwand, als ein Abstellen Nutzen bringt. Mechanische Thermostate sind dagegen schnell zugedreht, was nebenbei beim Öffnen des Fensters erfolgen kann.

Tipp 9 – Selbst sparsame Wärmepumpen bieten noch Sparpotential

Wärmepumpen gehören bereits zu den modernsten und sparsamsten Heizungen. Doch gerade Luft-Wärmepumpen bieten mit der richtigen Zeitsteuerung noch mehr Sparpotential als mit vielen Voreinstellungen ab Werk.

Moderne Heizungen, wie Wärmepumpen sind sogenannte Niedertemperaturheizungen, die zumeist in Kombination mit einer Fußbodenheizung arbeiten. Ein nicht zu vernachlässigender Nachteil solcher Heizungen ist ihre lange Aufheizzeit, die durchaus drei bis vier Stunden benötigt, ehe die Wärme im Wohnraum spürbar wird.

 

heizkosten-sparen-Luft-Wärmepumpen
Luft-Wärmepumpen nutzen die Umgebungstemperatur zur Wärmegewinnung

Daher wird in vielen Werkseinstellungen eine Nachtabsenkung bereits in den frühen Morgenstunden beendet. Doch genau zu dieser Zeit erreicht die Außentemperatur ihren Tiefpunkt und Luft-Wärmepumpen, die die Wärme der Außenluft nutzen, können nicht effektiv arbeiten. Der Verzicht auf eine Nachtabsenkung kann in diesem Fall sogar Energie sparen. In einem gut gedämmten Haus sinkt die Raumtemperatur auch nach mehreren Stunden ohne Heizung nicht spürbar ab, was durch die Wärmespeicherung im Boden einer Fußbodenheizung weiter unterstützt wird. Eine wirkliche Absenkung der Temperatur findet hier nicht statt und eine Einsparung ist kaum zu erreichen. Sinnvoller ist es eine Absenkung nach der Außentemperatur vorzunehmen. Die niedrigste Tagestemperatur wird im Winter zumeist bei Sonnenaufgang, also gegen 7:00 oder 8:00 Uhr erreicht. Zu dieser Zeit sollte eine Luft-Wärmepumpe nicht arbeiten. Wird eine "Nachtabsenkung" zwischen 0:00 Uhr und 10:00 Uhr am Morgen vorgenommen, arbeitet die Luft-Wärmepumpe nur zu der Zeit, in der eine höhere Außentemperatur zu erwarten ist. Damit bietet sie weiteres Sparpotential.

 

Gleiches gilt für die Warmwasseraufbereitung mittels Luft-Wärmepumpe. Auch wenn in den späten Abendstunden kaum noch ein Warmwasserverbrauch zu erwarten ist, sollte sie hier noch aktiviert bleiben. Somit steht am Morgen genügend warmes Wasser zur Verfügung und die erneute Aufbereitung kann in den kalten Vormittagsstunden vermieden werden. Mit einem genügend großen Speicher kann die Wasseraufbereitung sogar auf die wärmste Tageszeit am Nachmittag verkürzt werden.

Tipp 10 – Auf die richtige Wärmeverteilung kommt es an

Warme Luft strömt nach oben, was nicht immer von Vorteil ist und gerade bei Heizkörpern zu einer ungünstigen Temperaturverteilung sorgen kann. Die von Heizkörpern abgegebene Wärme steigt auf, staut sich unter der Raumdecke und verteilt sich erst mit der Abkühlung im gesamten Raum. Der Fußboden bleibt dabei meist unangenehm kühl.

heizkosten-sparen-Fußbodenheizung
Fußbodenheizungen verteilen ihre Wärme gleichmäßig

Ein Raum mit Fußbodenheizung erscheint bereits bei 20 °C warm während hierfür bei Flächenkörpern eine deutlich höhere Raumtemperatur nötig ist. Befindet sich das Thermometer in Sichthöhe an der Wand, können dort durchaus angenehme Temperaturen von über 20 °C erreicht werden, während die Füße bei 18 °C frieren und der Raum kälter erscheint. Dagegen gilt: Sind die Füße warm, fühlt sich jeder deutlich wärmer und nimmt eine kühlere Umgebungstemperatur kaum wahr.

Dicke Socken, Hausschuhe oder hochgelegten Beine auf der Couch steigern das allgemeine Wohlbefinden und beeinflussen das Wärmegefühl positiv. Eingesetzte Ventilatoren können jedoch ebenso dabei helfen den Wärmestau unter der Decke zu vermeiden und die Wärme im Raum zu verteilen. Wichtig ist jedoch, dass sie langsam laufen und keinen unangenehmen Wind verursachen. Selbst als "Stromfresser" verschriene Heizlüfter oder Heizmatten sind durchaus in der Lage die Heizkosten zu senken. Gezielt eingesetzt sorgen sie am heimischen Bürotisch für warme Füße, sodass die gesamte Raumtemperatur deutlich gedrosselt werden kann. Voraussetzung ist jedoch ein sinnvoller Umgang mit zusätzlich genutzten Heizgeräten.

Weitere Maßnahmen

Thermovlies gegen kalte Wände

Die besten Energiesparmaßnahmen nutzen wenig, wenn die meiste Energie über kalte Wände verloren geht. Dadurch erwärmt sich der Raum ungleichmäßig und an kühlen Stellen, wie Übergänge von Decke zu Wänden und in Fensternischen, kann sich Schimmel bilden. Ein Thermovlies, das mit der Wandklebetechnik direkt auf der Tapete aufgebracht werden kann, sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und verringert die Bildung von Kondensationswasser. Ein weiterer Vorteil: Das Thermovlies ist rissüberbrückend, lässt sich mit Raufasertapete tapezieren und nach Belieben überstreichen.

Reflektionsfolie für Heizkörper

Um noch mehr Energie zu sparen, lohnt es sich bei vielen Heizkörpern eine sogenannte Reflektionsfolie anzubringen. Diese aluminiumbeschichtete Folie wird hinter den Heizkörper an die Wand angebracht. Dadurch wird verhindert, dass der Heizkörper nicht mehr die dahinter liegende Wand (meist auch noch eine Außenwand) wärmt. Durch die Folie wird die Wärme wieder zurück in den jeweiligen Heizraum gestrahlt. Eine solche Anschaffung von knapp 5 Euro rentiert sich schon nach sehr kurzer Zeit.

Wenn Sie mehr zu dem Thema Heizkosten senken erfahren möchten, dann haben wir noch  weitere Seiten mit hilfreichen Tipps für Sie. Gelangen Sie hier zu den Beiträgen: Heizungsmodernisierung, Heizung entlüften, Heizungswasser nachfüllen, Hocheffizienspumpen und moderne Fenster.

Strom- und Wasserverbrauch sparen

Wasser sparen mit kleinen Gewohnheitsänderungen

Sparen bei der Warmwasserbereitung und beim Wasserverbrauch

Im Badezimmer Wasserverbrauch reduzieren

  1. Auch wenn Sie es lieben, genüsslich stundenlang in der Badewanne zu liegen, sollten Sie sich überlegen, nicht doch häufiger die Dusche zu benutzen. Hier verbrauchen Sie nämlich nur zwischen 50 und 80 Liter Wasser, anstatt 150 bis 200 Liter.
  2. Mit einem Sparduschkopf wie einem Wasserspar Duschkopf mit Massagestrahl können Sie noch mal 50 Prozent sparen.
  3. Haben Sie eine Spartaste an der Toilettenspülung? Dann versuchen Sie sich anzugewöhnen, diese auch zu benutzen!
  4. Verwenden Sie Zahnputzbecher, anstatt den Mund bei laufendem Wasser auszuspülen!
    Wie Sie außerdem noch Wasser am Waschbecken einsparen können, sehen Sie hier: Bis zu 40% Einsparung am Waschbecken
  5. Haben Sie ein Pissoir im Badezimmer? Wenn ja, haben Sie schonmal darüber nachgedacht auf ein Trockenurinalumzurüsten?
    Welche Vorteile Trockenurinale gegenüber herrkömmlichen Pissoires haben, das finden Sie hier: Wasserloses Urinal: Urinale ohne Wasser
  6. Reparieren Sie tropfende Wasserhähne umgehend, denn ansonsten verschwinden bis zu 6 Litern am Tag sinnlos im Abfluss.
    Wie es funktioniert, sehen Sie hier: Wasserhahn tropft - Dichtung wechseln und Wasser sparen

Wasser in der Küche sparen

  1. Starten Sie die Spülmaschine oder die Waschmaschine nur, wenn sie komplett voll ist und verwenden Sie , falls vorhanden, dass Sparprogramm (25% Ersparnis)!
  2. Wenn Sie einen Wasserboiler zu Hause haben, dann informieren Sie sich unter Boiler, Warmwasserspeicher und Warmwasserboiler.
  3. Benutzen Sie kein warmes Wasser zum Vorspülen von dreckigem Geschirr. Entsorgen Sie grobe Speisereste direkt im Biomüll und brausen Sie die Teller einmal kurz unter kaltem Wasser ab. Die Spülmaschine übernimmt den Rest schon.
  4. Spülen Sie immer nur mit Stopfen und niemals unter fließendem Wasser!

Stromsparen mit LED, Schnellkochtopf und Sparwaschgängen

Gewohnheiten verändern und Strom sparen

Strom sparen in der Küche

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Strom sparen
  1. Kochen Sie immer mit Deckel oder mit einem Schnellkochtopf! Anderenfalls entweicht zu viel Luft und Sie verschwenden Energie.
  2. Stellen Sie Töpfe immer auf eine gleichgroße Platte und achten Sie darauf, dass der Topf einen ebenen Boden hat.
  3. Kochen Sie immer mit so wenig Wasser wie möglich. Bei Nudeln, Reis oder Gemüse reicht es, wenn es so gerade eben mit Wasser bedeckt ist.
  4. Stellen Sie niemals noch warmes Essen in den Kühlschrank! Es könnte sich Eis bilden und der Kühlschrank benötigt zu viel Strom um die ursprüngliche Temperatur beizubehalten.
  5. Lassen Sie die Kühlschranktür niemals zu lange geöffnet!

Strom bei der Beleuchtung sparen

  1. Nutzen Sie so lange es geht das Tageslicht!
  2. Weiße Wände und helle Lampenschirme verstärken die Lichtstrahlen.
  3. Verwenden Sie Energiesparlampen, LEDs oder Leuchtstofflampen! So entlasten Sie auch zusätzlich noch die Umwelt. Mit dem Kostenrechner für Leuchtmittel können Sie bequem die Vorteile eines Leuchtmittels in Bezug auf die Gesamtkosten (Strom- und Anschaffungskosten) ermitteln.
  4. Vermeiden Sie eine "Festtags-Beleuchtung". Passen Sie die Lichtintensität immer wieder neu Ihrer aktuellen Tätigkeit an und schalten Sie Lampen aus, sobald sie nicht mehr benötigt werden.

Bei Elektrogeräten

  1. Lassen Sie Geräte nicht dauerhaft im Standby-Modus. Auch wenn der Fernseher, der Computer oder Stereo-Anlage nur wenige Watt an Leistung verbrauchen, summiert sich der Verbrauch doch bis zum Ende des Jahres.
  2. Schalten Sie vor allem den Monitor Ihres PCs immer aus. So vermeiden Sie einen Stromverbrauch von mehreren Tausend Watt im Jahr.
  3. Schließen Sie alle Elektrogeräte an Steckerleisten mit Schalter an, sodass alle Geräte komplett vom Stromnetz getrennt werden können
 

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